Hallo Eric,
Davon kannst Du Dich gerne einmal bei mir vergewissern.
Im Prinzip würde ein Rückmelder pro Block genügen - aber Modelleisenbahnloks sind nun mal keine Präzisionsinstrumente, auch wenn der Preis gelegentlich etwas vortäuschtund darum verwende ich immer mehr als einen Melder pro Block (in beiden Richtungen befahrbare Blocks immer mind. 3 GBMs).
Zu 1. Eine Lok verändert sich mit der Zeit immer, durch Abnutzung der Kohlen/Bürsten, Fett/Oelverlust, allgemeine Alterung, Schmutz usw. Um die besten Einmesswerte zu erhalten, muss eine Lok zuerst auf Betriebstemperatur gebracht werden, indem man z.B. ein paar Runden vor dem Einmessen fährt.
Zu 2. In der Software (im Bild Software iTrain 2.0) kann man die Werte für Anfahr- und Bremsverzögerung getrennt einstellen, dito die Fahrstufensprünge (z.B. bei 127 Fahrstufen ist ein Wert grösser 1, z.B. 3 Sinnvoll.).
Diese Einstellungen hängen sehr stark von den persönlichen Ansprüchen ab, aber auch von der Art, Präzision usw. der Lok. Das muss man mit Versuchen optimieren, bis es für den Modelleisenbahner persönlich stimmt.
Erst wenn die Verzögerungen in der Lok und in der Software optimiert sind, geht man an die Einmessung ran. Eine Einmessung, besonders wenn sie in beide Richtungen erfolgen soll (kann man wählen, ich mache sie immer in beide Richtungen), dauert einige Zeit, je nach Länge der Messstrecke auch über 30 Minuten. Da das vollautomatisch abläuft, kann man in dieser Zeit aber auch etwas anderes tun, wie ich jetzt gerade mit der Beantwortung im Forum.
Loks misst man meistens nur einmal ein und erst wieder, wenn man eine Revision usw. an der Lok gemacht oder etwas anderes verändert hat. Wenn man 3 Melder pro Block nimmt, kommt es auch nicht so genau darauf an, wie präzise die Lok eingemessen wurde. Aber da das Programm die zurückgelegten Wege in Bezug auf die Zeit und Geschwindigkeit berechnet, sind eingemessene Loks sehr wichtig, damit die Ergebnisse einigermassen stimmen.
Hier das Bild der möglichen Einstellungen
NB: Bei der Geschwindigkeit trage ich die VMax, bezogen auf meine Anlage (Radien) usw. ein, also nicht die km/h des Originals. Auch im Lokdekoder stelle ich die Vmax. auf die Anlagengeschwindigkeit ein. Es ist falsch, wenn man im Decoder z.B. 230 km/h einstellt und auf der Anlage höchstens mit 100 km/h fährt (bei mir sind es höchstens 70 bis 80 km/h).
Hier das Fenster der vollautomatischen Lokeinmessung, wie sie gerade im Hintergrund am laufen ist
Freundliche Grüsse
Gian
Nachtrag: Selbstverständlich muss das Einmessgleis aber auch die Stromaufnahme in der Lok absolut sauber sein, damit eine Einmessung störungsfrei verläuft. Bleibt eine Lok bei Fahrstufen von 1 bis etwa 5 stehen, ist ein Service fällig (war bei der Lok, die ich gerade Einmesse, notwendig)



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und darum verwende ich immer mehr als einen Melder pro Block (in beiden Richtungen befahrbare Blocks immer mind. 3 GBMs).
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