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Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Gereon

Gereon

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Grüezi Midnand,

hier mal ein Foto von einem kleinen Teil meiner entstehnden Anlage. Andere Freunde von mir von den Modellbahnfreunden Buchloe sagen ich sei größenwahnsinnig, aber auch werde ich dort der Techniker oder Nietenzähler genannt.

>
<

Es sind 5 3/4 Umdrehungen zweigleisig und der Trafowagen von Minitrix passt auf beiden Gleisen durch. Zeichnungen gibt es keine nur ca. 10 Seiten doppelseitig mit Zahlen, die den wilden Berechnungen entsprechen und danach wurde gebaut.

Aufgestellt und zum Schluss getestet und sogar für gut befunden.

IC mit Zugmaschine 103 (Oder Taurus von Hobbytrain) und 13 Wagen werden hier hinaufgezogen.

1,87 % mittlere Steigung.


Viel Spaß und für Fragen stehe ich allen offen. Es ist kein Geheimnis. Wenn ich Zeit finde, kann ich so etwas auch mal für einen von Euch berechnen.


Gruß an alle


Gereon aus dem Ostallgäu
 
Gereon

Gereon

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Hallo Fangemeinde,
hallo an die eidgenössischen Modellbahner und alle anderen hier in dem Forum,
seit kurzem bin ich dabei und möchte mich hier auch aktiv beteiligen. 1962 habe ich das Licht der Welt erblickt und Weihnachten 1968 die erste Modelleisenbahn bekommen. Minitrix Startpackung mit Bahnhofspackung und weiteren Schienen. Mein Vater hatte schon den Gleisplan fertig und alles notwendige gekauft, damit wir nach Weihnachten anfangen konnten. Ich kenne noch den Gleisplan. Aufgebaut wurde auf 2 mal 1 Meter. Eine Riesenherausforderung. Ich wurde immer genauer und immer interessierter daran. Irgendwann hielt ein Kranwagen von Minitrix Einzug auf der Anlage und nach einiger Zeit hat mein Vater mir den leider etwas ruiniert. Also reparieren. Neukauf hatte ich kein Geld. Es gab ein wenig Zoff – Vater hielt sich seit dem ganz daraus – und ich machte alles alleine. Die Techniken wurden verfeinert. Die Züge nahmen zu. Der Landschaftsbau wurde auch immer besser und die Nähe zum Vorbild musste immer pedantischer Eingehalten werden. Dieses Hobby ruhte keine Minute lang, auch nicht während des Maschinenbaustudiums. Als ich von Köln nach München umzog und dort die Arbeit bei der damaligen Deutschen Bundesbahn anzufangen, wollte ich auf Z umsteigen. Verwarf das aber da ich bereits auf den Modellbahnbörsen, ja das gab es damals schon, einiges in Spur N hatte. Also blieb ich der Linie treu. 1993 zog ich dann von München nach Buchloe wohnhaft um und baute dann die erste Großanalge auf. Nach nur drei Tischen habe ich alles abgerissen aufgrund von Unzulänglichkeiten. Die Gleiswendel war aus 5 Lagen Furnierholz mit Gewindestangen ausgerichtet und eingleisig. Die Idee stammte von Vater. Das war bereits die 5. Anlage die ich baute. Die 6. ist nun mein Meisterstück, gelernt aus den zuvor gebauten Anlagen und auch aufgrund der Erfahrungen mit den Modellbahnfreunden Buchloe, die ich 1998 gründete. Es soll meine letzte private werden. Mit den Modellbahnfreunden baue ich unter anderem an einer 12 m langen und 1 m breiten N – Anlage, einer 12 auf 5,7 Meter Märklin HO Analge mit. Im Dezember findet unsere 6. Ausstellung in Buchloe statt.
Nun baue ich seit 3 Jahren an meiner im Winter sofern die Zeit bleibt daran weiter. Gebaut wird in einem Raum von 3 auf 3 Meter in 3 Etagen übereinander. Baumaterial für die Segmentkisten ist Sperrholz, 10 mm. Die Beine sind auch Quadratholz 38 mm. Die Unterkante der Kiste ist auf 62 cm und die Oberkante auf etwa 90 cm. Ich will so groß bauen da ich einen Riesenfuhrpark habe (fast 200 Loks, ca. 20 Triebzüge, ca. 700 Wagen) Vieles davon soll auf der Anlage stehen, das wenigste in Vitrinen. Trassenbretter sind aus 4 mm Sperrholz. Die Anlage hat eine Tiefe von 90 cm, nur hinter der Türe ist eine Kiste von 60 cm. Insgesamt stehen dort in Form von einem "G" 6 derartige Segmentkisten. An einer noch zu findenden Stelle muss ich noch den Übergang für die 12 m N Anlage der Modellbahnfreunde schaffen. Auch die doppelgleisige Wendel ist aus 4 mm Sperrholz und Quadratpfosten von 20 mm
Im nächsten Kapitel möchte ich mal versuchen die Gedanken dazu zu ordnen, da es keinen genauen Bauplan gibt. Es funktioniert nur einfach alles. Auch dann wenn keine Zeichnung oder Skizze dazu existiert. Ich wollte einfach mal nur damit anfangen, da mich ein Aktiver des Forums darauf gestoßen hat. Fand ich eine gute Idee und werde ich auch durchziehen, aber nicht jeden Tag.
Also bis zum nächsten Absatz, und dann vielleicht auch mit Bild oder Skizze.
 
Liebe Grüße an alle
Gereon aus dem Ostallgäu
 
JimKnopf65

JimKnopf65

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo Gereon,

ich nehm mal an, daß das Bild in Dieters Thread ein Ausschnitt dieses Anlagenteils ist...:confused::rolleyes::D
wie gesagt, oder geschrieben...:cool:...hast Du durch die Schrauben zur Befestigung der Gleise kein Geräuschproblem? (Schraube durch Kork in Holz = Schallbrücke)

Gruß

Werner
 
Gereon

Gereon

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo Werner, alias JimKnopf65,

sicherlich ist es vollkommen richtig, dass die Schrauben durch jedes Material eine Schallbrücke darstellen. Ich habe mich dennoch dazu entschieden, denn ich möchte die Anlage eines schönen Tages (liegt noch in weiter Ferne) der Öffentlichkeit vorstellen. Dazu kommt der Transport, welcher schon bei der Plaung zu 100 % berücksichtigt wurde. Hier könnte es zu leichten Schäden kommen. Diese kann ich durch das Schrauben schneller und leichter beheben.

Ich habe damit so meine Erfahrungen was den Transport von Modelleisenbahnanlagen angeht. Alle 2 Jahre machen die Modellbahnfreunde Buchloe, ein Arbeitskreise der VHS Buchloe, eine Modellbahnausstellung. Hier transportieren wir Anlagen der Spurweite Z bis 1. Leider haben wir dabei im Anfang so manchen Schaden gehabt, den wir noch rechtzeitig vor Ausstellungbeginn beheben. Ich selber fahre dabei mit meinem privaten Fiat Ducato viele dieser Stücke und kann schon ein Lied davon singen.

Also lebe ich mit der Geräuschkullisse. Weiterhin machen einige Digitalloks mehr Krach mit den typischen Geräuschen: Motor, Hupe, Bremsenquietschen, ... auch noch mehr Krach.


Aber ich will weiter hier berichten, wenn es gestattet ist. Es können auch jeder Zeit Fragen gestellt werden, um deren Beantwortung ich mich baldmöglichst bemühen werde, da ich nicht täglich im Internet bin.

Liebe Grüße an Werner und die anderen die hier lesen.


Gereon aus dem Ostallgäu
 
Schorschl

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo zusammen!

@ Gereon, da hast Du vollkommen recht, daß mit der Geräuschkullisse ist wirklich so, daß ein bischen Fahrgräusche gar nicht so schlecht ist,
man soll es ja auch ein bischen hören das was fährt! ;)

Übrigens zu Deiner Aussage:
Aber ich will weiter hier berichten, wenn es gestattet ist
Was heist hier gestattet, wir sind doch alle froh die Arbeit und die verschiedenen Arten der Bauweise von anderen Mobahnern anzusehen,
da kann man ja nur lernen daraus! :thumbsup:

Also keine Frage wir bitten um weitere Bilder und Beiträge! :thumbsup:
Danke in voraus
und
 
teddych

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Gereon

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Bitte aber nicht unter Druck setzen, ich werde weiter berichten, auch die Fotos dazu packen, aber ich muss auch die Zeit dafür haben. Es soll ja schließlich auch ein aussagekräftiger Bericht kommen mit dem jeder etwas anfangen kann.

Auf die Füße kann mir keiner treten, denn ich habe meistens S3 Stiefel an (Stahlkappe und Stahlsohle). Sollte jemand ein Foto passend zum Thema oder Bauabschnitt dazupacken wollen, kann er es gerne machen. Ich kann damit leben.

Dieses könnte auch die Sache beleben und für mich auch Informationen enthalten.


Gruß
 
Micky

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Sollte jemand ein Foto passend zum Thema oder Bauabschnitt dazupacken wollen, kann er es gerne machen. Ich kann damit leben.

Dieses könnte auch die Sache beleben und für mich auch Informationen enthalten.


Gruß
Recht haste!;)
 
Gereon

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo Fangemeinde,

hallo an die eidgenössischen Modellbahner und alle anderen hier in dem Forum,

hier kommt die Fortsetzung Nummer 1 zu meinem Thema, das Wetter ist nicht so gut für draußen und am Sonntag kann man schlecht in der Etagenwohnung Maschinen laufen zu lassen. So befasse ich mich mal wieder mit dem Schreiben und Skizzieren:
<BR><BR>In der Skizze 01 ist die Tischaufteilung im Zimmer dargestellt. Es wurde so ausgelegt, dass der Raum auf jeder Seite mindestens 50 mm Luft hat. Dadurch ist gewährleistet, dass die Montage der Kisten oder auch Tische durchgeführt werden kann. Alle Abmessungen sind wie im Maschinenbau üblich in mm gemacht. Dieses gilt für alle anderen Skizzen auch. Ich gebe normalerweise alle Abmessungen in mm an. Die Umrechnung kann ja sicherlich jeder auf die andere Maßeinheit durchführen.

Alle Sperrholzteile die zum Bau der Kisten verwendet wurden sind auch 10 mm Dicke gefertigt. Hier habe ich ausreichend Stabilität und ich kann auch stirnseitig mal eine 3 mm Holzschraube eindrehen. Dieses sollte aber nur im Notfall geschehen! Die Abmessungen sind die Außenabmessungen der Holzkisten! Das heißt gegebenenfalls muss noch die Materialstärke in Abzug gebracht werden.

Die Verbindung der Holzkisten ist denkbar einfach: Zur Zentrierung und zum Fixieren der Kisten untereinander wurde 8 mm Rundholz aus Buche verwendet. Die Funktion ist die eines Holzdübels. Die Bohrung wurde gemeinsam durchgeführt. Vorläufige Fixierung mittels Schraubzwingen. Dadurch fluchten die Bohrungen beider Kisten genau. Gleiches gilt auch für die Schaubbohrungen. Verschraubt wurden die Kisten mit M6 Schrauben und Verbindungsmuffen. Verbindungsmuffen haben außen Holzgewinde und innen Maschinengewinde. Diese gibt es für die Nenndurchmesser M6, M8 und M10. Unter den Schraubenkopf ist eine Karosseriescheibe untergelegt. Dadurch drückt sich der Kopf nicht ins Holz. Siehe folgendes Foto.



Da die 10 mm Sperrholzdicke nicht ausreichten um die Verbindungsmuffen zu halten, wurden an diesen Stellen noch Reste einer Tischlerplatte oder der 10 mm Sperrholzplatte aufgeleimt, damit die Muffe ausreichend Holz hat um sicher zu halten. Siehe folgendes Foto.


Nicht alle Kisten haben 4 Beine. Auf Grund der räumlichen Gegebenheiten, haben Tische 1 und 3 jeweils 4 Beine bekommen. Die Kisten 4, 5 und 6 haben nur 2 Beine. Lediglich Tisch 2 hat keine Beine. Die Beine sind aus Kanthölzer mit einer Kantenlänge von 38 mm (im Baumarkt erhältlich). Auch die Kistenbeine sind mit den M6 Schrauben und Verbindungsmuffen befestigt. In der Länge sind diese Variabel um 10 mm. Hier kamen Schloßschrauben zum Einsatz wegen dem gerundetem Kopf.


Liebe Grüße an alle


Gereon aus dem Ostallgäu
 
teddych

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo Gereon

Bei dir kann man schon noch Ideen sammeln.

Kistenbeine: In der Länge sind diese Variabel um 10 mm.
Wie hast du das Variabel gemacht? Hab mir da schon den Kopf darüber zerbrochen.

Danke und Gruss
Teddy
__________________________
Kontaktgleis im Selbstbau
 
Gereon

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Hallo Teddy,

ganz einfach:
Je Haxn eine Verbindungsmuffe eingeschraubt: M6 = 7 mm Loch gebohrt auf Schraubenlänge, dann in der Länge der Verbindungsmuffe auf 10 mm aufgebohrt. Eine M6 Schraube mit Mutter und Verbindungsmuffe kontern (damit kann man diese gerade einschrauben!) die Konterung in Endlage lösen und samt Schraube herausdrehen. Jetzt nimmt man die Schloßschraube M6 und schraubt diese in die Muffe ein. Mit einen Maulschlüssel oder Gabelschlüssel 10 mm kann jetzt hier die Höhe genau justierte werden

M6 hat 1 mm Steigung bei 1 Umdrehung


Ist doch ganz einfach, nur die Idee muss man bekommen.

Sollten Fotos gewüsncht werden, dann bitte melden

Gruß
 
Gereon

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo Fangemeinde,
hallo an die eidgenössischen Modellbahner und alle anderen hier in dem Forum,
hier kommt die Fortsetzung Nummer 2 zu meinem Thema, das Wetter ist eher bescheiden, ich bin noch Arbeitsunfähig geschrieben aufgrund einer vorangegangenen Knieoperation und so will ich mal wieder versuchen einige Zeilen zu schreiben.
Den Grundaufbau meiner Modellbahnanlage habe ich ja bereits geschrieben und skizziert. Da möchte ich mal mit dem schwierigsten Teil der Anlage anfangen, so wie ich auch gebaut habe: Die Gleiswendel. Diese ist auch eingangs als Foto zu erkennen.
Gezeichnet habe ich nichts dazu, denn es ist bereits die fünfte Gleiswendel die ich baue bzw. gebaut habe. Die sechste meldet sich schon langsam an und soll bei einem Freund gebaut werden, bzw. er will die bauen. Ich soll nur die Planung machen und die Maße festlegen.
1. Randbedingungen / Voraussetzungen / Erwartungen
1.1. Trafowagen von Minitrix
Der gigantische Trafowagen (Bezeichnung Uaai839) von Minitrix mit voller Länge und 32 realen Achsen soll dadurch fahren können, damit der auch mal aus dem sichtbaren Bereich verschwinden kann ohne jedes mal wieder aufgegleist zu werden.
1.2. Steigung auf max. 2%
Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung hat es sich ausgezahlt für lange Züge und auch für diverse schwache Triebwagen und Triebfahrzeuge ist es von Vorteil die Steigung nicht über 2% gehen zu lassen. In der einschlägigen Literatur kann man immer 2,5% als Maximalwert lesen. Das hat sich aber mit meinen Erfahrungen nicht so ganz gedeckt. Deshalb habe ich als Maximalwert 2% festgelegt. Ganz einfach per Anordnung.
Da bekanntlich jeder mm zählt, wurde die Drehrichtung der Wendel so gelegt, dass das bergwärts führende Gleis außen läuft. Damit habe ich einige mm in den Kurven gewonnen und damit die Steigung minimal verringert. Im Innenkreis ist die Steigung etwas größer, aber talwärts kann das verantwortet werden.
1.3. Oberleitung kommt keine
Den Einbau einer Oberleitung, ganz egal ob mit oder ohne Funktion ist nicht vorgesehen und wird auch nicht eingebaut. Der Noteingriff ist schon eng genug. Da muss ich mir dieses wenige nicht noch mit Oberleitung verengen.
1.4. Verschnitt sollte Minimiert werden
Der Verschnitt an Holz sollte Minimiert werden. Die letzte bestand aus Furnierholz, die zu einem Stück bestand und auf 6 mm Gewindestangen ausgerichtet war. Eine schöne Sache, flexibel und stabil, genau auszurichten und nachträglich konnten auch noch kleiner Unebenheiten ausgeglichen werden. Nun aber soll wieder in 4 mm Sperrholz gebaut werden. Die klassische Bauart.
2. Ermittlung der Werte
Die Ermittlung der Werte für die Gleiswendel ergab sich zum einen schon aus der Tischgröße. Hier wollte ich nicht nur einen Teil davon verwenden, sondern möglichst die ganze Fläche. Also wurde dieses gemacht.
 
Skizze 2:


Plan der Gleiswendel
Es entstand der Plan wie in Skizze 2 dargestellt. Die Abmessungen 1400 auf 900 mm sind die äußeren Abmessungen. Also noch 10 mm Sperrholzwand abziehen, bleiben noch genau 1380 auf 880 mm übrig. Mehr Platz ist nicht und wird es auch nicht. Damit sind die Rahmenabmessungen und die Höhe von 355 mm festgelegt. Durch die Höhe habe ich auch noch ausreichend Eingriffsmöglichkeit um in die Zwischenebenen einzugreifen.
Je weiter ich die Kurven in die Ecken bekomme, desto mehr Strecke gewinne ich und desto flacher fällt die Steigung aus. Also kamen nach 90 Grad Kurvenfahrt immer wieder eine Gerade. Der kleinste Radius muss mindestens 200 mm sein, damit auch der VT11/5 von Roco dadurch paßt.
Per eigener Anordnung wurde der Innenradius auf 300 mm festgesetzt. Nun war auch ausreichend Sicherheit für diesen schönen Triebzug gegeben. Den Gleisabstand von 33,60 mm wurde von Minitrix immer praktiziert und bis auf die Spezialwagen (Trafowagen und die Torpedopfannenwagen) paßt dort alles aneinander vorbei und das ganz sicher. Also werden diese Abmessungen auch wieder Anwendung finden. Damit ist der Außenradius nun auf 333,60 mm definiert worden. Nun musste noch die Sicherheit für die nach außen ausscherenden Dampfrösser berücksichtigt werden. Damit legte ich den Außenradius für das Trassenbrett auf 370 mm fest.
Der Innenradius wurde auf 250 mm festgelegt, nach dem ich den Trafowagen ausgemessen hatte, und die Einscherung nach innen in den Kurvenfahrten ausgerechnet hatte. Das dauerte zwar wieder seine Zeit und erstreckt sich auf rund 4 DIN A 4 Seiten Papier. Das war festgelegt. Nun wurden die Geraden Stücke ausgerechnet und damit konnte der Mittlere Umfang einer Umdrehung ermittelt werden. Der Mittlere Radius wurde für die Berechnung immer wieder angesetzt und als Grundlage verwendet. Der mittlere Radius beträgt 310 mm. Die weiteren Berechnungen ergaben dass ich eine Steigung von 65 mm erreichen kann. Das ist eine mittlere Steigung von 1,87%. Damit bin ich unter 2% geblieben. Somit wurden für die Höhendifferenz insgesamt 5,32 Umdrehungen notwendig.
Weiter in der Fortsetzung Nummer 3, die demnächst eingestellt wird.
 
 
Liebe Grüße an alle
Gereon aus dem Ostallgäu
 
Gereon

Gereon

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AW: Meine 6. und letzte private Modellbahnanlage Spur N

Hallo Fangemeinde,
 
hier kommt die Fortsetzung Nummer 3 zu meinem Thema.
Alle Trassenbrettchen sind aus 4 mm dickem Sperrholz hergestellt. Die Abmessungen im einzelnen:
Je Umdrehung:
2 Stück 630 mm x 120 mm
2 Stück 140 mm x 120 mm
8 Stück Bogensegmente zu je 45 Grad, Innenradius 250 mm, Außenradius 370 mm
Ich habe die Bogenteilung gewählt, damit der Verschnitt an recht teurem Sperrholz minimiert ist. Die Kurven hätten ohne hin in der 45 Grad Teilung gestützt werden müssen. Somit ist es gleich wenn auch dort noch eine Trennstelle ist.
Die Fertigung der Bogensegmente und das Aufzeichnen auf Sperrholz geschah nach der genauen Berechnung aus der Geometrie. Man kann es auch aufzeichnen, muss aber einen Zirkel dazu bauen.
Dieser Zirkel ist nichts anderes als eine Holzleiste, 20 auf 5 mm und einer Länge die größer ist als der größte Radius. An dem einen Ende ist eine Bohrung von 2 mm anzusetzen. Dort habe ich eine Spaxschraube eingeschraubt, die etwa 3 mm aus dem Holz mit der Spitze herausschaut. Das ist der Mittelpunkt des Kreises. In dem Maß des zu zeichnenden Radius ist dann eine 2 mm Bohrung notwendig. Durch diese habe ich die Mine des Fallminenbleistifts geschoben und den Kreis, bzw. den Bogen, gezeichnet. Nun werden die Sägekanten für den 45 Grad Bogen eingezeichnet mit einem Lineal vom Mittelpunkt aus bis zum Außenradius. Dann folgt der 45 Grad Winkel und die zweite Sägelinie ist fertig.


Foto: Zirkel für größere Radien = Eigenbau
Gesägt wird jedoch nicht entlang dieser Linie, sondern so weit wie möglich davon weg, dass das Bogensegment größer ist als 45 Grad. Nun habe ich ein Stück davon ausgesägt und genau geschliffen. Dieses muss dann als Muster für alle folgenden Stücke passen und somit ist hier sehr große Genauigkeit angesagt, auch wenn es nur der Rohbau ist. Alles weitere hängt davon ab.
Zum Sägen der Bögen habe ich die Dekupiersäge verwendet. Die langen und kurzen Geraden wurden mit der Minikreissäge gesägt.


Foto: Dekupiersäge aus einem Sonderangebot eines Diskounters.
Zufälligerweise konnte ich mir das so einrichten, dass ich die Schienenstöße nur in der Geraden habe. Das vereinfachte die Sache ungemein. Weiterhin hat es sich in der Vergangenheit (Ich baue nun die vierte Gleiswendel) gezeigt, das bei Schienenstößen in der Kurve oft auch eine Entgleisungsstelle entstehen kann und das ist dann immer ärgerlich. Sicherlich habe ich etwas mehr Verschnitt bekommen, aber die Sicherheit war mir das Wert.
Für die notwendigen Höhen habe ich mir auf dem Rechner im Tabellenprogamm die Höhepunkte ausgerechnet und in Tabellen eingetragen. Hierzu wurden die Stützpunkte mit Buchstaben bezeichnet und die Umdrehungen in Zahlen. So konnte ich genau zu jeder Umdrehung an dem entsprechenden Pfosten (Bezeichnung: <Buchstabe> <Zahl>) die Höhe nachschauen und kontrollieren.
Nur bei der ersten Umdrehung musste ich jeden Stützpfosten einzeln mit der Höhe anpassen. Hier verwendete ich auch das Sperrholz. Außer ganz im Anfang habe ich mit Furnierholz (Mal eine Schreinerei nach Furnierholzabfällen fragen) unterbaut. Geleimt wurde mit Expreß - Holzleim aus dem Hause Henkel.
Die Schienen müssen fertig verlegt sein, bevor die nächste Runde aufgeleimt wird. Nur so können diese befestigt werden. Befestigung wieder mit den Göppinger Gleisschrauben, da die anderen unmögliche Kopfformen haben. Geschraubt wurde mit dem Akkuschrauber, aber bitte vorsichtig. Hier ist darauf zu achten, das der Akkuschrauber keinen Nachlauf hat. So kam der kleine nicht in Betracht, sondern der große wurde verwendet.
Den notwendigen Schrauberbit gibt es nicht oder ich habe den nicht gefunden. Es wird einer benötigt mit der Größe "00". Somit war Hilfe zur Selbsthilfe angesagt: Ich kaufte einen Schraubendreher der Größe "00", trennte den Handgriff ab und spannte diesen in das Bohrfutter des Akkuschraubers. Alles hat geklappt. Man kann mit viel Geschick auch einen Schrauberbit der Größe "0" mit der Drehmelflex auf Größe "00" tunen, ist aber aufwendig und nicht so einfach.
Nun erlaube ich mir noch einige Fotos einzustellen, die mein Zimmer betreffen.


Werkzeugspender 1


Werkezugspender 2


Kabelspender
 
 
Weiter mit der Fortsetzung Nummer 4, die folgen wird. (Drohung)
 
teddych

teddych

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Hallo Gereon

Der Kabelspender gefällt mir! Das wäre natürlich DIE Lösung für mein Problem. Wobei ich mich wohl mit der "alten" Version begnügen würde...

Gruss
Teddy
_________________
Diodentrick, auch für S88 mit Optokoppler
 
Gereon

Gereon

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Es hat alles seine Vor- und Nachteile, die jeder für sich selber ausmachen muss. Da kann ich keinem Vorschriften machen.

Gereon
 
Gereon

Gereon

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Hallo Fangemeinde,
 
hier kommt die Fortsetzung Nummer 4 zu meinem Thema.
Da nun die Vorbereitungen für den Aufbau fast alle gemacht sind, fertigen wir nun noch die Distanzstücke für die Gleiswendel an, die nach der ersten Umdrehung notwendig sind um den genauen Abstand zueinander zu halten. Hier kommt es auf die Genauigkeit an. Jeder 1/10tel Millimeter entscheidet auf die Einhaltung des Ausfahrpunktes aus der Gleiswendel oben. Hierzu ist der Einsatz von einem Tellerschleifer unbedingt nötig. Alles andere dauert länger und wird auch ungenauer.


Foto Tellerschleifer

Hier wird genau der Winkel auf dem Tellerschleifer eingestellt und dann wird nach dem Sägen jedes Distanzstück einzeln nachgemessen mit der Schieblehre (genau heißt es Meßschieber). Die genaue Länge haben wir in den vorangegangenen Schritten errechnet und auch die Dicken der Trassenbrettchen und des Schienenunterbaues berücksichtigt. Die Breite des Distanzholzes hat an den Pfosten die Breite des Pfostens und an den Wand kann es auch etwas –breiter sein, muss aber nicht. Ich habe alles nur in einer Breite gemacht. Das reicht auch aus.

Skizze Distanzbrettchen und Einbau

Wie schon mal geschrieben muss die Wendel mit der Holzarbeit gemacht werden und bevor es zur Überdeckung kommt, müssen die Gleise verlegt werden. Hier sollte auch ausreichend Platz gelassen werden, dass man noch arbeiten kann. Ich habe also immer nur ¾ Umdrehung Holzvorbau betrieben und dann die Gleise nachgezogen. Dank des schnellen Holzleimes konnte ich hier fast ohne Pause durcharbeiten und es kam nicht zum Stillstand (Außer Kaffee und Zigarettenpause).
Die Kabelanschlüsse für die Gleiswendel sind bei mir in jeder Umdrehung gemacht. Dadurch kann ich die Leitungsverluste minimieren und die Stromzufuhr sichern. Dieses sollte gleich mit gemacht werden, denn ich hatte daran nicht gedacht und dieses in die bestehende Wendel eingebaut. Das war eine saumäßige Fummelarbeit, bei der ich mir zwei mal die Pfoten an dem Lötkolben ankokelte. Das muss nicht sein. Hier auch gleich auf die richtige Farbkodierung der Kabelleitungen achten. Dann hat man es einfacher und ein logisches Farbsystem in den Kabeln. Eine Fehlersuche ist damit leichter möglich.
Da ich immer nur 90 Grad Bögen gebaut habe und dann wieder eine Gerade von 140 oder 630 mm eingebaut habe, konnte ich die Flexgleise so verlegen, dass die Schienenstöße grundsätzlich in der Geraden waren. Das vereinfachte das ganze gewaltig. Den geringen Mehrverschnitt habe ich dabei in Kauf genommen, es ging zügig weiter und die Fehlerquellen und Entgleisungsstellen wurden minimiert. So habe ich die ganze Wendel hochgezogen und am oberen Ende gleichzeitig noch die Ausfahrt aus dem Bahnhof daneben gebaut. Hier ist der viergleisige Bereich der Wendel und später auch die Zusammenführung der vier Gleise auf nur noch zwei.
Sollten sich dazu Fragen stellen bezüglich Berechnung und Bau des ganzen, so kann man mich hier öffentlich anschreiben oder man schreibt eine PN an mich. Beantwortung wird so bald als möglich geschehen.
 
 
Weiter mit der Fortsetzung Nummer 5, die folgen wird.
 
Gereon

Gereon

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Hallo Leute,

ich bin noch aktiv, aber nur in der wenigen Freizeit die mir bleibt. So bin ich momentan damit befasst, die Strippen für die analoge Bedienung zu ziehen. Hier lohnt es sich nicht Fotos einzustellen, dennoch mal eines von meinem Taurus Nummer34 meiner Sammlung:

 
Gereon

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Hallo Miteinander,

nun ist der Sommer langsam gelaufen, die letzten Touren werden noch mit dem Kanu gepaddelt, das Wildwasserkajak ist noch im Einsatz, die Freundin wird sich in den kommenden Wochen nach 19 Jahren von mir verabschieden, warum = ????????????????. und ich werde mich dann wieder der Modelleisenbahn widmen und hier meine geistigen Erfüsse niederschreiben oder auf Fragen und Meinungen reagieren.

Liebe Grüße an alle.

Euer Gereon
 
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