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Logistikwahnsinn

hannah

hannah

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Guten Morgen in die Runde,

Gestern wurde wieder ordentlich Öl in meine Meckermühle gegossen.

DHL lieferte ein Paket in den Abmessungen L/B/H) von (45/36/16 cm). Darin eine Produktverpackung aus Plastik mit Kartonhülle von 30 x 26 x 8 cm (L/B/H), umgeben von einem Wust Packpapier. Inhalt waren ein Lokprogrammer 8 x 9 x 2,5 cm, ein Netzteil 8 x 8 x 3 cm und ein Kabel, aufgerollt 10 cm Durchmesser. Alle Teile völlig unempfindlich gegen äussere Einflüsse, ausgenommen Wasser und Feuer.

Auswahl_014.jpg

Nach jedem derartigen Erlebniss keimt in mir Verständnis für Klima-, fairtrade-
und Umweltaktivisten.

Allerdings besitze ich jetzt Material für Modellfenster-Verglasungen bis zum Ende
meiner Bauaktivitäten.

Echauffierte Grüße aus Tornesch

Hannah
 
LRZ 14

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Salut Hannah
Darum werden bei uns nun Recyclinggebühren für Karton eingeführt.
Onlinehandel hat viele Schattenseiten, ökologisch und sozial.

Gruss
Stefan
 
hannah

hannah

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Onlinehandel hat viele Schattenseiten, ökologisch und sozial.
Jepp - Stefan,

weil die Packetdienste hauptsächlich Luft befördern.

Schwerer wiegt die Schuld der Modellbahnhersteller/Lieferanten. "Fast Nichts" für "teuer Geld" verkaufen zu können, erfordert natürlich besonders repräsentative "Schaupackungen". Im beschriebenen Fall beträgt der Warenwert bestenfalls 30,-- €, sein Verkaufspreis aber das Vierfache.

Am "eigenen Leib" durfte ich die Arbeits/Entgelts-Bedingungen in der Packetdienstbranche erfahren, als ich für drei Monate, für eine Freundin, als Scannerin und einige Male in der Zustellung, bei GLS aushalf. Sklaven im "alten Rom" ging es Besser.

Soviel zu Ökologie und Soziologie moderner Vertriebsformen.

Freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
teddych

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Hallo Hannah

Ich habe auch 2.5 Jahre aushilfsmässig im Transportgeschäft mitgewirkt. Hartes Geschäft. 16h Arbeitstage sind üblich. Die Bezahlung ist schlecht.

Oder anders ausgedrückt: Der Transport ist viel zu billig.

Gruss
Teddy
_________________
Modellbahnsteuerung RailControl
 
hannah

hannah

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Der Transport ist viel zu billig
Hallo Teddy,

da hast Du völlig Recht. Versicherte und innerhalb von 1/2 Tagen zugestellte Sendungen sollten das dreifache kosten. Dann würde auch nicht jeder "Krims-Krams" mit Paketdienst verschickt. Hierzu ein Beispiel:

Motorschild für FLM-Rundmotor, D = 30 mm, H = 5 mm, Wert = 2,- € und Preis = 13,-- €

Motorschild.JPG
passt wunderbar in einen kleinen Briefumschlag, wurde aber per DHL mit 5,90 € versandt. Versandkostenanteil = 45%. Gesamtpreis = 18,90 €, dafür bekommt man fast eine ganze Loki.

Übrigens sind Sendungen mit normaler Post ausnahmslos bei mir angekommen, was ich von Paketdienst-sendungen nicht behaupten kann. 25% kommen mit mehrtägiger Verspätung oder nie an. Mieke, meine BR64, war geschlagene 3 Wochen per DHL unterwegs und wurde nur noch geliefert, weil ich ein Lösegeld beim Subunternehmer ausgelobt hatte. Das erzürnte DHL dermaßen, dass offensichtlich ein "special agent" auf die Angelegenheit angesetzt wurde, der dann unangekündigt, eines frühen Morgens aufschlug und mir kommentarlos das Paket aushändigte.

Dabei fragt man/frau sich, wie ein zwei Kilogramm schweres und sechzig Zentimeter langes Paket verlorengehen kann? Noch besser ist die Geschichte von meinem Schlagzeug ..... das lass ich lieber. :mad:

Gemütlichen Restsonntag und entspannte Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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Nr. 13465

Zugbegleiter
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Hannah, Dein Ausage (Zitat) ...

Übrigens sind Sendungen mit normaler Post ausnahmslos bei mir angekommen, was ich von Paketdienst-sendungen nicht behaupten kann. 25% kommen mit mehrtägiger Verspätung oder nie an.
... ist bezüglich den Paketdienstsendungen was meine persönliche Erfahrung und die meines Arbeitgebers betrifft schlicht unglaubwürdig.

Christoph
 
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hannah

hannah

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Guten Morgen Christhoph,

UNGLAUBLICH - aber wahr!

Gründe hierfür sind in der Organisation deutscher Paketdienste zu finden:

Auswahl_015.jpg

Abgesehen von DHL, die zweigleisig fahren, sind in den Verteilzentren (Depots) für jede Zustellregion Subunternehmer mit eigenen Zustellern zugeteilt. Bis auf einige Ausnhamen handelt es sich bei den Unternehmern und ihrem Personal um Zuwanderer mit bescheidensten Kenntnissen der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Allein dieser Umstand garantiert Probleme bei der Zustellung der Sendungen.

Nahöstliche oder vorderasiatische Mentalität, weit entfernt von mitteleuropäischer, erschweren die Zustellprozesse zusätzlich. Jenseits jeder inländischen Vorschrift sind Anstellungsverträge und die Entlohnung seitens der Subunternehmer. Denen bleibt aber kein anderer Weg, weil ihre Verträge mit den Logistikunternehmen selbst als prekär eingestuft werden müssen.

Ein Beispiel der Umstände aus eigener Aushilfszusteller-Erfahrung:
05:00 bis ca. 08:00 Uhr Eintreffen im Depot, beladen des Zustellfahrzeuges,
08:30 bis ca. 19:00 Uhr Zustellung der Sendungen, bis zu 300/Fahrzeug und Tag,
19:30 bis ca. 21:00 Uhr Rückkehr ins Depot, Einlieferung eingesammelter Sendungen.
Arbeitszeit: 16 Stunden, Arbeitsentgelt 1.750,00 €/Monat, 5,50 €/Stunde.

"Die LogistikFISCHE stinken vom Kopf her".

Gut möglich, dass in der Schweiz solche Konstellationen unterbunden sind und somit die Zustellqualität hoch. Bei uns jedoch herrscht diesbezüglich Chaos, auch bei der Briefpost (Pünktlichkeit), was den Zustellern aber nicht angelastet werden kann. Jedenfalls kam bis Heute jede an mich adressierte Postsendung bei mir an. (Auch Post aus Australien, Österreich und der Schweiz)

Freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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