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Interessante Situation im Stadelhofen

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi zaeme

Leider blockiert die etwas rustikale S-Bahn 2/3 des Bhf Stadelhofen

IMG_20200721_170437.jpg

Interessanterweise wird der ganze Verkehr in beiden Rtg ueber das Gleis 1 abgewickelt.

Gruss Barni
 

teddych

Teammitglied
Innendienst
Gleis 3 dürfte damit auch blockiert sein... zumindest gehe ich davon aus, dass mehr als ein Wagen dran ist.

Gruss
Teddy
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi zaeme,

Glaub der ist eben nicht ganz gewollt dort zum Stillstand gekommen; ja und die Zueglis fuhren alle nur noch ueber Gleis 1, ziemliche Herausfordung fuer den Disponenten. Gruss
 

erwa20

Zugbegleiter
Was hat dieser Zug um diese Uhrzeit (Rushhour) auf Gleis 2 in St'hofen verloren?
Es ist ja keine Seltenheit das solche Züge während der Rushhour durch den Bahnhof Stadelhofen fahren. Auch nicht selten müssen solche Züge anhalten, warum auch immer....
Klar ist das damit der sonst schon stark belastete Bahnhof Stadelhofen blockiert wird und als es als Folge davon zu massiven Verspätungen / Zugsausfällen kommt. Ich steige täglich 2 mal im Stadelhofen um, an drei von fünf Arbeitstagen klappt das nicht. Heisst für mich 30 Minuten auf den nächsten Anschluss warten, meine Reisezeit verdoppelt sich damit fast. Macht pro Woche einen Zeitverlust von mindestens 1.5 Stunden, im Monat 6 Stunden also etwas mehr als einen halben Arbeitstag.
 

plusplus

Teammitglied
Moderator
Es ist ja keine Seltenheit das solche Züge während der Rushhour durch den Bahnhof Stadelhofen fahren. Auch nicht selten müssen solche Züge anhalten, warum auch immer....
Nun, ich denke, mit den zwei Abzw. in Richtung Stettbach oder Tiefenbrunnen kann es auf der Ostseite schon mal zu "Konflikten" kommen - und der Güterzug muss warten ...

Interessant wäre es zu wissen, für welches Betriebskonzept damals der Bahnhof Museumsstrasse mit seinen Zubringerlinien geplant, (genehmigt) und finanziert wurde - Güterzüge? Eher nein! Wobei, die kürzeste Strecke zu den Bahnhöfen am rechten Zürichseeufer führt nun mal via Stadelhofen ...
 

erwa20

Zugbegleiter
Nun, ich denke, mit den zwei Abzw. in Richtung Stettbach oder Tiefenbrunnen kann es auf der Ostseite schon mal zu "Konflikten" kommen - und der Güterzug muss warten ...

Diesen Konflikt gibt es tatsächlich. Aber nur für Gleis 1 und 2. Züge von Stettbach fahren auf gleis 1 ein, züge nach Tiefenbrunnen starten von Gleis 2 Sie müssen sich daher kreuzen. Der Tunnel nach Tiefenbrunnen ist nur einspurig. So kommt es das bei besetztem Gleis 2 für die Züge von und nach Tiefenbrunnen und für die Züge nach Stettbach nur noch das Gleis 1 übrig bleibt. Züge von und nach Tiefenbrunnen können nicht mehr im Stadelhofen kreuzen.
Interessant wäre es zu wissen, für welches Betriebskonzept damals der Bahnhof Museumsstrasse mit seinen Zubringerlinien geplant, (genehmigt) und finanziert wurde - Güterzüge? Eher nein! Wobei, die kürzeste Strecke zu den Bahnhöfen am rechten Zürichseeufer führt nun mal via Stadelhofen ...
Definitiv nicht für Güterzüge. Die Güterzüge welche vor der Inbetriebnahme des Tunnels nach Stettbach durch den Bahnhof Stadelhofen fuhren konnten nur in Richtung Tiefenbrunnen fahren. Diese Güterzüge bedienten Kunden in Tiefenbrunnen (Zement für Betonwerk, Getränkedepot), Meilen (Midor), Uetikon (Chemiefabrik) sowie unregelmässig kleinere Kunden. Ab der Inbetriebnahme des Tunnels nach Stettbach verkehren die Güterzüge von Rapperswil her bis nach Meilen. Die Zementwagen für das Betonwerk im Tiefenbrunnen werden per Tm von Meilen nach Tiefenbrunnen gebracht.
Der oben abgebildete Güterzug bringt Baumaterial ziemlich sicher nach Küsnacht, ich meine den Zug dort später gesehen zu haben, er blockierte die S6 nach Uetikon. Hauptsächlich fahren Güterzüge via Stadelhofen, Stettbach in Richtung Winterthur, z.B. Postcontainer. Warum diese Güterzüge während der Rushhour diesen Weg nehmen ist mir nicht bekannt
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi zaeme

....Bei der Aufzaehlung bitte nicht die fruehre Spulmaschinenfabrik Schärer in Erlenbach vergessen, wo mein Großvater Werkmeister war, grins

Und nochmals grins, man haette eben die UeBB-Strecke nicht abbrechen sollen

Gruss Barni
 

erwa20

Zugbegleiter
....Bei der Aufzaehlung bitte nicht die fruehre Spulmaschinenfabrik Schärer in Erlenbach vergessen, wo mein Großvater Werkmeister war, grins

Das ist aber schon sehr lange her. Lange bevor die S-Bahn in Betrieb ging war die Weiche zum Anschlussgleis schon weg. Übrigens hatte die eigentliche Fabrik am See gar kein Anschlussgleis. Die Maschinenfabrik hatte lediglich ein "Speditionsgebäude" an der Drusbergstrasse am Stationsareal. Die Textilmaschinen wurden, meist in Teilen zerlegt, durch das Dorf zur "Spedition" transportiert. Da der Direktor der Fabrik, und vor allem seine Familie, Pferdeliebhaber waren, wurden leichtere Maschinenteile manchmal per Pferdefuhrwerk durchs Dorf transportiert. Mein Schulweg führte an der Spedition vorbei, da war immer interessantes zu sehen (und deswegen kam ich manchmal zu spät zur Schule). Das ist alles lange her, die Maschinenfabrik fusionierte mit Schweiter in Horgen, aus dem Firmennamen "Schärer" wurde eine Immobiliengesellschaft. Das "Speditionsgebäude" an der ehemaligen Station Erlenbach existiert immer noch und wird gerade Umgebaut.
Übrigens wurden die Güterwagen immer vom Te in Küsnacht nach Erlenbach und zurück gebracht. Die Wagen mussten mittels Seilen ins Anschlussgleis gezogen werden da dieses keinen Fahrdraht hatte und der Te ohne Energie aus der Fahrleitung nicht fahren konnte.

Wenn Du schon solche "Kleinkunden" erwähnst darfst Du den Heizoelumschlag in Zollikon, Küsnacht und Meilen nicht vergessen. Zudem die Kaffeerösterei in Feldmeilen. In Stäfa wurden einer Verpackungsfirma Wagen zugestellt, am selben Ort hatte ein Alteisenhändler seinen Werkplatz mit Bahnanschluss. Letzterer wechselte mitte der 80er Jahren nach Uerikon. Dort ist er immer noch aber schon längst ohne Bahnanschluss. In Feldbach betrieb die Landi ein Lagerhaus und einen Heizoelumschlag, beides mit Bahnanschluss.
Auch nicht vergessen darf man das Kieswerk im Tiefenbrunnen dort wo heute die Seepolizei ihr Domizil hat. Und es existierte auch ein Meterspuriger Gleisanschluss zum Güterschuppen. Dieser wurde von der Forchbahn zum Güterumschlag genutzt. Um auf die Linie im Seefeld zu gelangen gab es beim Opernhaus eine Abzweigung für diesen Zweck. In Tiefenbrunnen sind auf dem P+R Parkplatz noch Gleisreste zu sehen, ebenfalls ist das in der Wendeschlaufe gelegene Abstellgleis noch vorhanden.
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi Beat

Danke fuer deine ausfuehrliche Berichterstattung, an die Pferde kann ich mich noch erinnern, meine Grossmutter hat noch lange im unteren Seehof gewohnt. Muss mich sodann mal umschauen, wenn ich next mal im Tuefzgi bi wegen der Forchbahngleise; dass Gleise dort liegen, ist mir bekannt aber Meterspur ist mir noch nicht aufgefallen

Danke und Gruss Barni

PS: und klar an das Gleis zur Hab, welches die Seestrasse ueberquerte (waere heute undenkbar), kann ich mich au na erinnern
 
Zuletzt bearbeitet:

erwa20

Zugbegleiter
Hallo Barni

Ich helfe Dir da noch ein bisschen mit einem Luftbild von 1975:


Rechts neben dem Bild findest Du den Schieberegler zum vergrössern.
Die Meterspurgleise liegen noch vor dem Güterschuppen sind aber schon vom VBZ-Netz getrennt. Heute findest Du noch Reste davon direkt hinter dem Cafè "Spectacolo". Das alte Kieswerk ist noch in Betrieb aber ohne Gleisanschluss. Dieser musste der Verbreiterung der Seestrasse weichen. Das Anschlussgleis quertw die Seestrasse etwa dort wo die Strassenrampe nach Zollikon beginnt. Etwa in der Mitte links ist das Anschlussgleis zum Getränkehandel zu erkennen, es weist einen extrem engen Radius auf weswegen hier die Güterwagen mittels Seilwinde und viel Geräusch bewegt wurden.
 

erwa20

Zugbegleiter
Hier das selbe Bild in Farbe und etwas schärfer:


Das heute noch bestehende Betonwerk ist gearde im Baustadium. Interessant auch die Pepsi-Werbung an der Strasse beim Güterschuppen und natürlich auch die Strassenfahrzeuge. Ich erkenne an der Rampe am Güterschuppen einen Opel-Blitz Lieferwagen und auch zwei Bedford Lastwagen auf dem Ladeplatz vor dem Güterschuppen. Am Freiladegleis neben den Zementsilowagen steht ein Scania Lastwagen mit Siloaufbau. Genau meine Epoche....
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Genau und im rechten Winkel dazu einen Ford Transit; was der blaue LKW ist habi allerdings nid rausgefunden. Gruss

PS: muessen allerdings die gleichen Bilder sein: die Fz stehen alle tupfengleich

Ps2: und das Gleis zur Hab ist auf dem Bild weg wie du schreibst, hast du ne Ahnung wann das wegkam? Hab irgendwie das gefuehl, ich haette das noch gesehn
 
Zuletzt bearbeitet:

plusplus

Teammitglied
Moderator
Fazit: Auf dem Netz der VBZ verkehrten zwischen Hst. Tiefenbrunnen und Hst. Stadelhofen Güterzüge (heute Linie 2 und 4)?
 

erwa20

Zugbegleiter
Fazit: Auf dem Netz der VBZ verkehrten zwischen Hst. Tiefenbrunnen und Hst. Stadelhofen Güterzüge (heute Linie 2 und 4)?
Ja, jene der Forchbahn. Und nicht nur zwischen Tiefenbrunnen und Stadelhofen, die Forchbahn fährt ja auch zwischen Stadelhofen un Rehalp auf VBZ Gleisen.....
Das ist noch nicht alles. Früher wurden auch Teile von Forchbahn Fahrzeugen, z.B. Drehgestelle, per Niederbordwagen von einem Forchbahn Triebwagen zur VBZ Werkstätte in Altstetten zwecks Revision gebracht. Ich weiss nicht ob das heute auch noch so gehandhabt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

erwa20

Zugbegleiter
Genau und im rechten Winkel dazu einen Ford Transit; was der blaue LKW ist habi allerdings nid rausgefunden. Gruss

PS: muessen allerdings die gleichen Bilder sein: die Fz stehen alle tupfengleich

Ps2: und das Gleis zur Hab ist auf dem Bild weg wie du schreibst, hast du ne Ahnung wann das wegkam? Hab irgendwie das gefuehl, ich haette das noch gesehn
Der blaue Lastwagen könnte ein Berna sein. Auffällig auch viel farbig die Autos zu jener Zeit waren, Orange ist klar am besten vertreten.....

Wann das Gleis zu Kieserk weg kam weiss ich nicht. Vermutlich mit dem Ausbau der Seestrasse und dem Bau der Strassenrampe nach Zollikon? Dann wäre es Anfang der 60er jahre?
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi Beat

Ja und wenn's Anfang 60iger gewesen waere, haette ich es nicht mehr gesehn, muss spaeter gewesen sein oder aber in einer andern Gemeinde am rechten Ufer hatte es etwas Aehliches. Farbig waren die Autos ja, meine Eltern haben '72 einen limonengruenen Opel Rekord gekauft. Gruss

PS: und ja, die Forchbahn fahert weiter zur Revision ueber das VBZ-Netz, habe grad gestern wieder so einen Bittenichteinsteigen-Doppelzug gesehn welcher dann am Bellevue mit seiner schieren Laenge einfach alles blockierte bis er Rtg Limmatquai weiterfahren konnte
 
Zuletzt bearbeitet:

erwa20

Zugbegleiter
Ja und wenn's Anfang 60iger gewesen waere, haette ich es nicht mehr gesehn, muss spaeter gewesen sein oder aber in einer andern Gemeinde am rechten Ufer hatte es etwas Aehliches.
Hallo Barni

Ich kann mich nicht an ein normalspuriges Anschlussgleis zum ehemaligen Kieswerk im Tiefenbrunnen erinnern. Auch nicht an die Seestrasse vor dem Bau des Viaduktes nach Zollikon (bin wohl zu jung). Was ich am Wochenemde bei der Durchsicht meiner Literatur über die Verkehrsbetriebe in Zürich herausgefunden habe ist das es auch eine meterspurige Gleisverbindung zum Kieswerk gegeben haben muss. Ich habe mehrere Bilder gefunden auf welchen Dienstwagen der VBZ mit Sand und Kies beladen hinter einem 2 Achsigen Motorwagen aus dem Kieswerk abgeholt wurden. Möglicherweise bestand dieser Gleisanschluss länger als der normalspurige? Kannst Du Dich möglicherweise an diesen erinnern? Ich jedenfalls nicht.
Sonst fällt mir nur Uetikon ein, Die Gleisanlgene der ehemaligen Chemiefabrik reichten bis an den See runter, überquerten die Seestrasse. Heute stehen dort Schrottloks welche angeblich historisch wertvoll sind. Gesehen habe ich Ee3/3 (Halbschuh), Ae 4/7, Be4/4. Alle in erbärmlichen Zustand aber offenbar noch rollfähig?
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi Beat

Nein an Kieszuege auf dem VBZ-Netz kann ich mich nicht mehr erinnern (VBZ Gueterwagen habe ich nur jeweils beim Depot Kreis 5 gesehen, wenn wir auf die Autobahn Rtg Bern fuhren); 1972 war ich natuerlich auch erst sieben; habe einfach das Gefuehl, dass wir auf der Seestrasse irgendwo ueber ein querendes Gleis gefahren sind, wenn wir zur Grossmutter nach Erlenbach gefahren sind; und das kann nicht in Uetikon gewesen sein, vom dortigen Betrieb habe ich naemlich noch ziemlich genaue Vorstellungen mit diesen weissen Salz- und den gelben Schwefelhaufen...(mein Urgrossvater, den ich allerdings nicht mehr gekannt habe, hat dort gearbeitet). Womit wir den Bogen wieder zu Speisewagenseite geschlagen haetten; die Maggiwuerze wurde naehmlich mittels Uetiker-Salzsaeure hergestellt (muesste mal so einen Saeurewagen basteln)....Gruss Barni
 

erwa20

Zugbegleiter
Da wir in etwa gleich alt sind, ich am rechten Züriseeufer aufgewachsen bin müssten wir uns eigentlich an das selbe erinnern? Ein die Seestrasse überquerendes Gleis gabs und gibts noch in Wollishofen, das ist aber die falsche Seite.
Es muss dann im Tiefenbrunnen gewesen sein, möglicherweise nur noch Reste eines ehemaligen Anschlussgleises? Oder ihr seit nicht auf der Seestrasse bis zum Tiefenbrunnen gefahren? Oder auf dem Bahnübergang die Gleise überquert (den Bahnübergang gibts heute noch, dürfte der letzte zwischen Zürich-Meilen-Rapperswil sein) um mehrere Lichtsignallanlagen zu umfahren (ist heute noch ein beliebter Schleichweg)?
Zwischen Tiefenbrunnen und Uetikon gabs nirgens Gleise welche die Seestrasse querten. Es gab Seeseitig auch keine nennenswerte Industrie welche ein Anschlussgleis gerechtfertigt hätte.
 
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