Ich sehe beim Lokführer nicht nur Verschulder, sondern auch Opfer. Opfer darum, weil die Sparpolitik am falschen Ort greift. Es wird mit zu knappen Personalbestand gefahren, was der Druck auf das vorhandene Personal erhöht. Da wird alle Jahre die Arbeiszeit um ein paar Minuten oder Stunden erhöht, aber es besteht kein Bedarf an zusätzlichem Personal? Dafür hat man zu wenig Erhohlungszeit, was zur Übermüdung und zu Fehlern des Personals führt. Und wenn dann ein Fehler passiert, dann wird der letzte im Glied zur Verantwortung gezogen.
Nun muss der Lf für das ganze Geschehene alleine gerade stehen, obschon er nicht alleine schuld an dieser Tragödie ist. Er ist jener, welcher kein Anspielball mehr hat, um die Verantwortung abzugeben. Nicht so, wie seine Vorgesetzten, oder sogar der Bund. Da wird mit vollen Händen das Geld aus dem Fenster geworfen, statt dort einzusetzen, wo es nötig ist.