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analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Gereon

Gereon

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So 05.02.2012
 
Hallo Fangemeinde,
heute erlaube ich mir mal eine Frage in die große Runde zu stellen, in der es sich um analoge Fahrstraßenschaltung geht.
Ich habe defakto den folgenden Gleisplan bereits umgesetzt. Lediglich die Weichen 1 und 2 sind ohne Antrieb, da es sich hier um eine Einbahnstraße handelt.



Alle Anderen haben die standardmäßigen Antriebe. Zur Anwendung kommen hier Weichen der Hersteller Minitrix und Roco. Beide benötigen je Schaltvorgang 0,5 A (!) als Herstellerangaben. Die Energieversorgung wird mittels Trafo 16V/75VA (ist vorhanden) sichergestellt. Weiterhin kommt in jede Weichenzuleitung ein Kondensator.
Die dafür notwendige Schaltmatrix habe ich schon aufgestellt, doch bei mir als Techniker haperts noch etwas an der elektrischen Vorstellung mit den Dioden.



Kann man mir hier helfen, wie ich die Schaltung aufbauen muss und wie das ganze dann möglichst verständlich aufgebaut und gebaut werden kann. Technische Dinge sind nicht das Problem, sondern nur die Anordnung der Dioden und der Anzahl der Dioden. Wo kommt der Kondensator hin.
Allem vorgeschaltet ist ein Gleichrichter, damit ich aus der Wechselspannung eine Gleichspannung machen kann.
Die Antwort kann hier erfolgen oder per PN. Sollte jemand aus München mir dazu die Antwort geben können, würde ich mich gerne mit Ihm treffen, da ich in München mein Büro habe, aber im Ostallgäu wohne.
 

Gruß und einen schönen Sonntag

Gereon
 
teddych

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hallo Gereon

Da hast du ja schon eine weitentwickelte Lösung.

Was ich mir vorstellen könnte: Zwei Platinen mit vorgedruckten Längsleiterbahnen im Sandwich, davon eine Platine um 90 Grad gedreht. Dann hast du die Matrix und dazwischen als Sandwichinhalt die Dioden.

Um auch im Nachhinein noch etwas daran ändern zu können würde ich die Platinen möglichst weit auseinander montieren.

Nun habe ich aber noch eine Frage: Für was sollen die Kondensatoren gut sein? Dann kann ich dir auch sagen wie du sie einbauen musst.

Gruss
Teddy
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Meine Planungssoftware-Kritik
 
Gereon

Gereon

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hallo, und danke für die erste Antwort

Di Kondesatoren speichern die Energie. Das heißt, ein Weichenantrieb benötigt je Umschaltvorgang 0,5 A. Wenn ich im ungünstigsten Fall 8 Weichen gleichzeitig umschalte, benötige ich in der Leistungsspitze 4 A. Dieses kann ich in den Kondensatoren puffern und habe diese dann sicher zur Verfügung. Weiterhin bringen die Kondesatoren eine Spannungserhöhung um ca. 15 bis 20%. Damit wird das ganze noch betriebssicherer. Dieses war mal in einer Ausgabe von dem N-Bahn-Magazin anno 2008 oder 2009 zu lesen. Daher bin ich auf die Schaltung gekommen und habe die im Hinterkopf behalten. Weiterhin bringt der Gleichstom vorteile: ich habe keine 30% Blindleistung wie beim Wechselstrom. So kann ich die Eingangsspannung am Gleichrichter um 30% Erhöhen um in der Gleichspannung die volle Leistung zu erzielen.

Für weitere Frage stehe ich gerne zur Verfügung.

Gereon
 
teddych

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hallo Gereon

Sehe ich das richtig, nach dem Trafo möchtest du einen Brückengleichrichter mit Kondensator einbauen?

Gehe ich richtig in der Annahme, dass du Weichenantriebe mit Spulen hast? Haben diese eine Endabschaltung?

Generell ist eine Spule ausgelegt für eine Gleich- und/oder Wechselspannung. Wobei die maximal zulässige Gleichspannung üblicherweise tiefer ist als die maximal zulässige Wechelspannung. So gibt es z.B. Relais, die mit 24V= betrieben werden können oder auch mit 230V~. Der Unterschied ist beinahe Faktor 10! Jede Spule hat ihre eigenen Maximalwerte, und auch ihren eigenen Faktor.

Zurück zum Weichenantrieb: Angenommen ein Weichenantrieb ist für 16V~ ausgelegt. Dann hat der Weichenantrieb vermutlich bereits bei ca. 8V= (Angenommen: Nur Faktor 2) die maximale zulässige Gleichspannung erreicht (teste doch deinen Weichenantrieb mal mit einem Regelbaren Netzteil, wann schaltet er?). Du möchtest nun deinen Weichenantrieb mit ca. 25V= betreiben (Gleichgerichtete, geglättete 16V~ Nennspannung/ca. 19V~ Leerlaufspannung. Der Weichenantrieb wird dir sicher zuverlässig schalten, das ist schon so. Du betreibst das Teil aber auch weit über der Spezifikation. Mit einer Endabschaltung ist das normalerweise kein Problem, aber wehe diese funktioniert nicht.

Gruss
Teddy
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Doppeltraktion
 
Gereon

Gereon

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Bitte etwas Zeit lassen, ich muss dazu etwas skizzieren und schreiben. Bin aber momentan schon im Büro auf Arbeit.

Gereon
 
Gereon

Gereon

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hallo ins Netz,


ich verwende Weichenantriebe mit und ohne Endabschaltung, als normale Doppelspulenatriebe, an anderer Stelle ohne Kondesator mit C..... Weichenmotore. Auf jeden Fall kommen ausschließlich nur Taster oder Momentkontaktgeber in Frage. Alles andere scheidet aus, da ich ein gesundes Misstrauen zu den Endabschaltungen habe.

Aus diesem Grund kann ich auch mit der Schaltspannung auf die Maximalspannung gehen und die Wechselspannung und Steigerung durch den Kondensator berücksichtigen um den Grenzwert auszureizen. Taster verhindern Dauerbetrieb.


Dieses werden wir auch auf einer anderen Modellbahnanlage versuchen auszureizen. Wir brauchen ja nur den Taster festzuhalten und die Spannung zu messen, die am Schaltelement (Doppelspule oder Motor) ankommen wird.


Gruß an alle im Forum
 
modellstrassenbahn

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hallo Gereon

Ich kann dir wahrscheinlich helfen.

Ich schalte auch Weichen mit Kondensatoren

Weicheschaltung analog.jpg

Wichtig: Ich Rate dringend diese Schutzdioden z.B. 1N4001 400Volt anzubringen, sobald an die Anlage Elektronische Teile angeschlossen sind. Bei einem reinen Relaisbetrieb kann man die Dioden vernachlässigen.
((Beim abfallen der Spulenspannung erzeugt die Spule selber eine Spannung bis 20x der Nennspannung in umgekehrter Richtung der Pole. Mit der Schutzdiode wird diese Energie dann abgebaut, es braucht keinen Widertstand.))

So kann eine solche Schaltung aussehen.

Weicheschaltung analog Print.jpg

Die Widerstände sind etwas zu gross (3W) ich hatte gerade nichts anderes. 0,5 Watt 1000 Ohm tuts auch.
Weicheschaltung analog Print2.jpg

Wenn du noch ein Rückmelde Element brauchst musst du mir das sagen. Ich bin gerade dabe solche herzustellen.

Ich verstehe deine letzte Zeichnung "Matrizze" nicht so ganz, ich bin mir nicht sicher was du damit sagen willst. Ich weis nicht was du mit den Wxx meinst.
Aber ich hab solche Schalt Dioden Matritzen schon gemacht.

Liebe Grüsse, Rolf
 

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modellstrassenbahn

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hi Gereon

Die obige Schaltung geht allerdings nicht bei deinem Schattenbahnhof.
Aber ich mache dir einen Plan, weil mich dein Thema fasziniert.
Was du da machst ist aber nicht eine "Fahrschaltung" sondern eine Matrizzenschaltung.
Eine Fahrschaltung funktioniert immer mit Relais die nach logik "gesetzt" werden,
kommt der Zug am Ziel an werden alle Relais wieder "zurückgesetzt, reset" und dann fällt die Schaltung ab.

Die Schaltung kann so nicht funktionieren. :confused: Schau mal auf meine.
Kannst du das prüfen und alle mal durch gehen, korrigieren und neu einstellen?

Ich habe Mühe die Weiche 3 zu verstehen "WGX" was ist das :) bin überfragt.

Weichenschaltung Diodenmatritzze1.jpg

Liebe Grüsse, Rolf
 

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Gereon

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Danke an alle, ich werde mir das mal Überlegen müssen und nachvollziehen können. Ich werde mich mit dem Thema weiter befassen und stelle vorab schon mal die nächste weitergehende Frage in das Netz:

Was ist wenn ich Weichenmotore von C....... den Elektronikhandel in Deutschland verwende.

Die brauchen wenige Sekunden Spannung und Strom.

Gruß
 
modellstrassenbahn

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Hallo Gereon

Ich denke du stehts vor zwei Problemen

1. Die Weichenmatrizze

2. Die Weichenschaltung

Egal wie du die Weichen schaltest, ohne korrekte Matrizze wird es nicht funktionieren.

Schau so mache ich das mit den Magneten un Kondensatoren.
Du kannst den Widerstand der die C aufladen tut am Anfang auf 1kOhm setzten.
Es kommt auf die Schalthäufigkeit darauf an

Gereon Weichenschaltung.jpg

Grüsse, Rolf
 
Gereon

Gereon

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AW: analoge Fahrstraßenschaltung: Hilferuf

Danke erst mal für die Hilfestellung. Ich habe heute angefangen den Rahmen zu bauen und habe die ersten Leitungen eingebaut.

WGX Hier steht das X für die Weichennummer, G für Gerade (Analog dazu das A für Abzweig) und W für Weiche.

Gleise 1 bis 3 haben Weichen ohne Antrieb, das heißt hier kann nur in der Einbahnstraße gefahren werden. Die Züge schneiden sich die Weiche selber auf und belassen die in der Stellung. Der andere Zug macht gleiches. Da kann ich nicht spitz befahren. Das Risiko der Entgleisung ist zu groß. Morgen werde ich mal weiter machen, wenn nichts anderes dazwischen kommt. Dann will ich auch mal ein paar Fotos von dem Verhau bringen, der mein erste ist und garantiert optimierungsbedarf enthält.

Die Sache mit den Schaltplatinen schaut sehr gut aus und das will ich mir im Auge halten ohne dabei die Sicht zu verlieren.

Dennoch danke an alle die bisher dazu beigetragen haben. Es sind sehr interessante Gedanken dabei und sicherlich auch welche die ich bei den nächsten mit in Angriff werden will.

Liebe Grüße und gute Nacht.
 
Gereon

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Hallo,

ich habe den Rahmen gebaut, die Bauteile eingelötet und es funktioniert.


An der Bauform könnte optimiert werden, wird es sicherlich auch aber momentan sind Einzugsarbeiten der neuen Partnerin mit Kücheneinbau in Eigenbau angesagt.

Gruß auch an alle
 
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