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PowerPack im Eigenbau

hannah

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Guten Morgen in die Runde,

meine kleine Sonntagmorgen-Aufgabe war die Fertigung eines PowerPack mit knapp 1 Farad Kapazität.
Zunächst der Schaltplan:

Auswahl_002.jpg

Bei Test mit 12 V DC dreht der Antrieb (Fleischmann Rundmotor einer BR 89) mit voller
Drehzahl ca. 4 Sekunden weiter. Im Digitalbetrieb stüzt die Schaltung dann den Decoder
ESU LokSound 5. Ein bis zwei Sekunden Stützspannung dürften ausreichen, um eine
H0-Weiche mit unpolarisiertem Herzstück zu Überwinden.

Im Vergleich mit einem ESU PowerPack mini (1 F) für fast 40,00 €, gleichen die Kosten für
das "Vogelfutter", wie Teddy diese Art Bauteile nennt, den Nachteil aus, dass beim
Programmieren des Decoders die Schaltung unterbrochen werden muss. (Mikroschalter)

Verwendung findet die Lösung in meinem Projekt Schmalspurdamflok 0e

Aus Freude am Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah

P.S.: Warum zwei ELKOs? Weil die E-Bastelkiste noch voll davon ist. Bild gefällig?

GSB_001_Kessel_Elkos.JPG
 
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Grüss dich Hannah

Das Ding über dem R 220 Ohm ist vermutlich eine Diode. Wie ist die genau geschaltet; oder anders formuliert: Wie speisen die C bei Unterbruch der Str4omabnahme den Decoder?
 
hannah

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Das Ding über dem R 220 Ohm
Guten Abend René,

peinlich, das Schaltzeichen der Diode verkehrt geschnitzt zu haben. Richtig siehe Unten:
1579454121434.png

Hier der Schaltvorschlag aus der ESU-Bedienungsanleitung für den LokSound 5:

Auswahl_003.jpg
Schätze mal, dass die Diode Verpolung verhindert.

Sobald keine Spannung mehr anliegt, geben die Kondensatoren die gespeicherte ab.

@Bastler
...eine Frage habe ich aber noch: wird das Zeug nicht zu heiss, wenn's dauernd geladen wird?
Strom zu den Kondensatoren fliesst nur so lange, bis Ladespannung = Kondensatorspannung.
Der Sand im Kessel nimmt anfallende Wärme gleichmäßig auf und gibt sie an die Kesselwand
weiter. Mit ihrer Fläche von 7 cm x 8 cm = 56 cm² sorgt sie sicher für ausreichende Wärmeabgabe.

Freundliche Grüße aus dem E-Labor Tornesch

Hannah & Prof. Knox
 
Bastler

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Hoi Hannah

Ok das mit der Diode war uns schon klar, dazu habe ich ja nix geschrieben, aber eben du schreibst nun doch Waermeentwicklung....und der Sand isoliert doch eher als das er was aufnimmt. Gibt es da keinen Stau?..ueberleg mir naemlich, das mal probehalber in ne Loki zu verbauen, weil ich hoffe damit die Kontaktprobleme zu loesen, eine Sekunde Strom wuerde schon genuegen

Gruss Barni
 
hannah

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...das mal probehalber in ne Loki zu verbauen...
Hoi Barni,

mach's einfach. In einem H0-Eilzuggepäckwagen waren vier solcher ELKOs verbaut, ohne das es heiss wurde. Im Durchgangswagen sind zwei verbaut.
Der Sand würde natürlich Wärme aufnehmen, wenn auch nur langsam, und über die Kesselwand nacht
Aussen abgeben. Braucht er aber nicht, dient als Ballast.

Aber, ich werde nachher einfach meinen Kessel an ein Netzteil hängen und abwarten. Wenn er bis
Mittag nicht abgeraucht ist, mache ich hier Meldung, mit Temperaturangabe. :thumbsup:

Bis dahin freundliche Forscherinnen-Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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ich hoffe damit die Kontaktprobleme zu loesen
Eine solche Schaltung erfüllt ihren Zweck ganz sicher. Bei mir tun insbesondere die beiden H0 E 3/3 von Liliput oft nicht so, wie sie sollten. Platz für ein PowerPack hat's dort allerdings nicht; es war schon nicht ganz einfach, dort einen Decoder einzubauen.
 
hannah

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Guten Morgen René,

ESSO warb mal mit "Pack den Tiger in den Tank". Ich schreibe "Pack die Power in's Tigerli". :D

In meiner BR 94 von Liliput war ein Bleigewicht im Kessel verbaut: L = 55 mm, D = 20 mm.
Falls Das bei deinen Tigerlis auch so ist, natürlich kürzer, ausbauen und stattdessen ELKO rein.

Meine Fleischmänner haben Metallgußgehäuse, aus denen man ordentlich Material rausfräsen
könnte, um einen ELKO einzubauen. Sicher findest Du 1-F-Elkos die passen. Meine sind ja
alte "Monster": L = 18 mm, D = 10 mm, Kapazität 470 mF.

Dazu Widerstand und Diode in SMD-Bauweise und schon könnte es passen.

Wenn Du keine langen Züge ziehen willst macht es Nichts, wenn die Loks ein wenig leichter werden.

Im Sinne von "geht nicht - gibst nicht" Chluetterli-Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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hannah

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Hoi Barni,

der Pappkessel mit den beiden ELKOs war jetzt zwei Stunden am Netzteil und ist nicht abgeraucht.
Leider kann ich die Temperatur mit dem Fieberthermometer nicht wirklich messen, aber eine
Aufwärmung ist mit der Handfläche nicht zu fühlen. Alles gut!

Gemütliches E-Basteln und freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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eine
Aufwärmung ist mit der Handfläche nicht zu fühlen
Guten Tag Hannah

"Solange die Haut nicht kleben bleibt, ist's nicht zu heiss" - alte Eisenbahner-Weisheit beim Prüfen von möglicherweise heissgelaufenen Gleitlagern :D

Zur E 3/3 von Liliput: Die einzige Möglichkeit zum Platzieren eines Elkos wäre, den freien Führerhausdurchblick zu opfern. Dazu war ich beim Digitalisieren nicht bereit und bin's auch heute noch nicht. "Schönheit" geht vor ... :D

_b_170526 2x E3-3_red_8374.jpg
 
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Hoi zaeme

Danke fuer die ausfuehrlichen Antworten...werde das mal ausprobieren. Hatte eben vor ein paar Jaehrchen auch diese Idee und das mal selber ausprobiert, allerdings bei Wechselstrom-Lokis; das Zeug ist explodiert, bzw. die Kunststoffummantelung des Kondensors ist davongeflogen. Koennte allerdings daran gelegen haben, dass der selbstgebastelte Gleichrichter nicht sauber arbeitete...

Werd es jetzt einfach mal probiere.

Gruss und thx Barni
 
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die Kunststoffummantelung des Kondensors ist davongeflogen
Ja Barni, Elkos lieben AC überhaupt nicht. Aber eine gewöhnliche Grätzschaltung vorgeschaltet hätte es getan. Was Cheibs hast du denn da selbstgebastelt? ... ;)

Zum Glück ist beim MoBa-Basteln die Helmtragpflicht noch nicht eingeführt :D
 
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Ja eben eine Graetzschaltung; aber wahrscheinlich war eine Diode (ich loete das Zeug halt amix aus alten Platinen aus) irgendwie durchlässig, hatte wahrscheinlich zu warm bekomme..

Gruss Barni
 
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PS René: Ja du hast ja recht, ev sollte man sich halt von Zeit zu Zeit mal wieder was kaufen..sind ja sog. Pfennigartikel. Leisten koennte ich es mir ja. Aber mir macht es halt einfach Spass, so Zeug wieder zu verwerten...Ist fuer mich Bestandteil des Bastelvergnuegens...Du darfst jetzt gerne sagen, das sieht man auch!

GrussBarni
 
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...Und noch ne Frage, warum schreibst du eigentlich "Aus arc jurassien" wenn du, wie du schreibst, in der Ostschweiz wohnst?
 
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Hoi Hannah

Da du dich ja im Elektronischen auskennst, koennte man das Dings auf dem Foto fuer deine Schaltung verwenden? Und wuerde das in beide Fahrtrichtungen (bei analoger Umpolung) funktionieren?
IMG_20200120_230350.jpg

Gruss Barni
 
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wie du schreibst, in der Ostschweiz wohnst?
Habe ich sowas irgendwo geschrieben? Muss ein Irrtum oder ein Schreibfehler sein. Vom Ort, wo ich aufgewachsen bin (nicht heutiger Wohnort) bis vor den Prellbock (Zürich HB) fahre ich 1h:10' mit dem Zug ...
 
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das Dings auf dem Foto...
Hoi Barni,

... ist ein Kondensator mit einer Kapazität von 4700 mF (4,7 F) !! von Frako und eignet sich im Prinzip für meine Schaltung.

Allerdings:
Stützspannung für den Antrieb funktioniert analog schon deshalb nicht, weil der Kondensator seine Leistung immer abgeben würde und nicht nur bei Ausfall des DCC-signals. Meint: Du drehst den Regler auf 0 und die Lok fährt weiter bis Kondensator leer, immer!.

Falsche Polarität ist effektvoll letal für einen Kondensator, wie Du ja erlebt hast. Diese wechselt im analogen DC-Betrieb und deshalb bräuchtest Du je Fahrtrichtung einen, mit Diode abgesicherten Kondensator. Bei analogem AC-Betrieb wäre das viel zu aufwendig, siehe Wechselrichter.

Viel Spaß beim Tüfteln und freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
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Hoi Hannah

danke für die Antwort, klar, das ist ja meine Idee, so quasi eine elektonische Schwungmasse im DC-Betrieb; wenn ich nun aber für beide Fahrtrichtungen eine solche Schaltung einbaue, könnte das doch klappen, die je verbaute Diode verhindert ja falsche Polung. Was mich auch noch interessierte ist, ob dieser Kondensator nicht ev. eine etwas zu grosse Kapazität hat, weil die Loki ja nicht mehrere Sekunden lang noch fahren soll.

Gruss Barni
 
hannah

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Hoi Barni,

ja, die Kapazität ist erstaunlich hoch, was daran liegen mag, dass FRAKO Spezialist für Leistungselektronik ist.

Am Besten ist, Du probierst das einfach aus, hängt es doch stark vom Gewicht der Loki und dem verbauten Motor ab. Denke bei Letzterem an den Motor mit dem Du den Gummibandantrieb umgesezt hast. Der scheint
bei geringer Drehzahl eine hohe Stromaufnahme zu haben.

Für den Betrieb müsstest Du einfach die Nachlaufzeit, bzw. Strecke ermitteln und Dir merken und dann eben
rechtzeitig vor dem gewünschten Stop den Regler auf Null stellen. Zum Rangieren wird die Lok dann eher nicht taugen.

Versuchsaufbau:

Auswahl_004.jpg

Wenn's für eine Fahrtrichtung hinhaut geht's auch für die andere.

Im Grunde wäre das Betrieb "nah am Vorbild", weil Du als Lokführer den Bremsweg berücksichtigen musst.
:cool:

Auf deinen Bericht bin ich schon "bannig" gespannt und grüße freundlich aus Tornesch

Hannah

:moba4ever:
 
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