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Güterwagen verwittern / weathering

On3

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#21
Lieber René

Durchaus gelungen deine Verwitterung!

Vor 30 Jahren war dies wohl das Höchste der Gefühle! In Europa kamen damals die ersten europäischen Modelle von Ferro Suisse mit dem berühmten Singerfinish auf den Markt. Dieser Stil war geprägt von amerikanischer Modellbahnern wie John Allen.

Heute wird der Einfluss der Plastikmodellbauer immer wichtiger. Material und Technik sind für uns zunehmend massgebend.

Ich freue mich auf deine Inputs! Ich selber werde einen weiteren K2 von Brawa verwüsten. Dieser Wagen wir ohne Bremserhaus ausgeführt sein. Wie ich vorgehe werde ich hier Schritt für Schritt erklären.

Gruss
Marc
 

plusplus

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#22
Guten Tag allerseits

Bis anhin habe ich vor allem gedeckte und offene Güterwagen (mit Planken) verwittert. An solchen Modellen geht’s relativ einfach von der Hand. An einen Kesselwagen habe ich mich erst ein einziges Mal gewagt. Ich habe diesen Wagen im Auftrag für eine Drittperson gealtert, daher ist er nicht in meinem Besitz. Dieser Wagen ist alles andere als dezent verwittert - er wurde von mir bewusst "verunstaltet" und dürfte beim Vorbild in solchem Zustand keinesfalls eingesetzt werden!

_b_Kesselwg8 zep.jpg

Näheres zum Patinieren/Verwittern demnächst hier, sobald es das Wetter zulässt... :D

Gruss, René
++
 

On3

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#23
Lieber René

Der Kesselwagen gefällt mir sehr! Bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass solche Wagen durchaus im Einsatz sind.
Leider verhilft uns das aktuell Wetter nicht zu einem Beitrag deinerseits :ch::ch::ch:

Liebe Grüsse

Marc
 

On3

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#24
Kollegen
Nun will ich mal grob und in Stichworten mein Vorgehen aufzeigen.
Erster Schritt beim Brawa K2 ist das Zerlegen. Dieser Vorgang geht eigentlich ganz einfach.
SBB_K2_10.JPG



Nun wird das Dach mit Sicken ausgerüstet. Sind wir mal ehrlich, wir sehen von unseren Modellen in der Regel die Dächer, oder? Einfach 6 kleine Polystyrol-Profile aufkleben und fertig.

SBB_K2_11.JPG

SBB_K2_12.JPG

SBB_K2_13.JPG


Sieht doch bereits vielmehr nach K2 aus, finde ich.

Es geht bald weiter....

Gruss
Marc
 

plusplus

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#25
Hallo Kollegen

Bevor Marc mit seiner Anleitung weiterfährt und ich dadurch meinen letzten Mut zur Publikation verliere, erlaube ich mir meinen Beitrag hier reinzuschieben. Um den thread nicht zu überladen, sind meine praktischen Ausführungen im der angehängten Datei <180421 Patinieren Gwg*pdf> zu finden. Die nachfolgend abgebildeten Wagen sind gemäss diesen Ausführung patiniert worden.

_b_2x K2 verwittert.jpg
Bei beiden K 2 ist das Drybrushing der Untergestelle zu stark ausgefallen. Grundpatinierung (einfärben und abwischen) beim Wagen rechts stärker

_b_1x K3 und 1x K4 verw.jpg
Beim K 3 sieht man rechts des Tores drei "neue" Planken (und fehlende Pufferteller :thumbsdown:)

_b_2x K3 verwittert.jpg
Zwei K 3, dezent patiniert, Drybrushing an den Untergestellen zu stark ausgefallen. Beachte die verschiedenen Achslager-Bauarten

_b_1x Gs und 1x Oppeln verw.jpg
Der DB Gs wurde nur mit Pulverfarbe bearbeitet, der DB "Oppeln" wurde bewusst stark verwittert

_b_2x Om Kohle verw.jpg
Zwei offene Wagen aus dem Kohlezug. Beim Omm 51 ist die linke Achsbüchse "entgleist".

Nun geht's ans korrigieren: Insbesondere die z.T. stark ausgeprägten Untergestelle und Achslager muss ich noch mit Pulverfarbe oder stark verdünnter Acrylfarbe etwas abtönen (über Lösungsmittel nur wasserlöslich).

René
++
 

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On3

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#26
Lieber René

Sehr schöne Wagen, mir gefallen die Wagenkasten und die Dächer! Das Drybrushing an den Fahrwerken ist – wie du selbst bemerkst – etwas zu stark ausgefallen. Gutes Drybrushing wird durch den Betrachter kaum aktiv wahrgenommen. Es werden nur die Kanten mit einem hellen Farbton betont.

Beispiel am Lager eines Güterwagens

ohne

Fahrwerk_2.jpg

mit

Fahrwerk_3.jpg

Liebe Grüsse
Marc
 

plusplus

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#27
Salü Marc

Super, genau so sollte es sein! :thumbsup:

Als ich meine Fotos mit den "drygebrushten" Achslagern sah, traute ich zuerst meinen Augen nicht. Denn beim Einsatz auf der Anlage fällt dieses Manko viel weniger auf. Möglicherweise wurden durch die Anwendung des 'selektiven Scharfzeichnungsfilters' im Fotoshop die eisenfarbigen Abriebe unverhältnismässig hervorgehoben (?).

Auf eine farbliche Korrektur bzw. Nacharbeitung dieser Achslager kann ich jedenfalls nicht verzichten. Und jetzt soll das Wetter wieder schön und warm werden, oh je ...

Gruss, René
++
 

On3

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#28
Lieber René

Die Bearbeitung von Fotos ist wieder eine Wissenschaft für sich. Ich kann dazu nicht viel sagen, aber was ich weiss, man sollte mit Scharfzeichnungsfilters, unabhängig des Programms( Fotoshop, GIMP usw.), sehr vorsichtig sein. Zudem ist es ratsam die Filterfunktion als letzten Bearbeitungsschritt anzuwenden und eventuell das Bild mehrmals in kleinen Schritten zu schärfen.

Gruss
Marc