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Hannah | Fahrzeugbau | #008 Gepäckwagen PWnh-19

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Guten Abend in die Runde,

in gewohnter Manier (#007) beginne ich nun mit der Dokumentation zum Bau meines Gepäckwagens.

Einleitung:

In seinen Außenabmessungen maßstabsgenau zu den Originalzeichnungen, liegt der Schwerpunkt des Modelles auf seinen Funktionalitäten:

Gefederte Radsätze und Puffer, kulissengeführte Hakenkupplungen, bewegliche Schiebetüren in den Stirn- und Seitenwänden und Stromabnahme über Radscheiben, Rollenlager und Messing-Längsträger.

Sandwichbauweise aus Messingblech 0,3 mm (Aussen) verklebt mit Eichenfurnier 1 mm (Innen) stellt den authentischen Wagenkasten dar, der auch eine Inneneinrichtung aus Holz im Zugführerabteil bekommen wird.

Mit Ausnahme derjenigen Teile, die mangels Werkstattausrüstung nicht selbst gefertigt werden können, entsteht das Modell aus natürlichen Werkstoffen im vollständigen Eigenbau. Praktischer Nebeneffekt sind die geringen Materialkosten.

Hier die verwendeten Zurüstteile:

GWnh-19_Kaufteile_Spende.JPG

Aus einer verbastelten Italienerspende (POLA) rettete ich die MOOG-Kulissen und arbeitete sie auf.
Radsatzhalter, Federpakete, Federpuffer und Rollenlager stammen aus dem Hause dcc4you.
Einzige Kunststoffteile sind die Kupplungsschächte und Radsatzhalterstege.

Eine Auswahl der Vorbildrecherche:

Packwagen_02_Original.jpg

pwi30_original.jpg

(Die Rechte beider Aufnahmen liegen bei > www.donnerbuechse.eu <)

hannah-pwi28-2.jpg

hannah-pwi30-2.jpg


Aus H0-Zeiten steht ein neues, schön detailliertes Modell von ROCO als 3-D-Vorlage zur Verfügung:

Gepaeckwagen_Muster_ROCO.jpeg
Allerdings sind die Durchgangs- und Gepäckwagen von ROCO mit Vorsicht zu
geniessen, was die Vorbildtreue angeht.

Viel Spaß und freundliche Grüße Tornesch

Hannah
 
hannah

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Planung / Konstruktion:

Anhand der Vorlagen fertige ich zu Beginn Handskizzen der einzelnen Baugruppen:

GWnh-19_Rahmen_Skizze_2019_10_26.jpg

GWnh-19_Wagenboden_Skizze_2019_10_26.jpg

GWnh-19_Seitenwand_2019_11.jpeg

GWnh-19_Stirnseiten_2019_11.jpeg

Endgültige Ausführung und Abmessungen der Baugruppen ergeben sich während des Baus. Sie können aus fertigungstechnischen Gründen leicht abweichen. Absolut bindend sind jedoch die effektiven Aussenmaße, bzw. die Vorgaben der NEM.

Die vorliegenden Originalzeichnungen:

hannah-pwi28-1.jpg
(PWi 28)

Hannah-pwi30-1.jpg
(PWi 30)

Wichtig ist auch, dass der Gepäckwagen wie aus einem Guß zum Durchgangswagen passt:

DB_fertig.jpeg


Der Weg zum fertigen Modell ist auf der langen Strecke mühsam:

"Mache einen Plan und sei ein helles Licht, mache einen zweiten Plan, am Ende geh'n sie beide nicht"
(Berthold Brecht)
 
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Fahrgestell / Rahmen / Wagenboden:

Erster, kritischer Schritt ist die Darstellung der Längsträger mit den Radsatzhaltern und Federpaketen. Abweichungen zur Skizze/Zeichnung sind hier obsolet:

PW_Laengstraeger.jpeg
(Längsträger mit Federpaketen und aufgesteckten Rollenlager)

Die Radsatzhalter werden auf die plane Seite des Messing-U-Profils 5 x 2 mm gelötet. Auf der Schmalseite werden die Federböcke an passender Stelle auf das Profil gelötet. Sie sind aus MS-Blechstreifen 2 mm gebogen. Als Vorlage diente ein OSM-Fahrwerk.

Somit sind die Federpakete über Schaken beweglich am Träger befestigt.

Mit UHU Hart werden die Träger nun auf den Wagenboden aus Bristolkarton 1 mm geklebt. Stabilität bringen die Querträger aus Kieferquadratstab 5 mm, die wie auch die Kulissenführungen ebenfalls geklebt werden:

PW_Rahmen_Links_oben.JPG

PW_Rahmen_Links.JPG

PW_Rahmen_Links_detail.JPG
Detailaufnahme mit Kulisse, Bremsbacken, Generator, Schalter und Kasten

PW_Rahmen_Rechts_detail.JPG
Detailaufnahme mit Schaltern, Bremshydraulik und Druckbehälter

Teile der Bremsanlage sind nach Gusto plaziert und entsprechen nicht dem Vorbild. Die Bremsanlage kann der Kulissen wegen nicht vollständig installiert werden und ist aus der Perspektive beim Anlageneinsatz des Wagens eh' nicht einsehbar. Oben Hui - Unten Pfui ist hier mein Motto.

Von Oben sieht das Ganze dann so aus:

PW_Wagenboden.JPG
Drähte zur Stromversorgung der Innenbeleuchtung, an den Längsträgerinnenseiten angelötet.

Stromabnahme, Laufeigenschaften und Kuppeln/Entkuppeln konnten erfolgreich getestet werden. PECO Code 124 2nd radius (1.020 mm) und Links/Rechtsweiche werden sicher passiert.

Was jetzt noch fehlt sind die Trittbretter und Wagenkastenstützen, deren endgültige Position aber von der Gestaltung der Wagenkastenseiten abhängt. Bis dahin ist die Baugruppe auf der Teststrecke aufgegleist und harrt ihrer weiteren Verwendung.
 
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Wagenkasten-Stirnseiten:

Bei den Vorbildern war der Wagenkasten aus Blech Innen mit Holz verkleidet, was bei diesem Modell authentisch dargestellt werden wird. Mit Messingblech 0,3 mm werden die Blechwände dargestellt, auf die Innen Eichenholzfurnier 1 mm aufgeklebt wird.

Besonderheit der Stirnseiten ist, dass sie doppelwandig gefertigt werden müssen, damit funktionsfähige Schiebetüren verbaut werden können. Diese laufen Innen in Messing-U-Profilen 2 x 1 mm. Das sieht dann so aus:

PW_Stirnseiten_Innenseite.JPG
Eine Stirnseite bereits mit Innenverkleidung aus Holz


Und nun die Aussenseite:

PW_Stirnseiten_offene_Tuer.JPG
Stirnseiten mit offener Tür................................


PW_Stirnseiten_geschlossene_Tuer.JPG
................. mit geschlosssener Tür.

Verglasung mit Polystrol 0,3 mm, Leitern aus CU-Draht 0,9 mm und Haltegriffe aus CU-Draht 0,3 mm.

Die Scherengitter fehlen noch - aber Gut Ding will Weile haben.

Jedenfalls funktionieren die Schiebetüren ohne Beanstandung und sind sicher einmalig unter allen, bisher existierenden Modellen dieses Gepäckwagens. Sie machen sicher auch die eine oder andere, verrutschte Niete und die rustikalen Leitern wett. Letztere sind im Original nämlich aus Flachblech geschweisst.

Nächste Herausforderung sind die Seitenwände der schmaleren Stirnseite. Darüber später mehr.
 
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Stirnseiten mit Scherengitter

hier nun die Stirnseiten, Eichenfurnier verkleidet, mit Scherengittern und Übergangsblechen, Alles aus Messingblech 0,3 mm und Kupferdraht 0,3 mm. Mit Fliegengaze stellte ich die Riffeloptik des abgeklappten Übergangsbleches dar.

Bilder sagen mehr als tausend Worte:

PW_li_offen.JPG
Geöffnete Scherengitter, abgeklapptes Übergangsblech

PW_li_schraeg_01.JPG

PW_re_schraeg.JPG
Scherengitter geschlossen, hochgeklapptes Übergangsblech

PW_re_schraeg_oben.JPG

DSCF1589.JPG
Stirnseite rechts, Innenseite mit Eichenfurnier.

An den Außenseiten ist das Furnier 1 mm schmaler als das Blech, weil die Seitenwände durchgehend verkleidet werden. Somit sind die Wände des Wagenkastens später innen bündig.

PW_li_innen_50%.JPG
Stirnseite links, mit Eichenfurnier verkleidet.

Mit 3,5 Millimeter Wandstärke gesamt, entspricht in 1:1 157,5 Millimeter, dürften die Stirnwände nahe am am Vorbild liegen. Tricky wird später das Lackieren der Teile.

In der Länge nicht ganz maßstäblich ist das abgeklappte Übergangsblech mit seinen 18 Millimetern. Der Grund dafür ist, dass die Bleche sich im gekuppelten Zustand überlappen sollen um Verhakeln im Bogen zu vermeiden. (Eigentlich wie beim Vorbild)

Die Scherengitter hingegen schließen bündig mit den Puffern ab und werden sich der Kulissenführung wegen nicht gegenseitig ins Gehege kommen.

Wie Oben schon einmal erwähnt, geht es mit den Seitenwänden des schmalen Wagenteils weiter. Der Schräge und des Dachüberstands wegen wird das sicher kniffelig.

:kratz:
 
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Wagenkasten - schmale Seite:

Die Schräge und die Dachabdeckung, bedingt durch die Verjüngung des Wagenkastens, waren echte Herausforderung in der Umsetzung.

Jedoch, es gelang und Alles ist gut:

PW_Seite_li_01_50%.JPG

PW_Seite_links_vertikal_50%.JPG

Die Tür ist aufgesetzt und auf ihr wiederum aufgesetzt der Schloßbeschlag.

Für Türdrücker und Haltegriff an der linken Kante gibts es Bohrungen, 1 mm, zum Nachrüsten von Griff und Drücker nach abschliessendem, farblichen finish.

Stumpf verlötet sind die Messingteile, mit UHU Hart verklebt die Innenverkleidung aus Eichenfurnier:

PW_Seite_li_Innen_50%.JPG
(UHU Hart Reste werden nach Aushärtung noch abgeschiliffen)

Aufgrund der erfolgreichen Vorlage fertigt sich die andere Seitenwand quasi im Handumdrehen.

Aus Freude am Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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Rollenlager:

Ganz vergessen hatte ich das Thema Rollenlager. Deshalb hier der kleine Nachtrag zum Fahrgestell.

Bei Lieferung verfügen die Rollenlager über eine Lagerbuchse für Achsstummel 1,2 mm,

PW_Rollenlager_original.jpeg

womit die vorgesehenen LENZ-Radsätze mit Achsstummel 2 mm nicht passen.
Da hilft nur das Entfernen der Originalbuchse und Aufbohren des Lagers (3 mm):

PW_Rollenlager_aufgebohrt.jpeg

Aus Messingrohr 3 mm entsteht die neue Lagerbuchse:

PW_Rollenlager_Umbau.jpeg

Voilá - passt scho!

Hier noch die Buchsen im Vergleich:

PW_Rollenlager_Lagerbuchsen.jpeg

Nach dem Einlöten wird die neue Buchse vorsichtig mit der Schlüsselfeile auf korrekte Länge geschliffen.

Frei nach Professor Knox (Fix und Foxi): "Dem Ingeniöör ist nichts zu schwöör" :kratz:

Auch Walt Disneys Daniel Düsentrieb und sein Helferlein inspirieren mich in dunkler Konstrukteursstunde.

:kaffeetrinker_2:
Dem Plan zufolge geht es demnächst mit den Seitenteilen des Wagenkastens weiter.
 

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Wagenkasten, Seitenteil links, (Brainstorming)


In das Seitenteil aus Messingblech 0,3 mm sägte ich die Fenster- und Laderaumöffnungen. Nur Aufgesetzt ist die Tür für das Hundeabteil - wir wollen nicht übertreiben.

Jeweils links der Laderaumöffnung sind Anschläge aus MS-L-Profil 2 x 2 mm angelötet. In MS-U-Profilen 2 x 1 mm werden die Schiebetüren geführt. Oben erfolgte der Abschluß mit der Dachtraufe aus Regenschirm-Halbprofil 3 mm. Mit Nadel und Uhrmacherhammer stanzte ich die Nietenoptik. Noch erscheint sie etwas grobschlächtig, was sich aber nach dem Farbauftrag gibt

Auswahl_011.jpg

Die Türanschläge entstehen aus MS-U-Profil 2 x 2 mm, in das ein Messingnagel 1 mm eingelötet ist. Für die fälligen Haltegriffe und Schließhaken für die Schiebetüren werden Bohrungen 0,8 mm gesetzt, umd die nachträgliche Montage zu ermöglichen, welche erst nach Farbauftrag erfolgen soll.

PW_Seitenwand_li_Stopper.JPG

Die Darstellung der Dachtraufe und der Türstopper erforderte intensives brainstorming bei gleichzeitiger Sichtung der Bastelressourcen. Aber - Alles ist gut und die Schiebetüren funktionieren bestens. :kaffeetrinker_2: ***

Morgen kann die rechte Seitenwand gefertigt werden, die sich in der Fensteranordnung leicht unterscheidet.

Wenn Alles gut geht, gibt es demnächst den Bericht über den fertigen Wagenkasten.


*** "Kaffeee fertig" mit eau de vie framboise.
 
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Guten Tag in die Runde,

weil ich zwischendurch und chaotisch-spontan einen Ausflug in den (Schmalspurdampflokbau 0e) unternahm, ging es hier erst Gestern wieder weiter.

Vorhandene Teile wurden farblich und mit Klarlack behandelt. Neu entstanden ist die Innenverkleidung der ersten Seitenwand des Wagenkastens. Aus Messingdraht 0,5 mm bastelte ich die Vergitterung der Gepäckabteilfenster. Für's Fenster im Zugführerabteil brauchte es nur einen Griff aus Federstahldraht 0,3 mm, von Aussen sichtbar. Verglast wurde mit transparentem Plastikabfall.

Aussenwand aus Messingblech und Innenwandteile aus Eichenfurnier wurden mit UHU Hart verklebt. Zeitlich sehr aufwendig ist die farbliche Behandlung der Schiebetüren, weil sie dauernd bewegt werden müssen damit die Farbe nicht verklebt und die Funktion behindert.

Nun einige Eindrücke der Chluetterei:

IMG_0002.JPG
Seitenwand mit geschlossenen Schiebetüren............

IMG_0006.JPG
.............dito mit geöffneten.

Wackelige Stellprobe:

IMG_0004.JPG

IMG_0003.JPG

Für Heute, aus Freude am Modellbau, freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah


Uuups: Die Wand steht natürlich verkehrt 'rum, sie gehört eigentlich nach Vorne.
 
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Guten Morgen in die Runde,

die vergangenen Tage war ich fleissig; der Wagenkasten ist bis auf Farbe Aussen und Griffstangen etc. fertig. Zeitaufwendig war die Gestaltung der Inneneinrichtung. Der Vorraum erhielt den Hundekäfig und das WC. Durch eine angedeutete Tür geht's in das Zugführerabteil.

PW_schraeg.JPG
(Gepäckabteil mit geöffneten Schiebetüren)

PW_Bodendielen.JPG
(Dielenoptik in Graukarton 0,3 mm geritzt - "manueller Lasercut")

PW_Hundeabteil.JPG
(Käfig aus Kantenschleifgitter)

PW_WC_Fenster.JPG
(WC-Fenster, oben auf Kipp, aus 3 Lagen Transparentpapier)

PW_WC_Tuer.JPG
(WC-Tür aus Graukarton 0,3 mm mit Griff und Schlüsselloch)

PW_Regal.JPG
(Blick durch das Zugführerabteil-Fenster auf das Regal unter dem Hochsitz für den Zugführer)

PW_Zugfuehrer_am_Schreibtisch.JPG
(Zugführer am Schreibtisch "bei der Arbeit")

PW_Draufsicht.JPG
(Das Ganze von Oben, in das Loch kommt später die LED fürs Zugführerabteil)

Ein skaliertes Bild auf Karton geklebt ergab das Regal und der Zugführer ist ein "Billig-Chinese" mit Kartonmütze und blauer Farbe auf "DB" gequält. Leider wird von der ganzen Mühe beim fertigen Wagen nicht viel zu sehen sein, aber Spaß hatte ich trotzdem.

Des Kunstlicht wegens sind die Aufnahmen suboptimal und die Bildmenge/Beitrag ist erreicht, weswegen Fortsetzung in der nächsten Antwort erfolgt.

Aus Freude am Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 

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Guten Morgen in die Runde,

weiter geht's mit dem Detail "Treppe zur Aussichtsplattform des ZF":

PW_Treppe.JPG
(Treppe mit linkem Teil des Regals - Tageslichtaufnahme)

Jetzt noch ein Überblick bei Tageslicht, der Farbgebung wegen:

PW_Tageslicht.JPG

Bei soviel Mühe für die Inneneinrichtung wird als Nächstes noch ordentlich Ladegut gebastelt, bevor es mit Konstruktion und Bau des Daches weitergehen kann.

Aus Freude am Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah

Zwischenruf:
"finescale" erreicht die Darstellung des Wagens nicht, dafür ist er aber seiner Funktionalitäten, Details und verwendeten Materialien wegen sehr authentisch.
 
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Hallo Hannah

Frei nach Simmel: Es muss nicht immer "FineScale" sein ...

Ich sehe auch so, dass mit diesem Projekt schlussendlich ein auch zu den Donnerbüchsen passender 'Einheits-Pw' entstehen soll. Gefällt mir :thumbsup:
Aus der Dachform schliesse ich, dass du die Bauart 28/29 gewählt hast; mit durchgehendem unteren Trittbrett. Sollte demnach (beim Vorbild!) nicht nur mit Donnerbüchsen, sondern auch mit preussischen Abteilwagen und/oder Einheitsabteilwagen einsetzbar sein - oder täusche ich mich?

Relativ gleichmässig sind die Nietenimitationen ausgefallen! Ist nicht ganz einfach mit der 'Handgelenk x Pi'-Methode...
 
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Relativ gleichmässig sind die Nietenimitationen ausgefallen!
Hallo René,

in Messingblech geht das ganz gut. Nietenreihenlinie ordentlich anreissen, dient später als Führung für die Stanznadel. Für gleichmäßigen Abstand mit feinem Filzstift die Teilstriche anzeichnen, in diesem Fall 3 mm:

Auswahl_016.jpg

Die angerissene Nietenlinie führt die Stanznadel in der Geraden und verhindert dadurch Parallaxenfehler.

Mit der Vorbildbauart liegst Du richtig, wobei ich aber keine durchgehenden Trittbretter anbauen werde. Nach meinen Vorbildfotos gab's die Wagen auch mit einzelnen Trittbrettern.
Mit "Preußen" hab' ich's gar nicht. Der Wagen muß ausschließlich zu meiner Donnerbüchse passen, was er auch tut.
Aussenmaße, Fenster/Türen - Abstände/Abmessungen und Lage der Wagenkastenstützen entsprechen den vorliegenden Zeichnungen. Ansonsten "freelance".

Ein wenig stolz macht mich, dass er Dir gefällt. Danke!

Schönes Wochenende und freundliche Grüße aus Tornesch, der Freude am Modellbau wegen

Hannah

Übrigens:
Kater Findus fährt seit Neuem voll auf weiße Kunststoffprofile ab, weil sie sich Schlangen ähnlich verhalten. Das Ablängen ist für mich ein riesiges Geduldsspiel. :D
 
hannah

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Guten Tag in die Runde,

wegen der Erhöhung für den Zugführerausguck ist es nicht möglich, das Dach in einem Stück zu bauen, weswegen ich mich für Segmentbauweise entschied. Aus Bristolkarton 1 mm schnitt ich die Spanten, Versteifungen und seitlichen Kanten. Verklebt wurde mit UHU-Hart.
Mit der Laubsäge, feinstes Blatt, schnitt ich die Fensteröffnungen im Ausguck. Hier das passgenaue Stück:

PW_Dach_Konstruktion_Seite.jpeg

PW_Dach_Konstruktion_schraeg.jpeg

IMG_0001.JPG
Beplankungssegmente links und rechts werden so zugeschnitten, dass sie bündig mit den Stirnseiten abschliessen.

IMG_0002.JPG

Mein Mentor empfahl mir für die Beplankung Alublech 0,3 mm, was in meinem Fundus leider nicht vorhanden ist. Morgen geht's in den Supermarkt 3 Dosen Warsteiner kaufen. :party_3:Aus deren vorgebogenem Blech werde ich die Beplankungssegmente schneiden und kanten und sie dann überlappend auf das Gerippe kleben, was der Bauweise beim Vorbild entspricht.

Das Dach liegt dann an den Seitenteilen bündig auf und wird mit kleinen Nieten oder Blechschrauben an den Stirnseiten gesichert.

Für das nachfolgend abgebildete Teil fand sich ein passendes Aludrehteil im Fundus, trotzdem wüsste ich gerne was das ist: Hupe, Lüfter, :kratz: :

Auswahl_018.jpg

Kleinserienhersteller Hübner verbaute das bei seiner Version des Gepäckwagens, von dem mir eine Aufnahme vorliegt. Auf den Originalbildern ist Ähnliches vertikal verbaut?

Koffer, Rucksäcke und sonstiges Gepäck werde ich aus Gips giessen, bzw. modellieren. Weiterhin warte ich nächste Woche auf die Lieferung von vier Fahrrädern aus MS-Guss.

Bis zur Präsentation des fertigen Modells grüße ich aus Freude am Tornescher Modellbau

Hannah
 
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trotzdem wüsste ich gerne was das ist: Hupe, Lüfter, :kratz: :
Wissen tu ich's auch nicht, meinte aber, es sähe aus wie ein Lüfter. Ich könnte mir vorstellen, dass es in der warmen Jahreszeit bei Sonnenschein dort oben in der Kanzel recht warm wurde.
 
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Hoi zaeme

Alublech von Bierdosen ist prima fuer Daecher. Das Dach im Beitrag #1 beim OC 32 stammt allerdings von einem Saverne 8,8 und nicht von einem Warsteiner....

Gruss Barni

PS: sag mal, warum baust du soviel mit Karton? An deinen Fähigkeiten kann's ja nicht liegen, wenn ich die Waende deiner Donnerbuechsen sehe..
 
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sag mal, warum baust du soviel mit Karton?
Hoi Barni,

Faulheit und Einfachheit! Karton lässt sich mit Cutter und Schere perfekt schneiden und mit UHU-Hart bombenfest verkleben. Bei MS-Blechen geht Schneiden mit der Schere auch gut, aber das Verbinden der Teile geht nur mit Löten. Bei nahe beieinander liegenden Verbindungsstellen kommt es oft vor, dass sich vorhandene Lötnähte wieder trennen. Das nervt!

Was auch nervt ist die Verwendung von 2-K-Kleber bei Blechen, die nicht lötbar sind. In der Regel sind die Klebestellen so klein, dass die kleinst mögliche Menge angerührten Klebers zur Hälfte in der Tonne landet. Angesichts des Preises von 2-K-Kleber eine unangemessene Verschwendung.

Dann die Schleiferei und Reinigung die erforderlich ist, um auf Metall/Kunststoff Farbe haltbar aufbringen zu können. Mit Pinsel ist das eh' ein mühseliges Unterfangen und eine airbrush Ausrüstung habe ich nicht. Ausserdem hasse ich die Abkleberei.

Eigentlich sind Durchgangs- und Gepäckwagen Ausnahmen, weil ich die Wagenkästen authentisch haben wollte: Aussen Metall, Innen Holz. Mit Karton wären auch die 6 Schiebetüren des PW nicht umsetzbar gewesen. (Materialstärke)

Generell wähle ich das Material nach der benötigten Funktion, bzw. Eigenschaft aus.

Bei Wagons kommt hinzu, dass ihr Gewicht gemäß NEM sein soll. Der Durchgangswagen zum Beispiel bringt 314 Gramm auf die Wage, entspricht also NEM. Komplett aus Messing gefertigt wäre er etwa doppelt so schwer geworden. Auch der Gepäckwagen liegt ohne Dach schon fast an der Grenze.

Gespannt bin ich auf die Verarbeitung meiner Bierdosenbleche. Mit Chance tun sich da für mich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten im Fahrzeugbau auf. :D

Fröhliches Chluettern und freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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Guten Tag in die Runde,

seit 2 Stunden bin ich im Besitz dreier Dosen König-Pilsener. (10 Cent billiger als Warsteiner)
Als Weintrinkerin tue ich mich natürlich etwas schwer mit dem Leeren der ersten Dose zur Mittagszeit.

Mangels Dach-Baumaterial beschäftige ich mich deshalb mit dem Ladegut für den Gepäckwagen. Erste Schandtat ist ein Fahrrad in M 1:45:

Fahrrad_klein.jpeg
(Prototyp)

Rahmen aus MS-Draht 0,5 mm, Sattel aus MS-U-Profil 2 mm, Pedalantrieb Kopf einer Schraube M2 und Räder mit Speichen Ausdruck auf Overheadfolie, mit der Schere ausgeschnitten.
Als Ladegut für den Gepäckwagen geht das glaub' ich in Ordnung. (Stückzahl geplant: 4)

Wenn man übrigens erstmal den Plan hat, ist ein Rad in 15 Minuten zusammen-gechluettert. Wenn's mich treibt, kommen bei den restlichen Rädern auch noch Schutzbleche aus MS-Blech dran.

Hintergrundstory für diesen Bastelwahnsinn:
Ein deutscher Spur-Null-Zubehörhersteller gibt altersbedingt auf und bietet "Sonderangebote solange Vorrat reicht". Seine Messing-Guß-Räder kosten 8,50 €/St. und so bestellte ich 4 für 28,00 € zuzügl. Postversand.
Oh nein, so geht das nicht. Er bestand auf seinem VK, Versand per DHL und Vorkasse. Jetzt hockt er weiter auf seiner Luxusware und ich stieg in die Modellfahrrad-Prokuktion ein.


Die erste Dose ist jetzt "leer" - und ich "voll"!
Da hilft nur eine Portion "Ungarischer Gulasch" mit Bratkartoffeln und anschliessende, ausgiebige Bettruhe. Am Spätnachmittag sehen wir dann weiter, die Dachdeckerei betreffend.

Bierselig-freundliche Grüße aus der Fahrradwerkstatt Tornesch

Hannah

:moba4ever: :party_3:

Apropos: Seine Modelle haben nicht einmal angedeutete Speichen.
 
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... bin ich im Besitz dreier Dosen König-Pilsener. ... Als Weintrinkerin tue ich mich natürlich etwas schwer mit dem Leeren der ersten Dose ...
Wäre ich in deiner unmittelbaren Nachbarschaft zu Hause, würde ich dich beim Beschaffen des Dachmaterials sicherlich wacker unterstützen ... :D

Fahrräder als Ladegut sind immer interessant. Diese mussten zur Zeit der Ep. III zwingend, jedenfalls in CH, im Gepäckwagen transportiert werden; dort wurden sie während des Transports an speziellen Fahrradhaken aufgehängt - kennt man heute eher nicht mehr ...

Fahrrad in H0 habe ich noch keins gebaut, aber den vor der Kneipe obligatorische Fahrradständer:

_b_190126 Velostaender_red.jpg
 
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Hoi Hannah

Sehr feine Arbeit und von der Materialwahl her sehr interessantes Objekt..Nur, und das soll keine Kritik sein, hast du schon einmal ein richtiges Velo aus der Naehe gesehn ;-)?

Gruss Barni
 
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