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Märklin Z Fragen zur Fahrstromtrennung

Simon7

Bahnlehrling
Registriert seit
1. Sep. 2017
Beiträge
2
Ort
Agglomeration Bern
#1
Salü zäme
Ich bin hier neu, deshalb eine kurze Vorstellung: Ich bin der Simon und komme aus der Region Bern. Der Nickname ist Simon7, um Verwechslungen mit anderen Simons hier im Forum zu vermeiden. Ich habe früher Märklin H0 (Mittelleiter, Analog) gehabt, jetzt bei ärmlichen Wohnumständen liegt aber nur noch 120 x 80 cm drin. Deshalb möchte ich eine kleine Märklin Spur Z Anlage (Analog) erstellen. Ich habe schon ein Einsteigerpaket getestet, und habe prompt die üblichen Kontaktprobleme kennen gelernt (Ein Staubkorn reicht, und Lok bleibt bei Langsamstfahrt auf heiklen Gleisstrecken stehen und muss angeschubst werden). Es ist mir bewusst, dass Z niemals so robust, zuverlässig und nahezu unzerstörbar sein kann wie H0 oder auch N. Trotzdem gebe ich nicht so leicht auf, denn die Vorteile von Z sind mir noch zu verlockend :)

Nun meine dummen Anfängerfragen, weil diese Dinge in H0-Mittelleiter so einfach waren, hier bei Gleichstrom Z aber natürlich ganz anders sind:

1) Stromabschaltung bei Abstellgleisen: Sehe ich das richtig, dass man hier Trenngleise benutzt, die man dann via Stellpult verkabelt und so das Abstellgleis stromlos schaltet?

2) Stromabschaltung bei Parallelgleisen, z.B. Schattenbahnhof: Liege ich richtig, wenn ich annehme, dass man hier den schaltbaren Streckenabschnitt (typischerweise liegt der ja zwischen zwei Weichen) mit zwei Trenngleisen (eins vorne, eins hinten) abtrennen muss, damit er wirklich über die ganze Länge stromlos ist, d.h egal, ob die Lok vorne oder hinten ist?

3) Strommtrennung generell: Wenn ich ein inneres und ein äusseres Oval habe, jedes mit eigenem Trafo, und diese beiden mit Weichen verbinden will, dann muss ich die Verbindung zwischen den beiden Ovals natürlich elektrisch trennen. Dazu reicht ein Trenngleis wohl sicher nicht, weil dort nur ein aber nicht beide Pole getrennt sind, sondern ich muss dieses kleine Kunststoff-Schienenisolation-Zwischenstück verwenden, korrekt? Wenn ja, dann ist das etwas lästig, weil erstens muss ich dann ja Schienenlaschen bei einem Gleis rauspullen (gruusig!) und zweitens bringt das die Gleisgeometrie durcheinander, weil es X-Millimeter Verschub gibt (grumel). Gibt es da nicht besseres?

4) Kehrschleifen: Da könnte ich mit der Marklin-Set Lösung gut leben, sofern sie denn funktioniert. Hier ist meine Frage nur, ob jemand massiv grottige Erfahrungen mit der Märklin-Set Lösung hatte? D.h., funktioniert es wirklich elektrisch sauber und gibt es keine Kurzschluss-Effekte, welche Schäden auslösen könnten?

So, das wars im Moment. Ich danke euch, wenn ihr mir bei Gelegenheit für den einen oder anderen Punkt Hinweise geben könnt!
 

LRZ 08

Bahnlehrling
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#2
Salut Simon

Ich bin auch gerade am Bau einer kleinen Z-Anlage.
Der Gleisplan wird ein geschlauftes oval werden. Das Ziel ist in erster Linie testen von Steuerungen, Fahren der Modelle und ein wenig Rangierbetrieb.

Mein Senf zu deinen Fragen:
Punkt 1: ja
Punkt 2: ja
Punkt 3: Du kannst auch die Schienen auftrennen (sägen, schleifen etc.) Bei Spur Z sollte der Spalt aber sehr klein bleiben.
Punkt 4: kann ich (noch) nichts dazu sagen

Grundsätzlich kannst du deine analoge Z-Anlage auch teildigitalisieren.
Rückmeldungen und Steuerung der Weichen und Halteabschnitte mit Digitalkomponenten ausrüsten.
Fahren kannst du weiterhin analog. Sind später interessante Z-Fahrzeug in digital greifbar, kannst du die Fahrsteuerung auch umstellen.
Digitalisieren von analogem Z-Rollmaterial ist teilweise möglich. Meist ist der vorhandenen Platz das Problem.
Welche Digitalsteuerung am besten passt kann dir sicher der Fachhändler deines Vertrauens erklären.

Gruss
Stefan
 

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Simon7

Bahnlehrling
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1. Sep. 2017
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Agglomeration Bern
#3
Salü Stefan

Danke für deinen Input. Das trifft sich gut, denn auch meine Anlage ist dem alleinigen "Testen" verschrieben. Es gibt keinerlei Landschaft usw., sondern nur Gleise und Fahrbetrieb, damit mein bisheriges Rollmaterial Auslauf hat. Ich möchte zuerst mit Z Erfahrungen sammeln, bevor ich dann ggf. mal eine "richtige" Anlage ins Auge fasse. Für mich als H0-Mittelleiter-Mensch, wo alles ganz einfach und klar war, eben nahezu unzerstörbar, ist Z doch etwas Neues, und es gibt doch einiges was gegen Z und für H0 oder N spricht. Aber egal, das Potential von Z ist enorm, und würde voll zu mir passen, ich muss mich nur noch überzeugen, dass auch in Z eine gewisse Zuverlässigkeit und Stabilität zu erreichen ist.

Deine Erwähnung von Teil-Digitalisierung ist interessant. Ich war bisher der Meinung, ich mache zunächst mal alles nur strikt analog, aber ich denke mal darüber nach, oder vielleicht kann ich dann nach und nach digitales einstreuen. Merci für den Tip! Bei der Umrüstung hast du ganz recht, gewisse Loks haben schlicht zu wenig Platz unter dem Gehäuse, wenn man nachrüsten will. Das verdränge ich aber im Moment in meinem Gehirn :)

Was ich von Anfang an möchte, sind zwei stromunabhängige Ovale (stromtrennungstest, eigene Trafos) und eine Kehrschleife (auch zum testen) und ein paar abschaltbare "Abstellgleise", so wie du auch solche bei deiner Anlage am Bahnhof hast.

A propos Abstellgeleise. Da bin ich gespannt! Es könnte gut sein, dass du da auf andere Trafos ausweichen musst, die hier im Forum schon erwähnt waren (Jörger, Heisemann, Roco oder ähnlich). Mein, zugegeben einfacher, Starterpack Trafo kann schlicht nicht langsam fahren, entweder 0km/h oder 40 km/h dazwischen gibt es nichts. Ich habe für mich den Rangierbetrieb bei Z abgeschrieben, es sei denn ich werde eines Besseren belehrt. Denn erstens, man müsste zuerst einen Trafo haben, der das bietet, und zweitens muss auch der Gleiskontakt über Weichen usw, eine 5 km/h Fahrt zulassen. Ebenso ist für mich die Oberleitung keine Thema (da hat auch Eric was dazu geschrieben), weil unrealistisch. Klar, bei H0 hatte ich die, und es war toll einen unabhängigen Stromkreis zu haben, aber es sah trotzdem grottig aus, aber immer noch besser als E-Loks ganz ohne O-Leitung.

Für mich sind die nächsten wichtigen Punkte, die ich untersuchen werde:

a) Nach wie vielen Betriebstunden hat die Lok eine Revision nötig? Meine fabrikneue Dampflok vom Starterpack läuft soweit perfekt (ausser Langsamstfahrt) und nahezu lautlos. Eine Occassions-Lok krächzt und quietscht erbärmlich, eine andere Occassions-Lok ist total verharzt und tut keinen Wank. Bei Ho war es fast unlimited, und man konnte das Schwämmchen beim Motor auch bei fehlender Feinmotorik problemlos ölen und alle Jahrzente mal ein neues Bürstenpaar montieren, was auch jedem Normalo gelang. Kontaktprobleme kannte ich sowieso nie. Bei Z muss man aber die stromleitenden Rädchen auch schön putzten, wegen Belagverunreinigungen, und dann die Zahnrädli ja nicht über-Ölen. Es gibt in diesem Forum sehr gute Infos (z.B. von Eric und Anderen), betreffend Ultraschallbad und Fetten versus Ölen.

b) Kontaktprobleme: Läuft es genügend strom-kontakt-stabil bei Weichen usw.? Wie oft, und vor allem WIE muss man die dann putzen? Genügt das Mitlaufen eines Schienenreinigersets, oder eines Schienenreinigungswagen, oder soll man manuell mit Balsaholz über die Gleise (da gibts auch Infos im Forum)?

c) Das mit dem Händler deines Vertrauens ist so eine Sache. Meine Erfahrung ist, dass diese zwar alle Infos zum Verkauf bieten, bei Wartung und Theorie für Planung aber selten den Durchblick haben und eher minderwertige Qualität abliefern. Ich denke, es ist besser, qualitativ und preislich, wenn ich mich reinknie und alle Basics handle. Sollte mal ein Motor zu ersetzen sein, dann ok, das mache ich nicht selbst, das darf dann der teure Händler machen. Genau deshalb ist es für mich wichtig zu sehen, ob die Z-Ware haltbar ist oder nicht. Sollten die Z Loks und Gleise alle paar Wochen oder Monate abverrecken, und ich keine Chance haben die selbst zu reparieren, dann tschüss Z und deren Händler gleich zusammen.

Aber ich bin wie ein Engländer, Stiff-Upper-Lip, solange ich nicht untergegangen bin, gibt es noch eine Zukunft für meine Z!

Gruss,
Simon