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Tipps Liliput 26950 - Wagen entgleisen

falciformis

Bahnlehrling
Hallo zusammen

Ich habe eiun Problem mit den Wagen 26950 von Liliput. Die entgleisen mir regelmässig in den Kurven. Ich habe bereits auf Märklin Achsen gewechselt. Ich habe festgestellt, dass sich die Kupplungen teilweise wie verhaken, respektive bei den Puffern anstehen. Gibt es da alternative Kupplingen, die das Problem lösen?

Vielen Dank und Gruss

Falciformis


Liliput 26950.jpg
 

KoGnaK

Bahnlehrling
Hallo Falciformis
Auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt nicht viele Freunde mache: Ich hatte bei egal was für Liliput-Wagen, egal ob Güter- oder Personenwagen, das ähnliche Problem -> sind alle viel zu leicht! Habs dann auch mit anderen Achsen probiert und zudem Gewichte im Innern des Wagens auf Achsenhöhe reingeklebt. Mit mässigem Erfolg... Daher fahr und vor allem kauf ich keine Liliput-Produkte mehr, ist das Geld nicht wert... Für die Vitrine reichts knapp noch. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung... Vielleicht haben Profis da mehr Erfahrung und belehren uns eines Besseren?

Lieber Gruss

Julien
 

falciformis

Bahnlehrling
Hallo Julien,

Danke für deine Antwort. Ich habe noch die Schüttgutwagen von Liliput, bei denen habe ich kein Problem.

Es ist bei mir lediglich dieser Wagen.
 

plusplus

Teammitglied
Moderator
die Schüttgutwagen von Liliput
... was eigentich darauf schliessen lässt, dass es nicht ein generelles Problem des Herstellers ist sonder ein spezielles Problem dieser Wagenkonstruktion. Du hast einen Achswechsel durchgeführt - nützt's nichts so schadet nichts: Zum Befahren des ablenkenden Strangs von Mä-Weichen wohl auch ein 'Muss'; allerdings wäre vermutlich auch eine Korrektur des Innenmasses der Originalradsätze zielführend: 13,8 bis 13,9 mm.

Scheinbar liegt das Problem bei dir in der Auslenkung der Kupplung - ich gehe davon aus, dass diese Wagen mit einer KK-Kynematik ausgerüstet sind (neuere Liliput-Version). Der Achsstand dieser Wagen ist für Zweiachser relativ lang, folglich ist es wahrscheinlich, dass es beim Befahren enger Mä-Radien (?) irgendwo zu klemmen beginnt. Lade doch mal ein möglichst scharfes Bild der Unterseite dieser Wagen hoch, damit ich mir die Sache mal angucken kann.

N.B. Bei mir sind etliche dieser Wagen in Betrieb.Allerdings sind das alles Wagen aus der ersten Serie von Liliput (1970er-Jahre). Damals existierte für Zweichser noch keine KK. Meine Wagen habe ich alle nachträglich mit (alten) Kadee-Kupplungen ausgerüstet ... und damit ich sie ein bisschen enger kuppeln konnte, habe ich einfach die Puffer einwenig gekürzt - ein Murks, aber es funktioniert.

b_160329 SBB div B Ep IIIb 000.jpg
 

falciformis

Bahnlehrling
Genau. Es ist bei engeren Kurven und s-Kombinationen. Es ist ein ziemlich alter Wagen, der hat noch keine KK.
Diese Kupplung einzubauen ist
 

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Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi zäme

Der Radstand dieser Wagen ist einfach zu lang für die kleineren Märklinradien. Austauschachsen oder Einstellen des Radsatzinnenmasses habt ihr ja schon beschrieben und ist nur teilweise zielführend; zusätzlich kann der Radlenker noch mit schwarzem Isolierband etwas aufgefüttert werden, hilft aber auch nicht zuverlässig. Es gibt aber natürlich noch die rabiate Methode: Wagen demontieren, Achslagerböcke aus dem Fahrgestell heraustrennen, durch beidseitge Materialabnahme Achslagerböcke mit zentraler Schraube leicht drehbar lagern; lange Kupplungsdeichsel herstelllen, die am Achslagerbock fix angreifen und auf der anderen Seite des Achslagerbocks einen feinen Haken anbringen, damit sie analog der alten Märklinkupplungen durch eine lange Feder stabilisiert werden können. Zusatzgewicht und fertig. LGB-Prinzip, funktioniert, falls man bereit ist, optische Mängel in Kauf zu nehmen.

@plusplus: wieviele Wagen fehlen bei dir noch für einen Marchéconcourszug?...würde sich doch auf deiner Brücke noch gut machen
 

plusplus

Teammitglied
Moderator
@Barni
Dein Wunsch sei mir Befehl, aber nicht mehr heute :p :party_3:

@Ff
Hast du schon mal geprüft, was die Entgleisungen auslöst. versuch mal folgendes:
Du kuppelst zwei oder drei dieser Li-Zweiachser untereinander und ziehst diese von Hand mit irgendeinem Zweiachser langsam über die kritischen Stellen. Dabei beobachtest du, was genau passiert.
  • Wo entgleisen sie:
  • wenn auf der Weiche, wo genau?
  • wenn im Gleisbogen gegen innen oder gegen aussen?
  • berühren sich die Puffer im Gleisbogen bzw. überpuffern sie im S-Bogen?
  • und noch was: Hast du die Innenweiten der Austauschachsen geprüft? Wie gross ist der Abstand?
  • und zu guter Letzt: Sind deine Gleise sauber verlegt; keine Knicke seitlich oder in die Höhe, saubere Schienenstösse? Ist zwar bei dem Gleissystem, das du verwendest eher eine rhetorische Frage :D
Wie Barni vorgängig schon beschrieben hat, mit etwas basteln bringt man diese Wagen zum Laufen. Ich habe nebst dem Kupplungsumbau noch alle Wagen auf Dreipunktlagerung umgebaut; ist nicht schwierig aber etwas arbeitsintensiv.
Sofern Interesse vorhanden ist, kann ich diesen Umbau in einem sep. thread gelegentlich mal beschreiben ...
 

teddych

Teammitglied
Innendienst
Hallo zusammen

Liliput hat nicht ein generelles Entgleisungsproblem. Ich habe diverse Wagen/Züge von Liliput und bin damit recht zufrieden. Genug, damit ich mir weitere kaufen würde/werde. Ich muss aber dazu sagen, dass ich ausschliesslich Drehgestell-Rollmaterial habe und keine Zweiachser.

Wenn ich mir dein Bild mit dem Wagen von unten anschaue, dann fällt mir als Erstes mal auf, dass du da ein S Verlegt hast. Will heissen, auf eine Linkskurve folgt unmittelbar eine Rechtskurve und dann gleich wieder eine Linkskurve. Das bekommt insbesondere den Zweiachsern oft nicht so gut. Ich hab das bei mir auch an einer Stelle gemacht (H0 mit 600mm Radius!), einige Züge haben aber ziemlich zu Kauen daran. Würde ich nie mehr machen so.

Gruss
Teddy
_________________
Modellbahnsteuerung RailControl
 

Rufi

Heizer
Diese schönen Liliputwagen sind in ganz unterschiedlichen Varianten gebaut worden. Zum Teil mit radialeinstellbaren Achsen.
Zu meinen Märklinzeiten hatte ich zwei solche Dienstwagen, welche trotz Norm-Wechselstrom-Rädern entgleisten. Als ich bei der einen Kupplung den Bügel entfernte fuhren sie dann recht gut auf den 36 cm Radien und Weichen. Vielleicht hilft diese einfache Massnahme auch bei dir. LG Rufi
 

falciformis

Bahnlehrling
Danke für die vielen Antworten.

Ich muss auch noch gewisse Sachen ganz genau anschauen. Aber wahrscheinlich sind die Puffer das Hauptprobel.
Was ich sicher gesehen habe, ist dass die Kupplungen an den Puffern anstehen.
In Bahnhofseinfahrten und andern Bereichen bin ich nicht um eine S-Kombi herumgekommen. Jedoch sind die Liliputwagen die einzigen mit dem Problem. S-Kurve ist vielleich etwas falsch aus gedrückt. Es ist eine Links - Rechts Kombination, keine 3er.
Sie entgleisen nach aussen, resp werden nach aussen aus den Schienen gehoben.
Ich muss schauen, ob wirklich alle Schienen ganz 100% sauber verlegt sind, sollte eigentlich der Fall sein.
@Rufi: Du hast die Bügel entfernt. Wie hängst du die zusammen?

Liebe Grüsse

Falciformis
 

falciformis

Bahnlehrling
So nach einigem Analysieren und Testen, waren die Puffer das Problem. Nach dem ich die abegenommen hatte (die sind gücklicherweise gesteckt), fahren die Wagen ohne entgleisen überall durch. R1 Kurven, Weichen, S-Kurven etc.
Vielen Dank für eure Tipps

Liebe Grüsse
Falciformis
 

plusplus

Teammitglied
Moderator
(Güter)wagen ohne Puffer? - Wunschdenken aus den 1960er bis 70er Jahren :rolleyes:

Du könntest nun die Puffer etwas kürzen und wieder reinstecken:
Teller knapp absägen (feine Bastelsäge), Pufferrohr bis zur Hülse wegfeilen, Pufferteller direkt auf Hülse aufkleben, Puffer wieder aufstecken - sieht nicht 100%ig echt aus, aber immer noch besser als ohne Puffer ....
 

falciformis

Bahnlehrling
werd ich auch dann noch machen. Mir ging es zuerst mal darum, dass die Wagen auch gefahren werden können, jetzt die Feinkorrektur
 

plusplus

Teammitglied
Moderator
Klar, die Ausrüstung der Triebzüge (und einiger Pendelzüge) mit ADZK inkl. weiteren integrierten Funktionsübertragungen ist heute Stand der Technik.
Damals wollte man den gesamten (normalspurigen) Fahrzeugpark der "UIC-Bahnen" umrüsten - und die SBB hatte für den Tag X schon viel Vorarbeit geleistet. Dieses dann doch nicht benötigte Material wurde noch einige Jahre zwischengelagert, später ging's nach Gerlafingen o.ä.
Möglicherweise sieht man noch heute an einigen Re 4/4 II (420 ff.) den für den Einbau der AZDK bereits angepasste Stossbalken.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rufi

Heizer
@falciformis - Rufi: Du hast die Bügel entfernt. Wie hängst du die zusammen?

Ich habe die Bügel nur auf einer Sete des Wagens entfernt, so dass sich die Bügel nicht gegenseitig und mit den Puffern verhakten. Da es bei mir nur zwei Baudienstwagen waren, schränkte dies den Betrieb nicht ein, einzig die Seite ohne Bügel kann man nicht bei den alten Loks anhängen.
 

Rufi

Heizer
Eine Lösung ist auch den Wagen zu kürzen. Die SBB hat dies für 3 Prototypen von Güterzugsbegleitwagen gemacht. Da die Holzkasten jedoch zu fest im rauen Rangierbahnhofbetrieb litten, wurden dann die Sputnik mit neuen Stahlkästen auf den alten Fahrwerke gebaut.
 

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Rufi

Heizer
Rufi, ich staune: Noch nie gehört und noch nie gesehen ... :confused:
Interessant wäre auch eine Nahaufnahme des B3 (Beschriftung!) ...
Meine Quelle ist die SER 9/1992 der Artikel: Niedergang und Wiedergeburt des "Sputnik" von Hans Schneeberger.
Der B3 ist ein von AKU beschrifteter Db3.
 

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