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Modelleisenbahn-Vereine mit Jugendgruppen, Modelleisenbahnprojekte von Schulen

Tinplate

Stellwerker
Bei Diskussionen mit Kollegen und auch im Familiären Umfeld über die Förderung des Hobby Modelleisenbahn, höre ich immer wieder von erfolgreichen aktiven Jugendgruppen in Modelleisenbahn-Vereinen und erfolgreichen Modelleisenbahnprojekten in Schulen auch mit Mädchen.


Es wäre klug dies einmal zusammenzufassen.


Ich bitte Sie in dieser Auflistung keine Vereine aufzulisten, die nur einzelne Jugendmitglieder haben, das bringt uns in der Sache nicht weiter.

Grundlage einer ersten Auflistung ist mein Beitrag beim Thema Wendezug von gestern:

Vier Beispiele:

- Schüler Modelleisenbahn Club Münchenstein (man ereignete sich, in der Loki vor ein paar Monaten, Märklin, Spur H0, Analog und Digtal)
- N-Bahn Club beider Basel (Projekt Vorsicht, Zugsdurchfahrt im Balois-Park am Aeschengraben, Märklin, Spur H0)
- Gauge 1 Model Railway Association (man erinnert sich, in der Loki auch vor einem paar Monaten, Aller Anfang ist leicht) vor Ort vor ein paar Wochen an der Modelleisenbahnausstellung in Niederhasli und vor kurzem in Burgdorf (Märklin, LGB, Spur 1)
- Jugendförderung: Ausstellung krönt den Werkunterricht von einem Lehrer an der Schule in Niederhali (Märklin, Spur H0; Analog und Digital). War auch an der Ausstellung in Niederhasli dabei

Ich werde die vier Beispiele in Auflistung in den nächsten Wochen detaillieren.

Bitte bezieht Euch nicht nur auf die Schweiz sondern auch auf das angrenzende Ausland und die Benelux-Staaten. Bitte Beschreibt die Hinweise möglichst detailliert.

Bitte unterlasst es im Moment Hinweise hier zu hinterlassen was man mit Jugendlichen machen könnte. Es geht um eine Auflistung was man mit Jugendlichen macht. Jetzt, Heute und hoffentlich auch Morgen.

Jakob
 
Guten Tag
Vielen Dank für all ihre Komplimente zum Plakat und der Ausstellung in Niederhasli.
Das Plakat ist mit der Basis KI erstellt und mit Pages ergänzt.
Die vier Clubs Modul ch 88,Modellbahnclub Bülach, G1MRA und Fremo haben einen Superjob geleistet.
Wir versuchten Spielen, Basteln in Workshops und Staunen in eine Ausstellung zu packen.Nochmals vielen herzlichen Dank, auch für die Bereitschaft dass die Besucher mitspielen und Erfahrungen sammeln durften.
Die 20 Spielmöglichkeiten für Kinder waren das Kernstück der Jugendförderung und fand seinen Abschluss einer 35 jährigen Tätigkeit im Schuldienst.
Die Anlagen und das Material wird nun in kleinen Sets den interessierten Kindern kostenlos ausgeliehen, da der Lagerraum und Spielraum anderen Aufgaben weichen muss.( Outsourcing)
Vielleicht bleiben einige Kinder an diesem spannenden Hobby hängen
Mit freundlichen Grüßen RDubath
 

Tinplate

Stellwerker
Ich habe hier ein interessanter Artikel für Euch:

Modelleisenbahn und Co.: Abgesang auf grosse Hobbys in der Online Ausgabe des Südkuriers am 3. März 2017.

Ganz wichtig sind die Tips am Schluss des Artikels für Modellbahn-Vereine!

Man muss sich eben um die Jungen kümmern, die kommen nicht einfach so und bleiben auch nicht einfach so. Dies kann so zusammengefasst werden: Ich muss mit der Jugend gehen, nicht die Jugend mit mir. Man muss den Jugendlichen eine Chance bieten sich mit ihren Ideen selber einzubringen. Auch wenn das bedeutet, die eigene Anlage abzubrechen.

Dieser Abschnitt gilt meines Erachtens nicht nur für Jugendmitglieder sondern für alle neuen Mitglieder.

Dazu bietet sich der Modulbau, der Bau von Betriebsdioramen oder Kleinanlagen an. Hier kann sich jeder individuell einbringen. Auch durch den Bau von Fahrzeugen. Man muss es nur machen. Aber von löblichen Ausnahmen einmal abgesehen, welcher Verein macht das schon. Lieber prüsten sich alteingesessene Modelleisenbahn-Vereine selbst in der jüngeren Vergangenheit und auch in der Gegenwart immer noch durch ihr grosse Anlagen mit so und so vielen Weichen und so vielen Meter Geleisen und jammern gleichzeitin über den mangelnden Nachwuchs. Das diese Zeiten vorbei sind, der gemeinsame Bau und Betrieb einer Grossanlage im Verein, ist eigentlich schon lange bekannt. Aber die Konsequenzen daraus ziehen wag man nicht, da man etwa ändern müsste, es dann nicht mehr so wäre wie die vergangenen 25 Jahre.

Hinweis: Der im Artikel erwähnte Modelleisenbahnclub Pfullendorf fährt auf Märklin Spur H0 Gleisen. Analog und Digital. Auch das ist ein Aspekt der immer wieder unter sogenannten Hobby Eisenbahner ignoriert wird. Märklin Spur H0 ist das Mass der Dinge. Pfullendorf liegt etwa 25 km Nördlich von Kreuzlingen, Konstanz und Meersburg.

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet:

plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
Um es kurz zu machen: Dass das Gros der heutigen Jugend sich nicht mehr für Modellbahnen interessiert, ist Tatsache; das Rad der Zeit dreht sich nun mal. Die Modellbahn war damals für viele unserer Generation wohl das Höchste - aber das war's dann. Tempi passati!
Eine harte Aussage, ich weiss...
 

Bastler

Teammitglied
Super-Moderator
Hoi zäme

Ja da hast du recht René, aber was stört uns das? Ich bastle in erster Linie für mich selber, weil es mir gefällt und ich werde das noch bis zu meinem Lebensende tun können, darum sehe ich hier nicht so ein grosses Problem.....und ja, die Menschen machen sich ja alles nach, was gut ist und was weniger gut ist, geht halt irgendwann unter....Aber was stört mich das?

Gruss Barni
 

Tinplate

Stellwerker
René und Barni, ihr beiden habt wohl den von mir verlinkten Artikel nicht wirklich gelesen.

Ich fass mich kurz:

Es reicht schon lange nicht mehr in den Vereinen auf Neue zu waren und zu glauben die kämen dann schon einfach so alleine.

Es ist auch schon lange vorbei, wenn Vereine oder Vereinsverantwortliche glauben, dass die Neuen ob jung oder alt dann einfach nach der Pfeife der langjährigen Vereinsmitglieder tanzen und sich dann auch noch gleich bei jedem Besuch erst die Geschichten der Klugscheisser anhören müssen bevor sie dann selber etwas sagen können.

Es gibt sehr wohl sehr erfolgreiche Jugendprojekte wenn man denn auf die Jugendlichen eingeht und ihnen auch den nötigen Freiraum und Platz gibt.


Das Hobby ist längst nicht passé bei den Jungen.

Die Jungen aber lassen sich ganz einfach nicht mehr alles bieten und ziehen schnell einmal die Konsequenzen.

Die Modelleisenbahnbahner sind nicht wirklich auf die Vereine angewiesen und ich denken auch, das die Vereine und deren Verbände seit langem nicht mehr wirklich die Interessen der Modelleisenbahner vertreten.

Bezüglich dem letzten Abschnitt bin ich übrigens nicht der Einzige der hier der Mahnfinger hebt.

Alles klar?

Im übrigen scheint der Modelleisenbahnclub Pullendorf eine erfolgreiche Jugendgruppe zu haben. Dies auf der Grundlage von Produkten aus dem Hause Märklin (Spur H0). Mit Betonung auf Jugendgruppe und aus dem Hause Märklin. Es gibt auch andere solche Beispiele. Ein weiteres folgt meinerseits demnächst.

Auch das Thema Märklin ist so eine Geschichte. Die negativen Wellen die wir sogenannten Hobby Eisenbahner gegen den Marktleader bei uns senden ist äusserst bedenklich.

So das reicht für den Moment der Massregelung von René und Barni

Jakob
 

Karli

Zugbegleiter
Hallo Jakob!

Was meinst du denn mit dem „Thema Märklin“ und den „negativen Wellen“ genau? Mir persönlich ist da nichts aufgefallen was unschön, unnett oder gar „bedenklich“ wäre.
 

plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
Auch das Thema Märklin ist so eine Geschichte. Die negativen Wellen die wir sogenannten Hobby Eisenbahner gegen den Marktleader bei uns senden ist äusserst bedenklich.
Jakob, hör bitte auf, hier in diesem Forum solchen und ähnlichen Unsinn zu verbreiten. Das ist Paranoia pur!
Weder Barni noch ich - beide praktizierende "2L=Modellbahner" - haben grundsätzlich irgendwas gegen Märklin oder Märklinisten, ebenso haben wir uns nie negativ über sie geäussert.
 

Tinplate

Stellwerker
Was meinst du denn mit dem „Thema Märklin“ und den „negativen Wellen“ genau? Mir persönlich ist da nichts aufgefallen was unschön, unnett oder gar „bedenklich“ wäre.

Die Modelleisenbahn-Fachgeschäfte zu denen ich und meine Kollegen Kontakt in der Schweiz haben haben machen alle um die 50 % oder sogar noch mehr Umsatz mit Produkten aus dem Hause Märklin.

In den Modelleisenbahnvereinen widerspiegelt sich diese Situation zumindest in der Schweiz leider nicht. Das ist auch ein Grund des Mitgliedermangels. Angebot und Nachfrage stimmen nicht überein.

Ich erlebe immer wieder despektierliche Äusserungen von Modelleisenbahner gegen Märklin Spur H0 Modelleisenbahner und Märklin Produkte. Diskussionen sind dann meist zwecklos. Das ist dem Hobby Modelleisenbahn nicht wirklich förderlich.

In Deutschland scheint mir die Situation weniger ausgeprägt.

Das Märklin System wurde zudem von offizieller Seite Jahrzehntelang ignoriert. Obschon Märklin wie Trix (Trix Express) als Firmen gemäss meinen Informationen anfänglich massgebende beim Aufbau der Normen Europäischen Modelleisenbahnen involviert gewesen sein sollen, fand man es nicht nötig, das Märklin System (Dreischienen-Mittelleiter-System, später Zweischienen-Mittelleiter-System) und das Trix Express System (Dreischienen-System) in die Normen aufzunehmen. Das Märklin System hat es dann später doch noch in die Normen geschafft, aber auch nur mit einer rudimentären Norm.

Im Übrigen macht Märklin mit seinen my world Produkten erfolgreiche Jugendarbeit, beansprucht den Einstieg in das Hobby Modelleisenbahn auch für sich und überlässt dieses Thema nicht einfach nur BRIO. Der neue Eigentümer Simba Dickie weis da sehr genau wie man neue Kunden gewinnt.

Zur Jugendförderung: Märklin und seine Produkte betrachte ich als ganz Wichtig. Es muss aber nicht immer Märklin sein, aber die Voraussetzungen sind so weniger gut. Mit Märklin meine ich Heute nicht nur Spur H0 sondern auch LGB.

Jakob

René, leg doch nicht jedes Wort auf die Goldwage. Danke schön.
 

Karli

Zugbegleiter
Danke Jakob für deine Antwort auf meine Frage.

Bei mir in der Nähe gibt es eigentlich nur noch ein Fachgeschäft für Modelleisenbahnen. Und da wird tatsächlich überwiegend Märklin verkauft, denke ich mir.

Die Produkte von Märklin mag ich, mögen wir alle. Betreffend irgendwelcher Normen und dem "Märklin-System" ist mir nichts bekannt. (Das lese ich zum ersten mal.) Ist das wirklich wichtig? Entscheiden sich nicht die meisten Käufer für ein Produkt? Und bleiben dem ein Leben lang treu? Egal ob Roco (Hallo Urs!) oder Fleischmann (Hallo Alex!) man hat was man hat.

Was Nachwuchs- und Jugendarbeit betrifft ist diese "my world" ganz gut geeignet. Dazu preislich sehr kundenfreundlich günstig. Finde ich gut.

Mit LGB wäre auch ich - als Z und H0 Fan - glücklich, jedoch schreckt mich der exorbitante Preis ab. So 4'500 Dublonen für eine simple Dampflok ist zumindest für meinen Geldbeutel kaum stemmbar.

LG Karli
 

Tinplate

Stellwerker
LGB teuer? Sorry, da muss ich einmal kurz intervenieren.

LGB 70503 G Startset Baustelle: Franken 251.95, Euro 229,98
LGB 70403 G Dampflok-Startset: Franken 387.95, Euro 335,29

Zum Vergleich:

Märklin 029469 H0 Digital-Startpackung Moderner Rangierbetrieb DHG 700 der DB: Franken 297,95, Euro 163,87

Das ist meines Erachtens günstig für diese Grösse, der Spur IIm oder eben der Spur G, und es stammt aus dem Hause Märklin. Piko hat ergänzende sehr günstige Produkte. Die Preise stammen von Conrad Schweiz, Conrad Deutschland und Härtle Deutschland. Warum bei der Spur H0 Anfangspackung mit der DHG 700 zwischen der Schweiz und Deutschland eine so grosse Preisdifferenz ist kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn ich mich auf das hören Sagen beziehe was so Modelleisenbahner für das Hobby im Jahr ausgeben, dann ist das nicht wenig. Bernd Lenz sage vor Jahren einmal von mir etwas beschönigt bezüglich der Spur 0: Ich kann einem Kunden eine Lokomotive pro Jahr verkaufen, denn er braucht noch einmal so viel Geld für die passenden Wagen und das passende Zubehör (Geleise, Häuserbausätze und dergleichen für den Anlagebau). Das sind den schnell einmal Franken / Euro 3000.- pro Jahr.

Zum Vergleich: Diese Franken / Euro 3000.- entsprechen ziemlich genau dem Betrag den Eltern für die Windel eines Babys ausgeben bis es trocken ist und diese nicht mehr braucht. Das Hobby Skifahren oder Motorradfahren ist da auch nicht gerade günstiger. Auch solche die sich als sportlich bekennen und ein Fahrrad haben, geben da rasch einmal Franken / Euro 7000.- für ein Top-Fahrrad aus und davon haben sie dann nicht nur eines. Das das Hobby Modelleisenbahn teuer ist, ist auch so ein Ausdruck der da fehl am Platz ist im Vergleich was da andere Hobbys kosten.

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet:

plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
Wenn ich mich auf das hören Sagen beziehe was so Modelleisenbahner für das Hobby im Jahr ausgeben, dann ist das nicht wenig.
Ja Jakob, grundsätzlich ist sowohl das Spektrum wie auch der eigentliche Betrag über Ausgaben Einzelner für ihre Modellbahn eher gross.
Ich kenne mehrere Modellbahner (und ich spreche hier nicht von Sammlern), bei welchen sich unzählige Messinmodelle aller Baugrössen und aller Hersteller stapeln. Zitat: "Von diesem Wagen besitze ich mehr, als das Vorbild in Betrieb hatte!"
Andererseits kenne ich einen Modellbahner, der gibt grundsätzlich kein (oder fast kein) Geld für's Modellbahnhobby aus. Seine Devise: "Wieso teures Material kaufen? Mein Ziel ist das Basteln als solches, und das kann ich auch mit Recylingprodukten oder mit defekter Occasionware umsetzen..."
Irgendwo dazwischen liegt wohl die grosse Mehrheit.
Daraus kann man allerdings auch schliessen, dass sich die finanziellen Aufwände wahrscheinlich antiproportional zum Bastelaufwand bewegen. - Zugegeben, das ist nun sehr theoretisch, aber trotzdem...

Dein obiges Zitat über mögliche Jahreskosten macht mich nun auch in eigener Sache neugierig: Seit 1994 führe ich Buch über meine Modellbahnausgaben, aufgesplittet in die Konten Fahrzeuge, Gleismaterial, Imobilien (Modell), Landschaftsmaterial, Elektrik, Digitales, Farben und Kleber, Werkzeuge, Unterbau. Wieviel Geld ich vor 1994 für die MoBa ausgegeben habe, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.
Mal sehen, was da rauskommt ...?
 

Tinplate

Stellwerker
Ich kenne mehrere Modellbahner (und ich spreche hier nicht von Sammlern), bei welchen sich unzählige Messinmodelle aller Baugrössen und aller Hersteller stapeln. Zitat: "Von diesem Wagen besitze ich mehr, als das Vorbild in Betrieb hatte!"
Andererseits kenne ich einen Modellbahner, der gibt grundsätzlich kein (oder fast kein) Geld für's Modellbahnhobby aus. Seine Devise: "Wieso teures Material kaufen? Mein Ziel ist das Basteln als solches, und das kann ich auch mit Recylingprodukten oder mit defekter Occasionware umsetzen..."
Irgendwo dazwischen liegt wohl die grosse Mehrheit.
Daraus kann man allerdings auch schliessen, dass sich die finanziellen Aufwände wahrscheinlich antiproportional zum Bastelaufwand bewegen. - Zugegeben, das ist nun sehr theoretisch, aber trotzdem...

René, danke für diese wertvolle Aussage

Auch mit kleinen Budgets ist das Hobby-Modelleisenbahn möglich. Diese Zentrale Aussage ist ganz wichtig. Das gilt besonders für Kinder, Jugendliche wie auch Neueinsteiger.

Kinder und Jugendliche wollen ja spielen, gestalten. Da kann man viel selber machen und dabei auch viel lehren und dabei auch noch gleich viel Geld sparen.

Modelleisenbahnen zu Sammeln, Schachteln im Keller anzuhäufen, das muss jeder selber wissen. Eine Wertanlage ist die Modelleisenbahn nicht mehr wirklich.

Jakob

Kleiner Nachtrag: Es sind Franken 3‘500.- die ein Baby an Windeln kostet bis es trocken ist. Ob Franken 3‘000.- oder 3‘500.- ist hier in der Sache nicht relevant. Wichtig ist zu realisieren was das Leben sonst noch kostet. Die Kosten für die Modelleisenbahn für Kinder und Jugendliche nicht zwangsläufig entscheidend beim Aufziehen von Kindern sind. Hier der Link auf den Artikel von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) Umweltsünder Wegwerfwindel- Jeder zehnte Abfallsack ist voll mit Windeln. Ein Beitrag vom 16. August 2024.
 
Zuletzt bearbeitet:

wändi

Bahnlehrling
Interessanter Thread - gerne möchte ich auch noch meinen "Senf" dazu geben und auf einige zusätzliche Punkte hinweisen.

Ich bin Gründungsmitglied der Modellbahngruppe Furttal, die 1983 in Otelfingen eine grosse (über 125m2) Spur N-Anlage betrieb. Den Verein gibt es immer noch, allerdings unter dem Namen N-Bahn Club Watt in Regensdorf.

Zu Beginn hatten wir die Absicht, Schüler oder Lehrlinge mit dem Modellbahnvirus zu begeistern. Das funktionierte, bis diese das Alter von 18-20 Jahren erreicht hatten. Austritte wegen beruflicher Veränderung, Auslandsaufenthalte, Sport und andere Hobbies waren die Folge. In den 90er Jahren gelang es uns überhaupt nicht, neue junge Mitglieder zu finden, dafür aber Mitglieder, die damals zwischen 30 und 40 Jahren alt waren.

Nun sind wir alles alte Kläuse geworden. Mit einem Bericht in einer Regionalzeitung gelang es uns, zwei jüngere Mitglieder anzuwerben. Trotzdem ist die Mehrheit 60plus... und leider mussten wir auch schon alters- oder krankheitsbedingte Todesfälle verzeichnen. Aktuell sind wir nun noch 7 Mitglieder.

Ein Versuch, mit einer Schule einen Modellbaukurs durchzuführen, schlug fehl. Grund: Lehrer wollten am freien Mittwoch-Nachmittag nicht noch im Werkraum des Schulhauses auf die Schüler aufpassen - und den Werkraum wollte man uns nicht ohne Lehrpersonen überlassen. Irgendwie verständlich, aber nicht förderlich, um den Modellbahn - Virus zu setzen...

Bei Jugendlichen höre ich oft, dass es viel zu mühsam sei, eine Anlage zu bauen - viel spannender sei das Spiel am "Trainsimulator", da könne man eine halbe Stunde spielen und müsse sich nicht noch mit Bauen etc. beschäftigen... Am Compi zu spielen sei "viel cooler", Originalstrecken (z.B. RhB) abzufahren.

Ich habe auch kein Rezept, wie wir neue Mitglieder gewinnen können. Im Beitrag #2 (Schule Niederhasli) wird der interessanten Anlass in Niederhasli erwähnt. Wir haben extra für diesen Anlass Flyer gedruckt, um die Jugendlichen und deren Eltern auf unsere Anlage aufmerksam zu machen. Ebenfalls waren wir natürlich anwesend, um Leute direkt zu kontaktieren. Vielfach hörten wir, dass unsere Anlage sicher "ein interessantes Projekt sei", aber man möchte sich nicht noch mehr engagieren in Vereinen etc.

Das bedeutet wohl, dass irgendwann Modellbahnclubs nur noch aus Senioren bestehen und die Ära der Modelleisenbahn sich leider nur noch auf ein Nischendasein beschränkt...

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht finden wir doch noch Leute, die plötzlich Spass am Bähnlen und Bauen haben.

In diesem Sinne beste Grüsse

Andreas Wandfluh, N-Bahn Club Watt in Regensdorf
www.nbahnclub.ch
 

Tinplate

Stellwerker
Andreas,

danke für die ausführliche und aussagekräftige Rückmeldung. Ich lese mich da einmal ein und bringe dann hier im Forum einen entsprechende Antwort ein.

Von mir kommt demnächst ein Beitrag zum Thema Fahrzeugmodellbau in der Spur IIm.

1. Die Grundlage sind die folgenden Zitate aus meinen Beiträgen #1 vom 3. Juni 2024 und #7 vom 22. August 2024

- Gauge 1 Model Railway Association (man erinnert sich, in der Loki auch vor einem paar Monaten, Aller Anfang ist leicht) vor Ort vor ein paar Wochen an der Modelleisenbahnausstellung in Niederhasli und vor kurzem in Burgdorf (Märklin, LGB, Spur 1)

Man muss sich eben um die Jungen kümmern, die kommen nicht einfach so und bleiben auch nicht einfach so. Dies kann so zusammengefasst werden: Ich muss mit der Jugend gehen, nicht die Jugend mit mir. Man muss den Jugendlichen eine Chance bieten sich mit ihren Ideen selber einzubringen. Auch wenn das bedeutet, die eigene Anlage abzubrechen.

Dazu bietet sich der Modulbau, der Bau von Betriebsdioramen oder Kleinanlagen an. Hier kann sich jeder individuell einbringen. Auch durch den Bau von Fahrzeugen.

und

2. Das folgende Bild:

ECFBE8FB - Kopie.jpeg

Das Bild zeigt ein IIm Wagen für Kinder und Jugendliche wie diesen der Club Romand de chemin de Fer Miniature, CR IIm, Voie de 45 mm zusammen mit der Gauge One Model Association (G1MRA) Swiss Group präsentieren, dies im Artikel Von der Fantasie zur Realität, ein Artikel vom Willi Ramseier vom 27. Mai. 2024 in der Internetseite von G1MRA Swiss Group.

Jakob
 

Tinplate

Stellwerker
Andreas,

danke für die ausführliche und aussagekräftige Rückmeldung. Ich lese mich da einmal ein und bringe dann hier im Forum einen entsprechende Antwort ein.

Ich mache es einmal umgekehrt und mache hier eine kurze Auflistung was ich denn von einem Modelleisenbahn-Verein entweder als Aktiv- oder denn als Passivmitglied an zentralen Aktivitäten oder Angebote erwarte:

- Modularer Anlagebau, idealerweise im / auch im Zweischienen-Mittelleiter-System (System Märklin da Marktleader)
- Fahrbetrieb muss immer möglich sein, oder zumindest meistens möglich sein (Keine Dauerbaustellen)
- Vereinszeitschrift drei bis vier Mal im Jahr in Elektronischer- und Print-Version
- Regelmässige Präsenz in der lokalen Presse und lokalen Medien und den Fachzeitschriften
- Werkstatt mit Reparaturecke, Programmiergeleisen und Teststrecke und vor allem genügend Platz, dass die Ordnung gewährleistet ist und auch einmal ein paar Mitglieder gleichzeitig an etwas arbeiten können und das Material vor Ort lassen können. Beispielsweise die Jugendgruppe.
- Kaffee-Ecke mit Bibliothek und aktuellen Zeitschriften, Video, DVD, TV, PC
- Vitrinen mit wechselndem beschrifteten Ausstellungsmaterial (Keine Dauerausstellung)
- Jährlich einen Verein besuchen gehen
- Jährlich einen Verein einladen
- Jährliche Teilnahme an einer Ausstellungen als Verein
- Jährlich einen Tag der offenen Tür
- To Do Liste, wer mach was wann und mit welchen Mittel, für alle Mitglieder einsichtbar
- Liste von relevanten Mitgliedern in der ersichtlich ist in welchen Eisenbahn- oder Modelleisenbahnvereinen diese in welchen Ämtern auch noch aktiv sind (Netzwerkarbeit)
- Porträt der relevanten Mitglieder in kurzer Form (Referenzen)
- Sponsorenzug
- Verantwortlicher für Jugendliche
- Ferienpass-Aktion für Kinder und Jugendliche
- Zeitgemässes Schliesssystem des Vereinslokal, dass die Vereinsbesuche nicht auf einen fixen Abend fixiert sind
- Permanente Präsenz in den zeitgemässen Medien wie Internet aber auch Facebook, Instagram und in Modelleisenbahn-Foren als Verein
- Vereinsflyer, Souvenir-Artikel, diskretes Vereins-T-Shirt und oder -Pullover

Habe ich was wesentliches vergessen?

Jakob
 
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Guten Abend
Wow , was da alles für Ideen zusammenkommen - Super.

Ich gehe einen weitern Weg.
- Freifachkurs am Mittwochnachmittag 3 x
Inhalte
1. Kleines Modul auf Karton bauen - Malen und Begrünen
2. Modellbahn aus Holz bauen
3. Spielnachmittag mit den Modulen, zusätzlichen Gleisen und Rollmaterial Märklin Delta ( 4 Steuergeräte) und Time sauer ( 3 Stück)

Verschiedene Anlagen mit zusätzlichem Gleismaterial der Ausstellung werden GRATIS an Familien und Interessierten ausgeliehen - nach spätestens 3 Monaten findet eine Rotation statt.
Es sind im Moment 3 Anlagen unterwegs- und ich weiss von einer Familie, dass ihr Kind sehr grosses Interesse zeigt und sich an seinen Club anhängen möchte -
Wenn der Club eine Ecke für Kinder Module freischaufeln kann und dann die Züge auf beiden Anlagen fahren könnten, sehe ich eine weitere Chance.
Mal sehen was passiert
Herzliche Modellbahngrüsse

R Dubath
 

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Tinplate

Stellwerker
R. Durbath, herzlichen Dank für das Bild!

Ich lege gleich noch ein ähnliches oben drauf:

48610928uo.jpeg


Eigenes Bild aufgenommen an der Modelleisenbahn-Ausstellung in Niederhasli, zwischen dem 9. und 12. Mai 2024. Bezüglich dieser Ausstellung gibt es hier im Forum einen Beitrag Modelleisenbahn-Ausstellung in Niederhasli, 9. bis 12. Mai 2024.

Mir fällt da etwas auf am Bild von R. Durbath und dem meinen. Euch auch?

Es folgt noch ein weiteres Bild zu den Wagen die der Club Romand de chemin de Fer Miniature, CR IIm, Voie de 45 mm zusammen mit der Gauge One Model Railway Association (G1MRA) Swiss Group an der eben erwähnten Ausstellung präsentierte. Auch da fällt mir etwas auf. Ich muss da mal ein paar Telefone führen. Mal schauen was ich da für den Beitrag hier im Forum zusammenkriege.

48610929te.jpeg


Jakob
 
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