• Hilfiker - Uhr


    Bahnhofuhr Hilfiker ab 1944

    Der SBB-Ingenieur Hans Hilfiker 1898-1993 entwarf Perrondächer, Uhren und andere Bauten und Einrichtungen. Am bekanntesten ist wohl seine bis heute gebräuchliche, moderne Bahnuhr. Hilfiker reduzierte die Uhr mit einem roten Sekundenzeiger der in 58 Sekunden eine ganze Umdrehung zurücklegt und deshalb bei der vollen Minute kurz stehenbleibt. Die Uhr wird jede volle Minute durch einen elektrischen Impuls präzis gerichtet.
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  • Modellbahnhersteller Sozialplan bei Fleischmann vorgestellt

    Der angeschlagene Modellbahnhersteller Fleischmann hat Details zum vereinbarten Sozialplan bekannt gegeben. Zum Jahreswechsel werden 96 von 226 Beschäftigten im mittelfränkischen Heilsbronn ihre Arbeit verlieren. Kritik für den Sozialplan kommt von der IG Metall.


    "Die 96 von der Entlassung betroffenen Mitarbeiter können zum Jahreswechsel in eine Transfergesellschaft wechseln und bekommen eine Abfindung von maximal 15.000 Euro", sagte Betriebsratschef Georg Dachsberger dem Bayerischen Rundfunk. Die Höhe der Abfindung richte sich nach Art des Arbeitsvertrags und nach der Zeit der Betriebszugehörigkeit. Damit eine Transfergesellschaft zustande komme, müssen aber mindestens 90 betroffene Mitarbeiter dem Wechsel bis zum 11. Dezember zustimmen, so Dachsberger. In dieser würden sie rund 80 Prozent ihres monatlichen Bruttolohns erhalten.

    Kritik von der Gewerkschaft

    Fleischmann schreibe seit Jahren operative Verluste und werde auch in diesem Jahr ein Minus von drei Millionen Euro verzeichnen, erklärte Unternehmenssprecher Michael Prock. Das führe zwangsläufig in die Insolvenz. Mit den Stellenstreichungen will das Unternehmen nun die Zahlungsunfähigkeit verhindern. Grund für die Probleme seien die aktuelle Wirtschaftslage und mangelnde Investitionen in der Vergangenheit, sagte Anny Heike, die 2. Bevollmächtigte der IG Metall Fürth. Die Gewerkschaft hatte den Sozialplan bereits vergangene Woche massiv kritisiert und den Arbeitgebern Erpressung vorgeworfen. Die Konzernmutter wolle lediglich niedrige Abfindungen durchsetzen, so Heike.

    Neuer Eigentümer fährt harten Sparkurs

    Das Traditionsunternehmen Fleischmann musste in den vergangenen Jahren bereits Standorte in Nürnberg und Dinkelsbühl schließen. Anfang der 1990er-Jahre hatte Fleischmann noch rund 560 Mitarbeiter beschäftigt. Die österreichische Modelleisenbahn Holding GmbH, unter deren Dach auch die Marke Roco geführt wird, fährt bei Fleischmann seit der Übernahme im Jahr 2008 einen harten Sparkurs. Die Eigentümer stünden nach Procks Worten jedoch zum Standort Heilsbronn und ließen sich den Sozialplan drei Millionen Euro kosten. "Eine Insolvenz wäre billiger", so der Unternehmenssprecher. In Heilsbronn sollten neben zentralen Aufgaben auch Produktentwicklung und -management sowie hochwertige Produktionseinheiten erhalten bleiben. Montage und Produktion sollen dagegen an Standorte in Rumänien und Österreich verlegt werden.
    Kommentare 2 Kommentare
    1. Avatar von popeye
      popeye -
      Solche Meldungen sind bedauerlich, doch leider werden noch weitere folgen. Denn es gibt Hersteller von Modellbahnerzeugnissen -kleine und grosse- die verschaffen mir den Eindruck als hätten sie uns Kunden gar nicht nötig. Gerade im zur Neige gehenden Jahr habe ich diesbezüglich mehrere, dick aufgetragene Erlebnisse gehabt. Das hatte zur Folge, dass ich meine Ausgaben sehr stark drosselte und mich, zum Leidwesen auch meines Fachhändlers, im Verzicht übe.
    1. Avatar von hannes der modellbahner
      hannes der modellbahner -