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Eduard Isenring der Erfinder von MAS 60 ist gestorben

Nr. 13465

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In diesen Tagen ist Eduard Isenring im Alter von 90 Jahren gestorben. Eduard, meist unter den Vornamen Edi angesprochen, hat die Schweiz spezifische Spur H0 Modulnorm MAS 60, im Zusammenhang mit seiner Arbeitstätikeit mit der heute nicht mehr existierenden Lehrstellwerkanlage im Ausbildungszentrum der SBB im Löwenberg bei Murten, in den 1980er Jahren "erfunden".

Eine grössere Verbreitung fand diese Norm jedoch bis heute nicht. Wohl adaptierten einzelne Verein diese Norm für die Spur H0m, aber auch hier ist bis heute kein entscheidender Durchbruch ersichtlich. Dies liegt meines Erachtens wohl auch daran, dass in der Anfangszeit dieses Modulsystem wohl etwas zu kontrovers diskutiert und inszeniert wurde. Mir ist mindestens eine Ausstellung in Kerzers in Erinnerung mit nicht vorbildgerechten Superknoten und vielen grauen Modulen ohne Landschaft und einem störungsanfälligen Betrieb. Es ist bis heute zudem auch nicht gelungen dieses Modulsystem von Edi Isenring als Person zu emanzipieren.

Christoph

Weblinks zum Thema:
- Verein zur Erhaltung und zum Weiterbetrieb der Modellbahnanlage Löwenberg (EWML) EWML
- Dokumentation NEM933/2 CH Anlage Module MAS 60 https://www.morop.eu/downloads/nem/de/nem933-2CH_d.pdf
- Hinweis im HAG Forum Schweiz Edi Isenring, gestorben am 14.11.2019 - HAG-Forum
 
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Christoph, das ist wirklich eine traurige Nachricht. Edi, ein äusserst lieber und angenehmer Kollege, grosses Fachwissen und überall engagiert - er wird uns fehlen!

Zur Frage der Modul-Normen: Seinerzeit waren nun mal die Normen der Fremo bereits weiterentwickelt, sowohl in technischer wie auch in betrieblich/allgemeiner Hinsicht (Betriebskonzept, Gestaltung usw.). An die Ausstellung in Kerzers mag ich mich übrigens gut erinnern; ob der damalige eher nicht überzeugende Auftritt einen direkten Zusammenhang mit den MAS 60-Normen hatte, möchte ich allerdings bezweifeln.

Das Material des EWML ist zusammen mit dem Material des DESM (Dynamisches Eisenbahnsystem Modell) zur Zeit im Berner Seeland eingelagert. Ab morgen Samstag wissen wir vielleicht mehr darüber, wie es weitergehen wird...

Gruss, René
++
 
Nr. 13465

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René,

der damalige eher nicht überzeugende Auftritt und auch einzelne weitere derartige Ausstellungen in der Anfangszeit mit Superknoten und dergleichen sind mutmasslich nicht der entscheidende Grund, dass das Modulsystem MAS 60 nicht zu einer grösseren Verbreitung gefunden hat.

Der wirkliche Grund ist mutmasslich ein anderer:

Wir haben in der Schweiz im Gegensatz zu anderen Länder und beispielsweise zu FREMO auch Heute noch keine Ausstellungskultur die das Modulsystem MAS 60 und auch andere Modulsysteme übergeordnet über längere Zeit fördern oder in der Vergangenheit gefördert haben.

Es gibt nämlich sehr wohl hier ein paar die nach MAS 60 bauen, und anderswo gibt es auch noch welche.

Es wäre eigentlich an einem Verband so etwas an Ausstellungen zusammenzubringen. Aber in den vergangenen 20 oder sogar 30 Jahren ist mir nichts bekannt, dass in diese Richtung etwas Konkretes unternommen wurde.

Sämtliche diesbezügliche Bemühungen waren seitens Privat oder einzelner Vereine.

Noch einen schönen Abend wünscht

Christoph
 
Bastler

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Hoi Christoph

Deine Analyse mag zutreffen. Aber ist es den wirklich wünschenswert, bzw. warum bedauerst du das Fehlen einer Ausstellungskultur? Was wuerde es dir denn bedeuten, am Wochenende X mit irgendwelchen Hobbykollegen schnell eine Riesenanlage aufzubauen die (wie z.B. bei FREMO) nicht einmal öffentlich zugaenglich ist?

Gruss Barni

ps: bezueglich MAS 60 war doch die Idee genial (mal abgesehen vom biz komischen Superknoten): durch die geometrische Aufteilung brauchte man weder gerade noch gebogene Module, was einem freizuegigen Aufbau sicher entgegen kam
 
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teddych

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Hallo zusammen

Es gibt ja verschiedene Normen für Module. Man kann sie toll finden oder weniger. Wirklich begeistert hat mich bisher noch keine, aber alle haben irgendwie ihren Reiz.

Beim MAS 60 hat mich vor allem irritiert, dass die zweispurige Strecke nicht genormt ist:
Bei mehrspurigen Gleisen muss die Lage der weiteren Schienenstränge bekannt gemacht werden.
Eher lustig finde ich:
Gleisradius = 140 mm
Wenn ich die Geometrie nachrechne komme ich auf 1039 mm, gerundet auf 1040 mm. Das wiederum finde ich sehr ansprechend.

Ich bin von den Modulen wieder weggekommen, noch bevor ich damit begonnen habe. Auch weil dies vor allem die Welt von Zweileiter-Modellbahnern ist.

Gruss
Teddy
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Bastler

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Hoi Teddy

lustig, das mit den 140 mm ist mir gar nie aufgefallen; mein Kopf hat wohl automatisch cm gedacht.

Gruss Barni
 
Nr. 13465

Nr. 13465

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Hallo zusammen

Ja, die verschiedenen Modul-Systeme, alle werden wohl ihren Vor- und Nachteil haben.

Ich denke der Erfolg eines Modulsystems hängt im Wesentlichen davon ab, wie dafür lobbyirt wird. Wer hinter dem Modulsystem steht und wie konsequent dies, zumindest was die Schnittstelle betrifft, auch umgesetzt wird.

Was in der Schweiz schon auffallend ist, dass sich nirgends ein Modulsystem wirklich etablieren konnte. Trotz Verband, trotz der heute nicht mehr in der ursprünglichen Form existierenden Suisse Toy und der vorangehenden Messe Modell und Hobby in Bern oder der FAMA in Bulle in der Westschweiz.

Es gibt in der Schweiz sogar Vereine die nach einer bestimmten Norm gebauten Module fest installiert haben. Bei den 1989 gegründeten Modulbau Freunden Basel (MFB), die sowohl H0m wie H0 Module haben, deren Modul-System mir aber leider nicht bekannt ist. Oder in Fräschels beim Modelleisenbahn-Klub Seebezirk bei dem MAS 60 Module, doppelspurig, festmontiert wurden.

Teddy, es gibt auch Modulsysteme für Wechselstrom-Modelleisenbahner (Märklin-Modelleisenbahner, auch Digital). Nur scheinen diese in der Schweiz wenig verbreitet. Die 1980 gegründeten Eisenbahnfreunde Ostermundigen (EFO) haben entsprechende Wechselstrom-Module (Digital-Module) die ich in Burgdorf gesehen habe. Ob diese aber dem Verein gehören, oder Privat sind weis ich nicht, auch nicht welchem Modul-System sie entsprechen.

Barni, es braucht keine Riesen-Modulanlangen um an einem bestimmten System Vereins- oder Personenbezogen Spass zu haben. Ein Bahnhof von einem Verein, ein paar Streckenmodule vom einem anderem Verein, ein anderer Bahnhof von Privat und vielleicht noch ein Fiddle-Yard. Das braucht in der Spur H0 nicht wirklich viel Platz und ist sicherlich in einem Tag aufgebaut und ein paar Stunden wieder abgebaut.

Noch einen schönen Tag wünscht.

Christoph

Hier noch zwei interessanter Link zum Thema:
- Da gibt es FREMO Modelleisenbahner die haben die Jagsttalbahn im Modell in der Spur H0e nachgebaut: :: Thema anzeigen - H0e Jagsttalbahntreffen in Elfershausen 31.10. - 3.11.2019
- Die Jagsttalbahn-Website: Die Jagsttalbahn-Website


Meine Baustellen mit Stand November 2019 im Modellbahnforum:
- Es geht wieder aufwärts mit dem Hobby Modelleisenbahn - Modellbahnforum.CH
- Workshop gemeinsam Autos zurüsten - Modellbahnforum.CH
- Spannungswandler - Modellbahnforum.CH
 
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