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Mit mLD3 Analoge Lok digitalisieren


Looky

Bahnlehrling
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#1
Hallo bin ganz frisch hier wollte nur fragen ob ich mit dem mLD3 eine analoge Lok digitalisieren kann?

LG Looky
 

Siki

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#2
Du kannst generell eine Lok mit fast jedem Decoder digitalisieren, insofern der Decoder so viel Strom verträgt wie der Motor braucht. Je nach Lok muss eventuell der Motor umgebaut werden Bsp. alte Loks von Märklin/HAG mit Feldspule müssen auf Permanentmagnet Motor umgebaut werden (Teile dazu bestellbar).

Lg Simon
 
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#3
Hallo Looky, willkommen auf dem Modellbauforum.

Simon, Deine Aussage ist so nicht ganz Richtig. Grundsätzlich brauchen Gleichstrommotoren Decoder für Gleichstrommotoren. Der Märklin mLD3 ist einer für diesen Zweck. Allstrommotoren (umgangssprachlich auch als Wechselstrommotoren bezeichnet) wie diese Beispielsweise in älteren Konstruktionen von Märklin anzutreffen sind, brauchen nicht zwangsläufig einen Austausch der Feldspule gegen ein Dauermagnet. Dies ist primär ein gutes Geschäft für die Reperateure der Fachgeschäfte. Beispielsweise hat Tams entsprechende Decoder für die Umrüstung und dies erst noch kostengünstig im Programm. Auch Uhlenbock https://uhlenbrock.de/de_DE/service/download/handbook/de/archiv/Bes75100.pdf hat entsprechende Decoder für Allstrommotoren im Programm.

Jakob
 

Looky

Bahnlehrling
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#4
Das heisst wen ich bis jetz immer Analog gefahren bin und jetz Digital fahren will brauch ich nur einen mLD3 oder einen Uhlenbock ein zu bauen?
 
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#5
Hallo Looky,

Sorry, ich möchte Dich nicht entmutigen, da brauchen wir schon ein wenig mehr Informationen.

- Was für eine Lok willst Du umbauen? Allenfalls, was für Lokomotiven willst Du umbauen?
- Hast Du schon einmal eine Lok umgebaut?
- Kennst Du jemand der Dir allenfalls beim Umbau helfen kann?

Schönes Wochenende

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet:

Siki

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#6
@Tinplate klar es gibt Decoder für Allstrommotoren. Den LD-W-32 hatte ich auch schon einmal verbaut, allerdings gibt es ein paar Dinge welche mir nicht so passen, 1. kein Überlastschutz, 2. keine Lastregelung, 3. dass einstellen der CV's ist generell schwer zu bewerkstelligen bei alten Loks --> einmess Funktion. Der einzige Grund wieso ich noch einen TAMS Decoder (LD-G-34 Plus) im Einsatz habe ist, dass dies so ziemlich der einzige Decoder war der einen genug hohen Motorstrom liefern kann (die meisten H0 Decoder liefern ja etwas um die 1A).
Wenn ich einen Allstrommotor umbauen möchte würde ich nächstes mal auf den Uhlenbrock 76200, da er einen Überlastschutz und eine Lastregelung hat, der Uhlenbrock 75000 kann leider nur MM und hat keinen Überlastschutz und keine Lastregelung.
--> Ich baue meine Allstrommotoren aufgrund der kleinen Decoder Auswahl, den Fahreigenschaften, den fehlenden Multiprotokoll Decodern, der schwierigen Einstellungen der Fahreigenschaften um auf DC-Motoren.

Mit den Märklin Decodern der neusten Generation habe ich gute Erfahrungen gemacht (mld3 und msd3) und empfehle sie vor allem den Besitzern einer CS2 da man direkt via das Programmiergleis der Zentrale die Decoderprojekte auf den Decoder schreiben kann und den Decoder auch updaten kann. Zudem sind sie einige der wenigen Decoder die offiziell zugelassen sind für alle Märklin AC Analog Trafos.

@Looky
Mein Denkschema für eine Digitalisierung:
1. Was ist es für eine Lok/ welcher Motor ist verbaut?
  • Allstrommotor (AC Motor, Motor mit Feldspule (kein Permanentmagnet)) --> Umbauen?
    • Nein --> Uhlenbrock 75000, 76100 oder Tams LD-W-32
    • Ja --> vergrössert die Decoder Auswahl immens:
      • Bei Märklin Loks (Achtung es gibt mehrere Motortypen):
        • HLA-Umbauset von Märklin (zwischen 25 CHF und 28 CHF bei C-Gleis-Plus)
        • Feldmagnet durch Permanentmagnet ersetzen z.B. von ESU
      • Bei HAG Loks (Achtung es gibt mehrere Motortypen:
        • Feldmagnet durch Permanentmagnet ersetzen, bei HAG erhältlich
  • C-Sinus/SDS Motor (Drehstrommotor)
    • Spezieller Treiberbaustein (z.B. von Rail4you) oder Decoder nötig
    • Ev. ersetzen durch DC-Motor? --> Treiber entfällt
  • Gleichstrommotor --> grösste Decoder Auswahl
    • Bei Märklin Loks falls ein 3 Poliger Rotor vorhanden ist ev. ersetzen durch 5 Poligen (fährt ruhiger bei tiefen Geschwindigkeiten)
2. Was will ich erreichen/welche Erwartungen habe ich?
  • Decoder mit oder ohne Sound?
  • Mit welchem digital Protokoll fahre ich?
    • DCC (ev. Railcom(plus) zusätzlich)
    • MM(2)
    • mfx/M4
    • Selectrix
  • Wie viel Strom braucht der Motor? (vor allem wichtig bei alten Motoren)
  • Was will ich sonst noch alles ausser Fahren?
    • Z.b. div. Lichtfunktionen, Telexkupplung, Rauchsatz --> Wie viele AUX-Ausgänge brauche ich?
    • Ev. Sensor gesteuerte Funktionen? Z.b. für synchrone Dampfschläge --> Inputs?
    • SUSI-Schnittstelle?
  • Decoder mit oder ohne Schnittstelle?
    • Vorteile einer Schnittstelle der Decoder lässt sich schnell ersetzen durch abziehen von der Schnittstelle nützlich in folgenden Fällen:
      • Bei Defekt des Decoder
      • Bei Umstieg auf ein anderes Protokoll, welches nicht Unterstütz wird vom Decoder
      • Bei Decoder upgrade
3. Änderungen an der Lok?
  • Beleuchtungsumbau?
  • Motorumbau?
  • Rauchsatz?
  • Telexkupplung?
  • Fräsarbeiten/Bohrungen nötig?
Um dir zu Helfen müsste man mindestens ein Bild des Motors haben, noch besser die Artikelnummer und den Hersteller der Lok.

Lg Simon
 
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Jegenstorf
#7
Hallo Simon

Danke für Deine ausführliche Beschreibung. Ist sicher auch im Sinne von Looky.

Aber Achtung: Auch original Allstrommotoren wie sie Märklin im Einsatz hat, können mit einem kleinen Zusatzmodul von Tams, dass im wesentlichen aus zwei Kondensatoren und Dioden besteht, in Kombination mit einen Tams-Decoter (oder allenfalls Uhlenbock-Decoder ohne Lastregelung) mit einer Lastregelung versehen werden. Im Summiforum gibt es diesbezüglich eine ausführliche Studie und Beschreibung.

Generell ist für den Umbau eine minimale Fachkenntnis an Elektronik nicht zu unterschätzen. Auch sollten die umzubauenden Lokomotiven in einem einwandfreien Zustand sein. Sonst sind Überraschungen auch mit Decoder die über eine Kurzschlusssicherung haben nicht ausgeschlossen.

Eine Kontaktperson in der realen Welt bezüglich dieses Themas die vor Ort kommen kann, wenn die ersten Lokomotiven selber umgebaut werden, ist zudem nicht zu unterschätzen. Nach diesbezüglich geeignete Personen kann auch in einem lokal ansässigen Eisenbahn-(!) und Modelleisenbahnverein oder Modelleisenbahn-Fachgeschäft nachgefragt werden. Nicht gleich nachgeben, wenn die erste Anfrage negativ war...

Jakob
 
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