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Modelleisenbahn-Vereine mit Jugendgruppen, Modelleisenbahnprojekte von Schulen

wändi

Bahnlehrling
Hallo Jakob

Ich finde es super, wie Du auf meinen Beitrag (#16) eingegangen bist. Deine Ausführungen kann ich zu 100% unterschreiben.

Einen ganz wichtigen Aspekt ist in Deiner Antwort und im Posting von R. Dubath nicht behandelt und ich möchte diesen gerne ergänzen und bin gespannt auf Eure Reaktionen:

Finanzielle Belange eines Modellbahnclubs

Die Finanzen sind das zentrale Element, um einen Club am Leben zu erhalten. Das war bei der Modellbahngruppe Furttal (1983-1996) und dann beim N-Bahn Club Watt (1996 - heute) jeweils der Fall. Für unser erstes Clublokal (>200 m2) in Otelfingen mussten wir monatlich CHF 250.-- bezahlen und noch auf eigene Kosten den sehr grossen Dachraum isolieren. Später in Watt mussten wir bei 40 m2 rund 250.--/Monat bezahlen und aktuell sind wir mit 65m2 bei rund CHF 350.--.

Bei dieser räumlichen Grössenordnung ist es absolut unmöglich, eine Kaffee-Ecke, Vitrinen, grosszügige Arbeitsplätze etc. zu bieten. Wir haben für unsere 7 Mitglieder 2 fixe Arbeitsplätze und 1-2 mobile (situative) Arbeitsplätze und können damit gut umgehen.1-2 Mitglieder mehr könnten wir noch "unterbringen", aber dann ist Ende wegen den Platzverhältnissen. Das zeigt aber auch auf, dass wir nicht Platz für eine Jugendgruppe, so sehr dies auch gewünscht wäre, haben.

Fahrbetrieb machen wir einmal im Monat.

Mit der monatlichen Belastung (Raummiete inkl. Nebenkosten) mit 7 Mitgliedern heisst dies, dass ein Mitgliederbeitrag von monatlich mindestens CHF 50.-- notwendig ist - aber damit ist noch keine finanzielle Reserve gebildet. Wenn wir also auf 9 Mitglieder erhöhen können, haben wir dann eine Reserve von CHF 100.--/Monat oder CHF 1'200.--/Jahr. Damit könnten wir eigentlich gut leben. Zum Glück haben wir eine vorsichtige Ausgabenpolitik und haben noch eine gute finanzielle Reserve. Unsere Gahler und Ringstmeier Steuerung ist logischerweise vollständig bezahlt (>CHF 8'000.-- - 10'000.--). Diese Steuerung erlaubt es, analoge und (teilweise) digitale Loks (abhängig von den Digital-Herstellern) fahren zu lassen. Ein Mitglied kann somit zu Hause ein Digital-System betreiben und auch mit wenigen Einschränkungen auf unserer Anlage fahren.

Wir haben in verschiedenen Gemeinden, auch ausserhalb des Furttals, nach grösseren Räumlichkeiten gesucht und dabei auch Gemeindeorganisationen kontaktiert. Es ist - meiner Erfahrung nach - kaum mehr möglich, in einem Schulhaus oder Mehrzweckgebäude dauerhaft Räumlichkeiten zu mieten zu einem vernünftigen Preis.

Selbstverständlich machen wir Besuche bei anderen Clubs und laden auch Besucher zu uns ein, wobei wir auf Grund der engen Platzverhältnisse kaum mehr als 5 Personen gleichzeitig in den Raum lassen können. Eine eigene Webseite und einen Blog führen wir auch seit Jahren. Auch machen wir regelmässig Reisen, zusammen mit unseren Gattinnen. Selbstverständlich wird auch die lokale Presse miteinbezogen und unsere Flyer liegen da und dort auf.

Was uns trotz der für uns nicht vollständig realisierbaren "Wunschliste" positiv stimmt, ist die Tatsache, dass es uns immer wieder gelungen, den Einen oder Anderen als Mitglied zu gewinnen. Und vielleicht findet sich ja auch hier ein Bähnler, der sich unsere Anlage mal ansehen möchte und sich ev. zu einer Mitgliedschaft entschliessen kann.

Ich hänge noch ein paar Fotos an, damit Ihr Euch über unsere engen Platzverhältnisse ein Bild machen könnt.

Mit besten Grüssen vom N-Bahn Club Watt
Andreas Wandfluh
N-Bahn Club Watt
 

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plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
@ #18, #21 und #22

Hypothese: Der annähernd vollständige Anforderungskatalog (von Jakob) bedürfte nun der Umsetzung. Folglich würde sich nun eine erste konkrete Frage stellen: "Sind genügend Resourcen (= Geld + Personal + Zeit) vorhanden?" Spätestens zu diesem Zeitpunkt würden sich die Geister zum ersten Mal scheiden - wahrscheinlich ...

Realität: Interessant scheint mir der von Andreas und seinem Club eingeschlagene Weg; wohl im Sinne von Jakobs Gedanken, aber eher pragmatisch umgesetzt - und scheinbar funktionierts!
 
Zuletzt bearbeitet:

Tinplate

Stellwerker
Kommen wir zur Sache, dem Bau eines Spur IIm Wagens wie ihn der Club Romand de Chemin de Fer MInature (CR IIm) anbietet:

Lest einmal erst das:

Modellbahnwagen für Jugendliche in der Internetseite der Gauge 1 Model Railway Association (G1MRA), Swiss Group

Dann lest Euch doch bitte durch die beiden folgenden Artikel, sie finden sich vollständig im Netz:

Nachmachen erwünscht - ein Güterwagen entsteht, eine Reportage in der Zeitschrift Modellbahn-Schweiz

Modellbahnwagen Bau für Jugendliche, eine Reportage in der Zeitschrift LOKI

O.K. Sowohl die Zeitschrift Modellbahn-Schweiz wie auch die Zeitschrift LOKI nennen sich Magazin und nicht Zeitschrift. Aber das ist vorbildliche Pressearbeit.

Von mir nun ein paar dazugehörige Bilder:

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A0301EC8-65A2-4EBA-AA93-AC6ABDB671F8.jpeg

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D0D51ACB-596A-4CBE-9030-0EC93B7D65E7.jpeg

Eigene Bilder.

Wer organisiert denn so was? Die Mitglieder eines Vereins. Wer bereitet das denn vor? Die Mitglieder des Vereins. Wer für dann diese Kurse durch? Auch die Mitglieder des Vereins? Wer schreibt entsprechenden Artikel? Ein Vereinsmitglied der das kann. Zeit für den Modelleisenbahn-Anlagebau in der Zeit der Planung, der Mithilfe, der Pressearbeit? Wohl kaum.

Wie viele Mitglieder hat der Club Romand de Chemin de Fer Miniature (IIm)? Bitte schön, gemäss Internetseite Stand Heute: Une cinquantaine de membres, zu Deutsch: Etwa fünfzig Mitglieder.

Was kostet denn das? Wer bezahlt dies denn? Keine Ahnung. Ich finde keine Informationen, ausser diesen da:

Herzlichen Dank an Märklin und Club Romand de Chemin de Fer Miniature (IIm), in der Internetseite der Gauge 1 Model Railway Association (G1MRA), Swiss Group

Unter dem Strich nennt sich das Netzwerkarbeit und Sponsoren. Zudem sind wir wieder beim Begriff Märklin.

Märklin Spur H0 und Spur 1 beziehungsweise LGB und Spur IIm. Wie erstere generell unterschätz wird, wird auch letzteres unterschätzt. Gerade was die Familien betrifft. Die Spur IIm hat im übrigen einen höheren Marktanteil als die Spur 1 oder die Spur 0 alleine. Gewusst? Schaut mal nach in den spärlich vorhandenen Unterlagen der Verbände. Warum das so ist? Wäre einmal zu klären. Ich tippe einmal, dass die Mitgleider es schwieriger haben im Umfeld eines Familiär organisierten Vereins einzubringen und festzubeissen.

Ein Verein lebt eben nicht nur vom Bau einer Modelleisenbahn-Anlage sondern auch von dem was sie sonst noch anbieten und damit für Gönnern interessant machen. Aber damit Gönnern auch etwas Spenden, braucht es eben Netzwerkarbeit, ein einwandfreies Auftreten und Referenzen. Frei nach dem Motto das habe ich getan und das möchte ich gerne machen.

Fortsetzung folgt.

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Tinplate

Stellwerker
Sorry, oben haben sich ein paar Fehler eingeschlichen. Hier der Abschnitt hoffentlich ohne Fehler:

Lest einmal erst das:

Modellbahnwagen für Jugendliche in der Internetseite der Gauge 1 Model Railway Association (G1MRA), Swiss Group

Dann lest Euch doch bitte durch die folgenden Artikel, sie finden sich vollständig im Netz:

Nachmachen erwünscht - ein Güterwagen entsteht, eine Reportage in der Zeitschrift Modellbahn-Schweiz 28/2024 (Mai 2024)

Modellbahnwagen Bau für Jugendliche, eine Reportage in der Zeitschrift LOKI 5/2024

und

Belebung des Modelleisenbahn-Hobbys für die neue Generation, in der Zeitschrift GartenBahn 4/2024

Zitat aus dem Artikel der GartenBahn: Dank des Aufrufs an unsere Mitglieder für Spenden von Achsen und anderen Materialien sowie großzügiger finanzieller Beiträge, einschließlich der Unterstützung durch Partner wie Märklin und RMC (der RMC ist der Club Romand de Chemin de Fer miniature, auch als CR IIm abgekürzt bekannt), konnten wir 200 Modelleisenbahn-Bausätze für die Jugend vorbereiten. Diese bemerkenswerte Mobilisierung zeigt den Gemeinschaftsgeist und das Engagement unserer Mitglieder, ihre Leidenschaft zu teilen.

So, von wegen wer wissen will was das so alleine an Radsätzen gekostet hat: Franken 9.90 mal 200 = Franken 1980.- (Preisbasis LGB Kunststoff-Speichenradsatz, 2 Stk bei Zuba-Tech). Dies wurden vollumfänglich von Märklin gespendet. Ziehen wir von diesen Franken 1980.- etwa 40% ab, die Händlermarge müssen wir ja hier nicht einrechnen, hat das der Firma Märklin immer noch etwas Franken 1200.- gekostet (Quelle bezüglich der Materialspende Artikel LOKI Text Seite 42 am Schluss und Seite 45 am Anfang).

Viel Spass bei der Lektüre :tasty:

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet:

Tinplate

Stellwerker
Sorry da hat gestern ein Moderator in meinem Beitrag #24 eine Mutation vorgenommen die ich so nicht geschrieben habe kann:


Märklin Spur H0 und Spur 1 beziehungsweise LGB und Spur IIm. Wie erstere generell unterschätz wird, wird auch letzteres unterschätzt. Gerade was die Familien betrifft. Die Spur IIm hat im übrigen einen höheren Marktanteil als die Spur 1 oder die Spur 0 alleine. Gewusst? Schaut mal nach in den spärlich vorhandenen Unterlagen der Verbände. Warum das so ist? Wäre einmal zu klären. Ich tippe einmal, dass die Mitgleider es schwieriger haben im Umfeld eines Familiär organisierten Vereins einzubringen und festzubeissen.

Korrekt ist:

Märklin Spur H0 und Spur 1 beziehungsweise LGB und Spur IIm. Wie erstere generell unterschätz wird, wird auch letzteres unterschätzt. Gerade was die Familien betrifft. Die Spur IIm hat im übrigen einen höheren Marktanteil als die Spur 1 oder die Spur 0 alleine. Gewusst? Schaut mal nach in den spärlich vorhandenen Unterlagen der Verbände. Warum das so ist? Wäre einmal zu klären. Ich tippe einmal, dass die Klugscheisser es schwieriger haben im Umfeld eines Familiär organisierten Vereins einzubringen und festzubeissen.


Es gibt eine gewisse Kategorien von Mitglieder die die Vereine schleichend kaput machen. Meistens sind diese Personen die man in der Gesellschaft auch sonst nicht wirklich brauchen kann. Solche die da so tun als wüssten sie alles besser und nicht wirklich etwas beitragen, sind eine dieser Kategorien. Kommen, viel Staub aufwirbeln und dann wieder gehen, denen mann kaum ausweichen kann. Die sich vereinfacht ausgedrückt nicht wirklich zu benehmen wissen. Das ist ein ganz schwieriges Thema in den Vereinen. Ich schreibe hier aus Erfahrung. Hat man diese Personen nicht im Griff gehen dann schnell mal die Besten, auch Sponsoren reagieren empfindlich auf gewisse Personen die sich nicht zu benehmen wissen. Besonders empfindlich reagieren Eltern von Jugendlichen auf das nicht passende Auftreten von einzelnen Mitgliedern. Meines Erachtens haben viele Vereine (Vereine allgemein gesprochen) gerade deswegen viel Mitglieder verloren und haben Mühe neue zu finden.

Ich bitte den betreffenden Administrator der eine Änderung in meinem Beitrag #24 vorgenommen hat sich bei mir zu melden und mir mitzuteilen was und warum er dies geändert hat. Danke schön.

Jakob

Nachtrag in eigener Sache zu den Modelleisenbahn-Foren: Auch hier gibt es Luft bezüglich der Teilnehmer nach Oben. Auch die Modelleienbahn-Fornen haben massiv an Teilnehmer verloren. Ein Kollege von mir schätz, dass dies alleine beim MOBA-Forum in den vergangenen 10 Jahren 50% sind. Ich würde mir einmal überlegen warum das so ist. Eines sage ich Euch, die Begründung geht in eine ähnliche Richtung wie mein Beitrag oben. Er betrifft das Schweizerische Modellbahnforum zwar nicht wirklich, aber das Schweizerische MoBa-Forum. Dies hat dann die Folge, dass Modelleisenbahner statt in Foren einzubringen eigene Internetseiten gestalten oder auf andere Medien wie Instagram oder Facebook ausweichen, wo mann die Freunde selber auswählen und auch wieder aussperren kann. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Eigentliche Zensur in den Modellbahnforen ist mir und meinen Kollegen nur in Einzelfällen bekannt. Es ist aber auch schwierig dies nachzuweisen, denn das Webarchiv speichert Foren-Seiten nicht regelmässig und es ist schwierig dort zu recherchieren. zur Not kann man dies aber auch selber machen: Wayback Maschine. Dieser Beitrag, sieht vor meinem Nachtrag so aus. Das ist auch eine Möglichkeit Bilder zu sichern. Foren wo man schnell einmal rausfliegt gibt es aber schon. Das Deutsche Forum Alte Modellbahn oder das Deutsche Spur Null Magazin Forum sind bekannt dafür. In beiden Fällen haben es die Hausherren gar nicht gerne wenn man Ihren Vorstellungen wieder spricht. Aber Mutationen an Texten sind mir auch dort nicht bekannt. Hier im Form gibt es aber doch einige. Zumindest in der Zeit von Hannah. Forumsschreiber die schon länger hier dabei sind, mögen sich sicherlich noch an diese Zeit erinnern.
 
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plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
Hallo Jakob...

Wenn du schon die Korrektur des Moderators entfernen und deine Ursprungsversion wiedererstellen willst, dann mach es doch bitte auch richtig (betr. 3. Absatz in #26).

Korrigiert habe ich folgenden Satz deiner Ausführungen in #24:

Ich tippe einmal, dass die Mitgleider vom Tipp Klugscheisser es schwieriger haben im Umfeld eines Familiär organisierten Vereins einzubringen und festzubeissen [Zitat]

Fazit: Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass wir hier in diesem Forum grundsätzlich einen kultivierten Umgangston pflegen sollten und vor allem auf gewisse eher ordinäre Ausdrucksweise ganz gut verzichten können.

Immer wieder habe ich den Eindruck, dass sich zwischen den Zeilen deiner Texte eine scheinbar persönliche Unzufriedenheit manifestiert.
Ich spreche hier bestimmt für die meisten Forumisten, wenn ich diesbezüglich einmal mehr betone, dass der Modellbau allgemein und die Modellbahn im Speziellen Spass bereiten soll und insbesondere das Festhalten an dogmatischen Grundsätze nie zielführend sein kann.
Nüt für unguet!
 
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Tinplate

Stellwerker
Was seht Ihr auf diesem Bild:

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Bild von einem Kollegen aus Le Locle aufgenommen im Sommer 2024, für das Modellbahnforum von ihm zur Verfügung gestellt.

Meines Erachtens ist das ein Eisenbahnwagen vom Typ muss haben.

Eine Innenansicht lasse ich besser weg, denn dann wäre es ein Eisenbahnwagen vom Typ zu Verschrotten.

Es ist alles eine Ansichtssache. Die einen sehen das so, die anderen eben anders. Aber zu obigem Bild stellt sich schon die Frage, was sind das für Menschen die diesen Wagen noch nicht verschrottet haben.

Sind genügend Resourcen (= Geld + Personal + Zeit) vorhanden?

Die Antwort zu Deinem Beitrag #23: Für so einen Wagen wie auf dem Bild vom Typ zum Verschrotten ist bestimmt nicht wenig Geld vorhanden. So ein Ding zu haben kostet nämlich richtig Geld. Personal mit Zeit diesen Wagen zu restaurieren haben die aber bestimmt nicht.

Immer wieder habe ich den Eindruck, dass sich zwischen den Zeilen deiner Texte eine scheinbar persönliche Unzufriedenheit manifestiert.

Die Antwort auf Deinen Beitrag #27 ist nicht ganz so einfach. Schau, wenn ich die Bilder des Wagens auf dem Bild anschaue kommt mir das Kotzen. Sorry ich habe überhaupt kein Verständnis für das haben wollen von solchen Wagen. Alle Scheiben kaputt, alle Sitze kaputt und und und da es auch nicht der Einzige sich in einem erbärmlichen Zustand befindenden Wagen vor Ort ist. Ersatzteilspender? Vergiss es, es gibt genügend solche Wagen die noch als Ersatzteilspender in Frage kämen, irgendwo in der Schweiz oder im Ausland. Leider kostet aber auch die Entsorgung eines solchen Wagens ziemlich Geld.

Wenn Du das als persönliche Unzufriedenheit von mir interpretierst ist das Deine Sache. Ich finde ich drücke mich klar aus und ich habe gelernt Sachen so anzusprechen wie sie sind und nicht diplomatisch anzusprechen um nach 10 Jahren danach feststellen zu dürfen wir sind eher einen Schritt nach rückwärts gegangen als denn mehrere nach vorne.

Andreas, vom N-Bahn Club Watt, hat sich meines Erachtens auch klar verständlich hier im Beitrag eingebracht, das ist nicht selbstverständlich und ich ziehe den Hut. Auf der Grundlage seiner Aussage kann man aufbauen.

Zeit haben?

Ich würde mir einmal überlegen wie viele in unseren Vereinen strukturbedingt gehindert werden etwas zu machen. Das zu wenig Geld haben ist noch nicht einmal die Frage. Brauchen wir nicht, die Andern haben das auch nicht. Ende der Diskussion. Zwei möchten was machen und hätten auch Zeit dafür, Acht finden das nicht nötig.

Es gibt genügend Beispiele was freiwillig geleistet wird, nicht nur in der Jugendarbeit. Es sind sehr sehr viele Stunden. Man muss es nur zulassen und sich von Anfang an bewusst sein was denn die Konsequenzen im Verein sein könnten. Ich meine jetzt nicht was denn die Konsequenzen sein werden wenn man es denn nicht macht, sondern wenn man es denn macht.

Konsequenzen sind Beispielswiese, Bildhaft gesprochen, dass sich ein neuer auf einen unseren warm gesessen Stuhl setzt. Wollen wir das wirklich? Meine Erfahrung zeigt: Nein das wollen wir nicht. Neue Mitglieder ja, aber es soll sich bloss keiner in mein Gärtchen setzen.

Auf was will ich heraus:

Wir hätten genügend Nachwuchs wenn wir den uns um sie kümmern.

Es gibt auch genügend neue die da für den Verein in Frage kämen und bleiben würden. Auch die über 18 jährigen würden bleiben wenn wir Ihnen denn der nötige Freiraum geben, denn ansonsten gründen die nämlich einfach einen neuen Verein. Bitte schön: Modell Bahn Club Bern.

Warum wir denn keine haben?

Weil wir nicht in der Lage sind diese zu Integrieren.

Das ist das eigentliche Problem, denn auch ich hatte zwischen 15 und 35 jährig (und auch danach) nicht wirklich eine Modelleisenbahn Pause weil etwa gleichaltrige Kollegen von mir damals ganz einfach einen neuen Verein gründeten und deren gab es damals viele. Weil die uns schon damals nicht wirklich als Aktivmitglied haben wollten in den bestehenden Vereinen, wenn wir nicht nach Ihrer Pfeife tanzen.

Diese Problem kenn man auch von kleinen und mittleren Unternemen. Es ist ganz schwierig ein Unternehmen von der alten an die neue Generation zu übergehen. Es ist nicht selbstverständlich wenn so ein Schritt reibungslos verläuft.

Jetzt etwas positives. Die beiden folgenden Fotos stammen von einem Kollegen:

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Wagen vom Typ Werner Rohr, Eisenbahn Modell Club Hindelbank (EMCH), Spur 0, gebaut etwa 50 Stück mit Kinder um 2010.

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Wagen vom Typ einer Person die ihren Namen lieber nicht hier lesen möchte, Spur H0, gebaut etwa 50 Stück mit Kinder und Jugendlichen um 1995 und noch einmal so viele selber.

Zu diesen Wagen, Modelleisenbahn Fahrzeugen, später noch einmal.

Mein „Mittag“ ist jetzt fertig darf wieder weiterarbeiten.

Jakob
 
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Tinplate

Stellwerker
René

Glaub mir, Modelleisenbahn Schrottmodelle einigen sich ausgezeichnet für die Modelleisenbahn-Anlage. So kann man die Modelleisenbahn Modelle weiterverwenden, die man nie und nimmer wegwerfen würde, selbst wenn diese noch so kaputt sind. Beispielsweise an einem Ort wo man nicht so genau weis wie zu gestalten. Hinein ein flackerndes Licht und unter den Wagen ein WLAN Lautsprecher mit Punkt oder Technomusik, darum herum ein paar dunkle Gestalten mit nur leicht angezogenen Girls im Massstab 1:87, ein kaputte Autos und sonstigen Abfall und die Verwandschaft wird fasziniert sein.

Versprayte Modelleisenbahn-Wagen kann man sogar neu kaufen: Versprayter SBB Cargo Schiebewandwagen Hbbillnss in H0 von Piko. Was es nicht alles gibt :spineyes: .

Jakob
 

Karli

Zugbegleiter
Auch Märklin hat beispielsweise mit 44831 solch ein "bespraytes" Modell im Angebot:

IMG_0128.jpeg
 

Tinplate

Stellwerker
So verspraytes Rollmaterial oder Schrott sind dankbare Motive für unsere Jungs.

Beiliegend ein ausgezeichnetes Bild zum Thema von einem Kollegen, dass ich hier veröffentlichen darf:

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Er hat das Bild im Märklin Museum in Göppingen diesen Frühling aufgenommen.

So kann jeder sein Schrott Material auf der Anlage entsorgen und es macht auch gleich noch einen guten Eindruck.

Jakob
 

Tinplate

Stellwerker
Ein kleiner Einschub aus einem Wochenendgespräch:

Hier gibt es ja einen älteren Beitrag zum Thema C-Trak Tischmodul für Märklin Modelleisenbahner. Ich setze einmal den Inhalt dieses Thread als bekannt voraus.

Über das Wochenende wurde mir eine Zeitschrift des Modelleisenbahners vom Oktober 2024 hinübergereicht. Diese Zeitschrift hat mit Stand Oktober 2024 gemäss den Mediadaten von GeraNova eine gedruckte Auflage von 46882 Expemlaren. Darin steht auf der Seite 84 ein interessanter Artikel zum Thema Hobbymesse Leipzig 2024, die Nachwuchsarbeit steht im Fokus.

Darin ist das Modulsystem Le Module Junior erwähnt, dass seinem Ursprung in Frankreich im Jahre 2003 hat.

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Dieses System soll nach mehr als zwanzig Jahren Förderung der Europäischen Jugenarbeit und Zusammenarbeit in die Normen des Verbandes der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas (MOROP) aufgenommen werden.

Kennt jemand dieses Modul-System?

Hier die wichtigsten Links zum Thema:

- Modellbahn-AG ein seit zehn Jahren bestehendes Projekt der Grunschule Oberlauchringen, Deutschland

- Le Module Junior, deutschsprachiger Auszug aus dem Magazin der jungen Modelleisenbahner der UAICF
- Das Heft der Normen, das Junior Modul, in deutscher Sprache

UAICF: Rassemblement Module Junior, Modélisme & Patrimoine Ferroviaire - Union Artistique et Intellectuelle des Cheminots Français

Hier noch der Link auf die Französische Originalseite:

- Le site officiel du Module Junior®

Jakob
 
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Bastler

Teammitglied
Super-Moderator
hoi Jakob

Interessanter Hinweis. Ist die Seite noch aktiv? Die letzten Magazinbeiträge datieren von 2017. weisst du mehr?

Gruss Barni
 

Tinplate

Stellwerker
Interessanter Hinweis. Ist die Seite noch aktiv? Die letzten Magazinbeiträge datieren von 2017. weisst du mehr?

Barni, ich verstehe nicht was Du meinst. Lies doch einfach was ich geschrieben habe.

Kennt jemand dieses Modul-System?

Wer weis mehr? Es kann doch nicht sein, dass ein solches Modulsystem, dass für die Jugendförderung in mehreren Länder seit nun 20 Jahren verwendet wird, bis jetzt bei uns (in der Schweiz) einfach so unter dem Radar durchgeflutscht ist.

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet:

plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
Hallo Jakob

Grundsätzlich interessant, was du uns in #33 vorstellst. Ich habe vorab nur die deutschsprachige Version des 'le module junior' angeguckt!

Sowohl im 'Le Module Junior, deutschsprachiger Auszug aus dem Magazin der jungen Modelleisenbahner der UAICF?' (von 2014!) wie auch im 'Das Heft der Normen, das Junior Modul, in deutscher Sprache' sind Bauanleitungen für ein Modulsystem vorhanden. In vorgenannten deutschsprachigen Publikationen werden primär der Bau von Modulen von A-Z (vertieft) beschrieben, ebenso sind einige schöne Bilder gut gelungener Module zu finden, m.E. alles Werke gestandener und erfahrener Modellbahner... aber im Grossen und Ganzen nichts, das die zukünftige "Modellbahnwelt aus den Angeln" heben würde.

Zudem: Was ich in den übersetzten Publikationen weder im System von 'Le Module Junior' bzw. noch in dessen Philosophie finden kann, ist ein konkreter oder sogar tiefer gehender Hinweis auf eine weiterführende spezifische Jugendarbeit bzw Jugendförderung. Einzige Bemerkung: - ich zitiere - [...zum andern aber auch der Austausch zwischen den Jugendlichen, Erwachsenen, Neulingen oder Betreuern, welche das gemeinsame Hobby sowohl in Vereinen als auch auf der europäischen Landkarte fortführen.].

Nun, dank deinem Beitrag habe ich immerhin zu Kenntnis nehmen dürfen, dass innerhalb der unzähligen Modulsystemen in der europäischen Modellbahnlandschaft eines existiert, das mir bis dato unbekannt war. Man hat nie ausgelernt - ich selber würde aber, wenn schon, nach wie vor die FREMO-Module (und Philosophie) bevorzugen!

N.B. Gelegentlich werde ich wohl auch die französische Originalseite durchlesen...
 

Tinplate

Stellwerker
Ich habe da etwas interessantes gefunden:

17. Plattform der Kleinserie in Bauma am Wochenende vom 11. bis 13. Oktober 2019. Der Beitrag im Forum Alte Modellbahnen beinhaltet am Anfang des Beitrages #2 ein interessantes Bild dort steht drauf 25 Kinder, Budget 20‘000, Wir suchen dringend für die Jugendarbeit Gönner, Spenden, Sponsoren.

Schaut man etwas genauer hin steht da auch geschrieben Bärets und modellbahn- . Gibt man dies in Google ein kommt das:

Modellbahn-Treff Bäretswil

Mir schient ich habe davon auch schon gehört. Das spielt jetzt aber nicht eine Rolle sonder das folgende Zitat aus der Internetseite (unter für Eltern):

Seit Ende 2017 besteht in Bäretswil der einzige Schweizer Modellbahn-Treff nur für Kinder. Inzwischen haben über 72 Kids im Alter von 8 bis 15 Jahren aus dem Zürcher Oberland an der Entstehung dieser Modellbahn-Grossanlage mitgewirkt.

In einem 60 m2 grossen Werkraum mit Tageslicht und Heizung entsteht in zahlreichen Bauetappen eine Grossanlage der Nenngrösse N (Massstab 1:160). Zur Zeit haben wir die 1., 2. und 3. Etappe praktisch fertig, die 4. Etappe steht im Rohbau. Die grosse Schlucht, mit ihren sechs Brücken, zwei Spiraltunnels und drei Felsgipfeln ist ein richtiges Meisterwerk.

Das Erlebnis Bauen steht im Vordergrund. Kinder, die gern basteln, mit Holz arbeiten oder kreativ gestalten, finden eine sinnvolle Freizeit-beschäftigung. Gerade in einer Zeit, in welcher der digitale Konsum auch in Kinderhänden allgegenwärtig ist, wird ein solches Angebot von Eltern umso mehr geschätzt.


Der einzige Schweizer Modellbahn-Treff nur für Kinder? Nein ist er nicht. Da ist es klug zu realisieren wie wenig wenig wir über das Thema Jugendarbeit zum Thema Modelleisenbahn wissen. Denn es gibt zumindest auch in Basel, genau genommen in Münchenstein ein ähnlich gelagerter Verein. Der Schüler Modelleisenbahn Club Münchenstein (SMCM).

Noch ein Zitat von der Seite des Modellbahn-Treffs in Bäretswil (unter für Kids):

Schraubst, hämmerst und sägst du gern? Dann bist du bei uns richtig. Wir sind ein inzwischen recht grosses Team mit Ronald, dem Leiter des Modellbahntreffs, und vielen weiteren Kids im Alter von 8–15 Jahren. Du kannst beim Basteln auch neue Freunde aus der Region finden.

Wir treffen uns am Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag. Optional sind Dienstag.

Gefahren wird bei uns mit einer Smartphone-App. Wir haben ein vom Internet unabhängiges W-Lan. SIM-Karte nicht erforderlich. Du steuerst deinen Zug drahtlos mit dem iPod, Tablet oder Handy. Wir haben im Modellbahn-Treff mehrere moderne iPhones, die benutzt werden können.


Bin gespannt auf Eure Reaktion.

Jakob
 

wändi

Bahnlehrling
Hallo zusammen
Ich habe auf Grund des Beitrages #37 die Webseite des Modellbahn-Treffs in Bäretswil angeschaut und bin begeistert, dass dieser Treff seit 2017 besteht und sich weiter entwickelt. Das Vorgehen ist ein tolles Zeugnis für Jugendförderung.

Interessieren würden mich aber:
- wie wird die Anlage finanziert?
- Wie hoch sind die Kosten für das Lokal?

Der Leiter ist ein Jugendarbeiter und wird logischer- und richtigerweise von der Gemeinde entschädigt. Daher sicher auch die sehr attraktiven Öffnungszeiten, die ein privater Verein kaum realisieren kann. Selbst als Pensionierter habe ich z.B. noch weitere Hobbies (z.B. Golfspielen - auch hier ist Jugendförderung ein grosses Thema...), Enkelbetreuung etc. etc.

Aber ganz herzliche Gratulation an die Gemeinde und den Leiter. Spannend finde ich, die Einbindung der Jugendlichen in Assistenzleiter, Kernteam etc. Da wird "Führung" auf einfache Art und Weise vermittelt - Super.

Gruss
Andreas
 

Tinplate

Stellwerker
Andreas, danke für Deinen Beitrag, aber:

Der Leiter ist ein Jugendarbeiter und wird logischer- und richtigerweise von der Gemeinde entschädigt.
Diese Aussage kann ich so nicht nachvollziehen, wenn ich die Presseseite des Modellbahn-Treff Bäretswil beachte.

Dort wird nämlich geschrieben, wie dieser Modellbahn-Treff finanziert wird und das dies dem Initiator gleich durchaus noch ein paar Tausender pro Jahr an Defizitdeckung kostet. Die Gesamtkosten betragen je nach Quelle zwischen Franken 12000.- und 20000.- pro Jahr.

Jakob
 

wändi

Bahnlehrling
Danke Jakob, die Finanzierungshinweise ich übersehen.

Es ist aber doch ersichtlich, dass es immer eine Frage des Geldes ist, ein solches Projekt zu starten und weiterzuführen. Dass sich der Initiator selbst auch noch mit namhaften Beiträgen engagiert, ist sicher eine Ausnahme und verdient Bewunderung und Applaus.

Gruss Andreas
 
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