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Analog Reinigen Reparatur


Jack

Bahnlehrling
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25. Apr 2019
Beiträge
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#1
Wollte mal fragen wieviel es kostet eine allte angeblich wenig gelaufene Arnold BR 75 reinigen und vielleicht Reparatur machen zu lassen.
 
Registriert seit
28. Mrz 2011
Beiträge
61
#2
Ich vermute mal die Kosten für Reinigung / Reparatur übersteigen den Zeitwert des Modells.
Warum nicht selber versuchen?
 

teddych

Mitarbeiter
Super-Moderator
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#3
Hallo Jack

Für die meisten Modellbahner liegt der Reiz in der Arbeit etwas SELBER zum Laufen zu bekommen. Wie viel das kostet wird dir hier vermutlich keiner oder allenfalls nur ganz wenige Modellbahner sagen können. Ich kann dir aber sagen, dass ich für eine gewissenhafte Reinigung etwa ein bis zwei Stunden benötigen würde. Natürlich gibt es auch Schnellbleichen: WD-40 rein, etwas warten, Ultraschallbad, ausblasen und zurückgeben. Meistens läuft es dann (besser). Es ist aber nicht dasselbe, wie wenn man die Lok zerlegt zum Reinigen.

Gruss
Teddy
_________________
Nachtzug Malmö-Berlin
 

Bastler

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#4
Hallo Teddy

Habe eine ganz naïve Frage: WD-40, funktioniert das wirklich? Muss ich nicht befürchten, dass ich damit die Lackisolierung der Drähte anlöse und allenfalls damit gar Kurzschlüsse und "läuft dann schlechter" provoziere?

Gruss Barni
 

plusplus

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arc jurassien
#5
Hallo Barni

Mein Chef vor ca. 40 Jahren: "Es gibt keine naiven Fragen, höchstens dumme Antworten" ;) ... und anschliessend kriegte ich einen gehörigen ZS :shocked:.

Nach 'wikipedia' besteht WD-40 grösstenteils aus Waschbenzin + etwas Mineralöl.
Ich habe in jungen Jahren zum Reinigen meiner Märklin-Loks immer das Reinigungsbenzin meiner Mutter verwendet. Ich hatte nie irgendwelche Probleme damit; natürlich muss man alle beweglichen Teile anschl. (dosiert!) oelen bzw. fetten.

Heute verwende ich Medizinalbenzin, insbesondere für die Flächenreinigung/Entfettung von Fahrzeugen vor dem Beschriften (mit z.B. Abreibebuchstaben). Diesen Tipp erhielt ich von Roland Born, Modellbaustudio Rapperswil.

Gruss, René
++
 
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Beiträge
61
#6
Habe eine ganz naïve Frage: WD-40, funktioniert das wirklich? Muss ich nicht befürchten, dass ich damit die Lackisolierung der Drähte anlöse und allenfalls damit gar Kurzschlüsse und "läuft dann schlechter" provoziere?

Hallo Barni

Das ist eine sehr gute Frage. WD-40 solltest Du besser nicht zur Reinigung von Lok's verwenden. Einer der Gründe ist: WD-40 hat gute Kriecheigenschaften, hilft z.B. die ev. "angehockten" Schrauben am Traktor lösen zu können, unterwandert fettige, oelige verkrustungen, beseitigt uralte Oel - Fettresten usw. WD-40 "kriecht" in jeden noch so feinen Haarriss, bei Deiner Modellbahnlok also unter den Lack und letzterer blättert dann mit der Zeit ab. Leider hinterläss WD-40 einen harzigen, klebrigen Rückstand wenn die flüchtigen Anteile (Benzin) verdunstet sind. Natürlich gilt das nicht nur für WD-40 sondern auch für die zahllosen anderen "Allzwecksprays".
Weshalb in Modellbahnforen immer wieder WD-40 und ähnliche Produkte empfohlen werden ist mir ein Rätsel. Argumente wie: "ich mache da immer so und es hat noch nie....." überzeugen mich nicht.

Mach es so wie von René vorgeschlagen, Reinbenzin ist ein geeignetes Mittel wenn man es sparsam anwendet. Es eignet sich übrigens auch sehr gut zum reinigen der Schienen und Räder. Das Reinbenzin oder Medizinalbenzin (noch besser) ist einfach in der Drogerie erhältlich, Du brauchst nicht viel und es kostet auch nicht viel. Du kannst auch Heptan verwenden, das ist auch ein Benzin mit guter Reinigungswirkung aber es ist vermutlich nicht in jeder Drogerie erhältlich.

Ultraschallreiniger sind eine feine Sache wenn man damit umzugehen versteht. Einfach die gaze Lok ins Ultraschallbad legen und reinigen kann gehörigen Schaden anrichten. Man muss das Modell zerlegen und die Einzelteile dann im Ultraschallbad reinigen. Es kann durchaus sein das dann nicht gut haftende Lacke abgelöst werden (so habe ich schon Modelle entlackt). Gut brauchbare Geräte kosten einiges, Billigteile aus dem Fernostversand taugen meist nicht viel. Es kommt auch noch auf die Reinigungsflüssigkeit an. Am Arbeitsplatz verwende ich im Ultraschallreiniger oft einfach nur vollentsalztes Wasser welches allerdings temperiert ist.

Beat