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Analog Texas & Pacific M1 4-8-2 (in Arbeit)

Bogie CH

Zugbegleiter
Guten Tag allerseits!

Auf dem Basteltisch liegt im Moment dieses Modell.

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Das Originalmodel

Die 4-8-2 M1 ist ein altes Messingmodell von Hallmark ( 1970-80?) für CHF 400.- gekauft. Das Modell hat eine Detaillierung, auch im Führerhaus, die schon fast so perfekt wie ein PSC Modell in der Preisklasse CHF 1600.- ist. Optisch wirklich ein Spitzenmodell und alle Details aus Messing, denen weder die Alterung noch Sonnenlicht etwas anhaben können. Zudem hat man, je nach Situation, verschiedene Möglichkeiten beim Umbau: Kleben, Widerstandsschweissen oder Löten.

Wie oft bei Handgefertigten Modellen war auch diese Hallmarklok im Urzustand nicht fahrbar.

Vorderes Drehgestell und das Deltatruck machten Masse, selbst bei einem Radius über einem Meter!

Durch erweitern der vorderen Rahmenausschnitte konnte das Problem vorne gelöste werden.

Hinten war ein gröberer Umbau von Nöten. Die Boostermaschine war gegenüber Originalplänen zu weit hinten, was den Fehlkontakt verursachte, die Achse zu weit vorne. Zugleich habe ich das Deltatruck umgebaut, so dass man es aufschrauben kann, um die Achsen herausnehmen zu können.

Bei einer Ölgefeuerten Lok fehlt der Aschenkasten. Der Modellrahmen mit Ausschnitt für die Räder stört mich immer. Also habe ich nach Originalplänen den Rahmen unter der Feuerbüchse zwischen die Räder geführt und Formmässig angepasst. Danach wurde der Motorträger vom Rahmen getrennt. Nun ist die Durchsicht vorhanden.

Zugleich habe ich die Gleitauflager der Feuerbüchse nachgebaut, die fehlen sogar beim PSC Modell.

Dann die Einzelachsfederung, feine Federn, die sich direkt auf die Messinglager abstützen, eine normalerweise sehr gute Lösung! Nur sind hier die Federn viel zu stark. Zum Glück habe ich noch passende Federn in meiner «Teilekiste» gefunden.

Das PSC Modell hat das Bremsgestänge komplett nachgebildet. Bei der Lok sieht man nicht allzu viel davon. Kann ich getrost sein lassen. Beim Tender ist dies besser sichtbar, aber viel zu aufwendig ohne passende Schleudergussteile. Die würden auch sehr teuer sein.

Ansonsten sind es nur wenige Verbesserungen, die ich noch anbringe. Einige Rohrschellen und Leitungskorrekturen etwa.

Soviel zum aktuellen Stand.

4-8-2- T6P 1.Jpg
Die wichtigsten Vorarbeiten für die Fahrtüchtigkeit.
4.8.2 Texas & Pacific 2.Jpg

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Der Umbau des Lokrahmens, dem Original angenähert.

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Wie gesagt, eine Detailaugenweide!

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mHG Martin Bogie
 

Bogie CH

Zugbegleiter
René
Zuviel der Ehre. Fakt ist, dass ich nur einen vermassten Plan habe, ohne Aussendetails. Im Netz finden sich nur zwei brauchbare Fotos, die tauglich sind um Dinge zu ergänzen. Selbst wenn gute Fotos von einer Lokomotive vorhanden sind, werden z. B. selten Details unter dem Führerhaus sichtbar. Ein grosses Problem, wenn man möglichst authentisch nachbauen will. So bleibt also einiges der "kreativen Korrektheit" überlassen.....

Herzliche Grüsse Martin:lo01l::lo01l::lo01l:
 

Bogie CH

Zugbegleiter
Der "Umbau" ist nun abgeschlossen! Hier noch den Text als Ergänzung (Text auf der Website).
Dazu noch einige Bilder, passend zur Jahreszeit.
4-8-2 T&P
Vielen ist wohl die Texas & Pacific 2-10-4 ein Begriff. Es existiert auch noch ein Original. Weniger bekannt ist die Schnellzuglokomotive M1, eine 4-8-2 derselben Bahn. Die Front ist fast identisch. Die Elesco Vorwärmertrommel und die Luftpumpen mit Schild. Als ich das Modell bei Trainmaster (Werni Meer) Online sah, gefiel sie mir sofort. Zudem ist dieses Hallmarkmodell für 1970-80 ausserordentlich gut Detailliert. Sogar die Kesselblech Klammern fehlen nicht.

Trotzdem gab es noch einiges zu ändern! Am auffälligsten ist der Rahmen unter der Feuerbüchse mit dem unschönen Ausschnitt für die Nachlaufachse. Zudem fehlt bei einer Ölgefeuerten Lok der Aschenkasten. Jetzt ist der Rahmen dort dem Original nachempfunden. Es entsteht auch eine Lücke, die die Heckpartie (3D) durchsichtig macht. Unter dem Führerhaus zeigten sich weitere, gravierende Fehler. Die Boostermaschine war zu weit hinten, die Dampfrohrverbindungen verdreht und es fehlte das Ventil der Elesco-Speisewasserleitung.

Einige Leitungen wurden nach (sehr spärlichen Fotos) ergänzt und verlegt.

Am Tender wurden die Drehgestelle überarbeitet und der Boden mit Fittings ergänzt.

So wie ich sie gekauft habe, war sie nicht fahrbar, selbst bei einem Radius von 1 Meter! Das vordere Drehgestell (Rad) berührte den Rahmen und die Nachlaufachse machte verursachte auch einen «Kurzen». Bei Kleinserien, meist noch handgefertigt ist das selten eine grosse Überraschung. Diese Hallmarklok wurde in Korea hergestellt.

Von der Ästhetik her find ich sie sehr wohlproportioniert. Das ist natürlich Geschmacksache.

Punkto Farbgebung herrscht bei mir Unsicherheit. Auch auf dem Netz findet sich widersprüchliches, da kaum brauchbare Fotos existieren. Grundfarbe schwarz, Kessel hellgrün, hellgrün-grau, dunkelgrün sind nicht genau im Farbton zu überprüfen. Es gab auch eine blauweisse Version. Zudem scheinen einige auch in den letzten Jahren um 1950 herum komplett schwarz gewesen zu sein.

MHG Martin Bogie

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