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Stellwerker
Gesamtkonzept Erhaltung historischer Schienenfahrzeuge Schweiz
- Gesamtkonzept Erhaltung historischer Kulturgüter, wie Bahnhöfe, Brücke und dergleichen Schweiz
- Rolle Verbände, Vereine und Private
- Finanzierung laufender Kosten (Privat und Staatliche Mithilfe in welcher Form)
- Zugsicherung ETCS Level 2
- Situation der Anschlussgeleise
- Facharbeitermangel, Arbeitsvorrat (auch historische Fahrzeuge müssen unterhalten werden)
- Fahrzeugmodelle und Dioramen
Auf diese Fragen haben wir nach wie vor keine aussagekräftige Antworten und wir könnten die Diskussion schon ein wenig ausführlicher fortsetzen, auch mithilfe von Fahrzeugeigentümer.
- Es gibt kein Gesamtkonzept. Es gibt noch nicht einmal eine komplette Fahrzeugliste der erhaltenen Fahrzeuge. Jeder macht was er will. Das ist der Sache überhaupt nicht dienlich.
- Die Verbände Schweizerische Verband Eisenbahn-Amateur (SVEA) und Historischen Eisenbahnen der Schweiz (HECH) spielen bezüglich einer koordinierten Fahrzeugerhaltung keine Rolle und sind reine Papiertiger. Letzterer ist zudem kaum in der Öffentlichkeit bekannt
- Da es kein koordiniertes Vorgehen gibt, ist der Erhalt meines Erachtens eine rein private Angelegenheit und auch entsprechend privat zu Finanzieren. Ergo keine finanzielle Leistungen seitens des Staates oder der Kantone, es sei den es sei politisch Gewollt (Verkehrshaus Beispielsweise)
- Zugsicherung ETCS Level 2 kommt langsam aber schleichend, wie wir in den vorangehenden Beiträgen gesehen haben. Irgend einmal wohl in denn nächsten 15 Jahren ist das Schweizer Bahnnetz nicht mehr durchgängig, der Einsatz von historischen Schienenfahrzeugen stark eingeschränkt, oder nur noch zu Randzeiten, da das Netz auch langsam und sicher systematisch ausgedünnt, auf das Betrieblich absolut notwendige reduziert wird.
- Es gibt immer weniger Anschlussgeleise. Das Abbestellen von Fahrzeugen in Hallen ist eine Ausnahme. Auswahl der letzten mir bekannten angebauten Abstellgeleise: Kallnach (Schluss, Ende, aus die Maus für die letzten Relikte des einstmal groas angekündigten privaten Bahnmuseums Kerzers-Kallnach der Familie Wymann) und in Le Locle (Verschiedene Nutzer). Andere Areale sind vollgestopft. Beispielsweise Payern und Konolfingen.
- Facharbeitermangel ist das eine. Noch ist dieser nicht wirklich präsent, kommen doch die grossen Jahrgänge, die 1960er Jahrgänge, derzeit in Rente. Viele davon haben noch eine handwerkliche Ausbildung. Aber ich kenne jetzt schon einige, die im Fahrzeugunterhalt nicht mehr mitmachen, weil sich nur eine Minderheit im Führerstand sonnt kann. Zum zweiten Teil des Abschnittes: Historische Fahrzeuge gibt es viel zu viele. Ich denke die Allgemeinheit würde es nicht merken wenn ein Drittel der momentan schon vorhandenen auf die Seite gelegten historischen Fahrzeuge verschrottet würden. Zu den Fahrzeugen mit den Jahrgängen vor 1960 kommen ja jetzt noch die Fahrzeuge der Jahrgänge 1960 und jünger. Re 4/4 II ohne Ende, Re 6/6 ohne Ende, EWs, NPZ und weitere werden unkoordiniert übernommen. Man holst sich sogar EW Kopien aus Österreich, wegen den noch im original erhaltenen Türen, weil kein Wille besteht Schweizer Wagen zurückzubauen
- Ein Vorbild im Modell zu erhalten oder eine Vorbildsituation im Modell zu erhalten und entsprechend zu präsentieren ist nach wie vor die Ausnahme (Verkehrshaus Gotthardbahn Spur H0 Anlage)
Über weiter Punkte könnten wir Diskutieren. Beispielsweise wie wir Private uns am Unterhalt von historischen Bahnhöfen beteiligen könnten. Welcher Verein kümmert sich denn Beispielsweise im Raum Bern um die von den SBB und RBS vorbildlich erhaltenen Bahnhöfe wie Münchenbuchse (SBB), Schönbühl (RBS und SBB), Hindelbank (SBB)? Altmatt bei der Südostbahn ist auch so ein Fall. Da schreit, von Ausnahmen einmal abgesehen keiner von uns auf, wenn so ein Gebäude durch einen Neubau ersetzt würde.
Kommen wir nun noch zu dem, wo ich eigentlich schreiben wollte nämlich dem erhaltenen Südostbahn NPZ.
Zitat aus der Eisenbahnrevue:
Ein NPS der Südostbahn wurde übernommen und bleibt demzufolge in der Schweiz erhalten. Die Garnitur RBDe 561 082 + ABt 80-35 182 wurde von der Betriebsgruppe SOB RBDe 566 NPZ erworben, die sich dem Erhalt dieser Fahrzeuge verschrieben hat; offizieller Halter ist der Verein NPZ-Balsthal.
Da stellt sich schon die nächste Frage zum erhaltenen Südostbahn NPZ:
Wem gehört dieser Zug denn nun im juristischen Sinne? Ist diese Betriebsgruppe ein Verein oder gehört dieser Zug nicht doch einer oder mehreren Privatpersonen?
Jakob