• Wenn dies dein erster Besuch hier ist, lies bitte zuerst die Hilfe durch. Du musst dich vermutlich registrieren!, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke oben auf 'Anmelden oder registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche dir einfach das Forum aus, das dich am meisten interessiert.

Güterwagen verwittern / weathering

hannah

hannah

Zugchef
Mitglied seit
30. Okt 2019
Beiträge
720
Alter
64
Guten Morgen in die Runde,

hier noch ein universelles Outback-Rezept für Reptilien aller Art, vom australischen Überlebensspezialisten Malcolm Douglas von den Aborigines übernommen:

In einem Erdloch Holzfeuer entfachen und niederbrennen lassen. Auf die Glutreste das ungehäutete Reptil legen und anschliessend mit heisser Erde abdecken. Nach ca. 45 Minuten das Gargut ausbuddeln, Haut abziehen und verzehren. Ist quasi im eigenen Saft schonend gegart.

Für unseren Kulturkreis empfehle ich die Zubereitung im Smoker und grüße freudlich aus dem schlangenfreien Tornesch

Hannah

1590561336348.png
smoker
 
hannah

hannah

Zugchef
Mitglied seit
30. Okt 2019
Beiträge
720
Alter
64
aber sowas würden WIR sicher nie essen ...
Hallo René,

wir sicher nicht, aber sonst gibt es auch in Mitteleuropa gewöhnungsbedürftige Spezialitäten.

Erwähnen möchte ich die winzigen Fische aus dem Hafenbecken, die in Marseille am Stück fritiert als Knabbergebäck auf den Tischen der Bistros am Hafen stehen. Ihre Herkunft ist ebenso gesundheitlich bedenklich, wie ihr Geschmack und die "zähneknirschende" Konsistenz.
Bei der Bevölkerung in den kleinen Hafenorten gelten Seeigel als Spezialität:
Frisch aus dem Meer gepflückt werden ihre Innereien mittels kleiner Löffel durch die gemeinsame Fress- und Ausscheidungsöffnung geschabt und dem Mund zugeführt.

Skandinavier wiederum geniessen Lachs, den sie mit Kräutern und in Stoff gewickelt, im Erdreich vergraben, seiner Fermentierung überlassen. Das gibt's auch in Dosen, bei deren Öffnung Schutzkleidung und Brille ratsam sind. (Überdruck durch Faulgase) Immerhin hier besteht Bezug zum Thema Alterung/Weathering.

Ich flunker nicht. Alles aus Höflichkeit schon verzehrt und auf die kulinarische Negativliste gesetzt - auch Austern und Kaviar.
Wahrend Erstere nach Nichts ausser Meerwasser schmecken, besticht Zweiter durch traniges Fischhautgout. Beiden gemein ist die glibberige Konsistenz.

Dazu passt, dass zu jeder dieser kulinarischen Finessen passend Hochprozentiges aus der jeweiligen Region ein Muß ist. Im Süden wird der Geschmack der Spezialitäten mit Anis im Sprit übertüncht, im Norden mittels Kümmel. Nur die Ostslaven belassen es bei geschmacksneutralem Korn-, bzw. Kartoffelbrand; dafür aber literweise.

Kulinarisch bodenständige Grüße aus Tornesch

Hannah
 
Zuletzt bearbeitet:
Rufi

Rufi

Rangierer
Mitglied seit
3. Mai 2017
Beiträge
46
Alter
56
In St. Peter Ordning und in Husum lernte ich Krappen essen, schmeckte mir und meine Vater sehr, die Mutter verabscheute jedoch alles aus dem Wasser - leider ist das bei meiner Frau auch der Fall.
Aber René meinte wohl eher die Krokodile wegen den gleichnamigen Lokomotiven und dass wir Eisenbahner sie daher nicht verspeisen :)
 
plusplus

plusplus

Lokführer
Mitglied seit
3. Mrz 2016
Beiträge
530
Alter
70
Nun, über's Essen und Trinken, kulinarische Highlights und absolute "no gos" könnten wir uns wohl noch tagelang unterhalten. Wir sollten aber diesen thread 'Güterwagen verwittern / weathering' nicht zu sehr verwässern. Zudem: Verwitterte Esswaren könnten uns über Stunden bis Tage am Basteln hindern ... :sick:
 
hannah

hannah

Zugchef
Mitglied seit
30. Okt 2019
Beiträge
720
Alter
64
@Rufi
Unter den Frutti di Mari kommt der Krabbe insofern eine Sonderstellung zu, weil sie klein, "wurmmässig" daherkommt. Sie wird aber nicht roh verzehrt und reiht sich geschmacklich den sonstigen Schalentieren an. Diese sind zweifelsohne ein Hochgenuß!

In diesem Kontext meine Empfehlung: Königskrabbe.

Ansonsten schließe ich mich nun René an: Schluß - basta - aus mit Off Topic.

Fressbäringrüße aus Tornesch

Hannah
 
Oben Unten