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Wie finden wir neue Hobby Modelleisenbahner?


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#1
Hallo zusammen,

das wir zu wenig Nachwuchs in den Vereinen haben liegt aus meiner Sicht primär daran, dass wir zu wenig für die Jungen, auch die ganz jungen, die Wiedereinsteiger und die Quereinsteiger tun.

Genau genommen nicht den nötigen Platz, den nötigen Freiraum und auch keine Perspektive bieten.

Zuviele Modelleisenbahn-Vereine bieten neben einer seit Jahren halbfertigen nur bedingt ausbaufähigen Modelleisenbahn-Anlage nicht viel mehr als ein Tag der offenen Tür und eine Hauptversammlung.

Darum die simplen Fragen:

Was müssten wir Deiner Meinung nach tun, um Modelleisenbahn-Vereine für die Jungen, auch die ganz jungen, die Wiedereinsteiger und die Quereinsteiger attraktiv zu machen?

Was müssten wir Deiner Meinung nach vermeiden?

Was könnte allenfalls das Modellbahnforum.ch dazu beitragen?

Bin gespannt auf Deine Ideen!

Einen schönen Abend wünsch,

Christoph
 
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18. Jun 2017
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#2
Workshops
  • Kleinanlagen / Dioramen
  • Module
  • 3D-Drucker, gibt ja mittlerweile viele Anbieter fürdei Drucker-Miete (klar wird dann nicht jeder was für die Modellbahn machen wollen, wenn er aber zufällig sieht, was andere machen, dann könnte der Funken überspringen)
  • CNC-Maschinen, zum Teil im Angebot bei FabLabs
  • DCC Workshops (z.B.: "Wie teste/programmiere ich eine Lok?" "Wie kann ich beliebige Objekte in der Anlage via Digitalsteuerung beeinflussen?")
Modul-Fahrtage

Stammtisch

Modulfahrtreffen und Stammtisch können sogar kombiniert werden.
 
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28. Mrz 2011
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61
#3
Hallo zusammen

Ich möchte erst mal in die Runde fragen welche Altersgruppe mit der Definition "die Jungen" verstanden wird?


Workshops
  • Kleinanlagen / Dioramen
  • Module
  • 3D-Drucker, gibt ja mittlerweile viele Anbieter fürdei Drucker-Miete (klar wird dann nicht jeder was für die Modellbahn machen wollen, wenn er aber zufällig sieht, was andere machen, dann könnte der Funken überspringen)
  • CNC-Maschinen, zum Teil im Angebot bei FabLabs
  • DCC Workshops (z.B.: "Wie teste/programmiere ich eine Lok?" "Wie kann ich beliebige Objekte in der Anlage via Digitalsteuerung beeinflussen?")
Modul-Fahrtage

Stammtisch

Modulfahrtreffen und Stammtisch können sogar kombiniert werden.
Workshops zu diversen Themen halte ich für eine gute Idee. Wobei ich bei Themen zur digitalen Modellbahn eher ein umgekehrtes Potential sehe, die jüngere Generation erklärt den langjährigen Analogfahrern wie die digitale Modellbahn funktioniert.
3-D Druck, CNC Maschinen usw. halte ich für übertrieben und ich befürchte das mancher Modellbahnverein damit nicht nur finanziell überfordert wäre.
Hatte nicht mal der Modelleisenbahnclub Horgen eine Jugendgruppe welche eine H0m Anlage baute? Da wurden doch auch regelmässige Ausstellungen in Horgen abgehalten? Ist vielleicht ein Mitglied des besagten Club's in diesem Forum aktiv und kann uns davon berichten?
 
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#4
Es muss ja nicht zwingend ein Workshop zu jedem Thema meiner Liste mit Beispielen gemacht werden, und sie ist auch nicht als abgeschlossen gemeint. Sondern ein an neuen Mitgliedern interessierter Klub kann sich überlegen "Zu welchen Themen haben wir Spezialisten, die den Interessenten etas zeigen können?"
Wenn dann nicht nur innerhalb des Klubs, sondern auch an Schulen, oder zu Handen anderer Klubs Werbung gemacht wird, dann können sich auch potentielle neue Mitglieder dafür anmelden. Klubexterne vielleicht gegen einen Obulus, Schüler vielleicht sehr reduziert?

Wann überlegt man sich in einen Klub einzutreten?
Wenn man das Gefühl hat, "da werden Sie geholfen" oder "Die tun was" oder "Da kenn ich einen, der erzählt wie ??? das dort ist".

Mal bei der Gemeinde nachfragen, ob es einen Anlass gibt, der unter dem Motto steht "was macht unser Klub". Es gibt Gemeinden, die machen das für Neueingebürgerte... Oder am Dorfmarkt/Weihnachtsmarkt,... auftreten.
 
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61
#5
Alles schön und gut. Wie viele Deiner Ideen hast Du in einem Club versucht umzusetzen?

Ich habe tatsächlich schon an Anlässen für Zuzüger in die Gemeinde einen Modellbahnverein beworben. Habe Fahrtage für interessierte (mit eigenem Rollmaterial) organisiert. Es gab "Workshops" zum messen und vergleichen der Zugkräfte eigener Lok's, zum Thema Elektrotechnik, Digitalsteuerungen. Jedes Mal waren die Veranstaltungen gut besucht, auch von jüngeren Modellbahnern. Trotzdem ist die Mitgliederzahl im Verein gesunken, das Durchschnittsalter gestiegen.
Es gibt an solchen Veranstaltungen immer wieder interessierte, es lohnt sich also schon aktiv zu sein. Nur kannst Du halt niemanden zwingen regelmässig am Vereinsleben teilzunehmen. Und mal ehrlich, manche Vereine übertreiben es auch mit den Anforderungen an mögliche neue Vereinsmitglieder. Ich möchte hier keinen Club nennen um nicht jemandem auf die Füsse zu treten.
Mittlerweile habe ich aber meine Aktivitäten für den Verein zurückgestellt, vereinsinterne, unterschiedliche Meinungen sind nun mal nicht das Optimum wenn es darum geht vorwärts zu kommen. Das dürfte auch für andere Vereinen zutreffen.
 

Bastler

Stellwerker
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#6
Hallo zusammen

was die Definition "jung" anbelangt, könnt man hier wohl lange und ausgiebig streiten (ok, klar ich gehöre sicher nicht mehr dazu, soviel ist wenigstens mal sicher). Allerdings erwähnt Christoph ja nicht ausschliesslich Junge und ganz Junge sondern auch Quer- und Wiedereinsteiger. Also sind damit alle potentiell nicht-praktizierenden Bahn- und Modellbahninteressierte gemeint.

Zusammengefasst schlagen Beat und v.a. Alex vor, diverse Kurse (Workshops) für diverse Modellbahnthemen anzubieten. Dem ist allerdings entgegenzuhalten, dass diverse Forumsmitglieder bereits in allen Bereichen Bauvorschläge und Lösungen für unzählige Modellbahnthemen präsentieren und präsentiert haben, nur um die wichtigsten zu nennen: Maenni1 im Fahrzeugbau, Plusplus und Nebenbahner im Dioramenbau, Teddy als Tausendsassa und v.a. für elektronische Steuerungen etc. (hoffe, dass niemand beleidigt ist, weil ich ihn nicht genannt habe); sogar bezüglich Selbstbau eines 3D-Druckers ist einiges dabei; trotzdem finden alle diese Themen kaum Beachtung ausserhalb der Gemeinschaft der Forumsmitglieder.

Das kann einerseits die Ursache darin haben, dass in der Tiefe und Breite des Internets eine einzelne Modellbahnseite kaum Aufmerksamkeit bei Aussenstehenden erregt. Dagegen können wir eigentlich nichts machen; Reklame und kostenpflichtiges pushen scheiden für eine nicht-kommerzielle Seite wohl aus. Andrerseits kann das aber daran liegen, dass das Forum eben nur ein Forum ist, wo sich die Mitglieder bewusst nur lose verbinden wollen und nur einfachen Erfahrungsaustausch suchen. Das schliesst aber persönliche Treffen, wenn gewünscht nicht aus, ich bin dem auch nicht grundsätzlich abgeneigt. Die Initiative ergreifen, etwas anbieten ist aber letztlich dem einzelnen überlassen. Mitmacher werden sich dann schon finden.

Gruss Barni

p.s. und die Ausdrücke "irgendeiner" und ist vielleicht einer dabei, der schon bisschen Erfahrung hat etc. führen nicht weiter, die simple Frage ist die, was kann ich anbieten, habe ich Zeit, Möglichkeit, Energie und Antrieb dazu.....falls ja, bitte ungeniert anbieten!
 
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#7
Hallo zusammen,

Ein herzliches Dankeschön für die Antworten!

Auf das Alter der jungen und ganz jungen Modelleisenbahner möchte ich jetzt gerade noch nicht eingehen. Auf ein anderes Thema hingegen schon: Wie verkaufe ich denn am Besten das Hobby Modelleisenbahn.

Wie ist eigentlich der Stellenwert des Modellbahnforum.CH? Wie ist überhaupt der Stellenwert der Modellbahnforen?

Outen sich hier im Modellbahnforum nicht allenfalls irgendwo offizielle von Modelleisenbahn-Vereinen und nutzen die Möglichkeit der Modellbahnforen für Vereinszweck, letztendlich auch zur Werbung von neuen Vereinsmitglieder? Wie sieht das aus auf anderen Modelleisen- oder Modellbau-Foren?

Darum hier eine simple Frage zum Abschluss: Wie könnte Werbung, allenfalls mit vertretbarem finanziellen Aufwand, für unser Hobby Modelleisenbahn aussehen und was müsste diese Werbung beinhalten?

Bin gespannt wie es hier weitergeht.

Christoph
 
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Jimmy

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#8
Lieber Christoph

Die IG Teppichbahn Schweiz konnte letztes Jahr in einem Einkaufszentrum zwei freistehende Ladenlokale nutzen, um auf 570 m2 eine Eisenbahnanlage über Weihnachten und Neujahr zu betreiben. Es war das erste Mal, dass wir dies an einem öffentlichen Ort veranstalteten. Ich war erstaunt, wie viele Leute uns besucht hatten und wer uns alles erzählte, auch mal eine Eisenbahn gehabt zu haben.

Wir sind kein Verein und suchen auch nicht nach möglichst vielen neuen Mitgliedern. Aber vielleicht wäre es für den ortsansässigen Verein eine Möglichkeit gewesen, mit Werbung und vor Ort Präsenz auf sich aufmerksam zu machen.

Statt einer Teppichbahnanlage hätte man ja auch eine Modulanlage aufbauen können um so mit den Besuchern das Gespräch zu suchen. Der Kontakt mit den Besuchern ist unheimlich wichtig. Die Veranstalter dürfen sich nicht nur um die Anlage kümmern. Die Besucher wollen auch Informationen im persönlichen Gespräch dazu. Das muss geplant werden, weil es nicht jedermanns Sache ist.

Gruss Jimmy
 
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#9
Auch Dir Jimmy herzlichen Dank für Deinen Beitrag. In der Öffentlichkeit präsent zu sein ist meines Erachtens sehr wichtig.

Ich werde auf die verschiedenen Beiträge noch zurückkommen.

Hier aber etwas interessantes aus der Vergangenheit und der Gegenwart:

Wie viele potentielle Modelleisenbahner gibt es eigentlich die unser Hobby schon betreiben und allenfalls für die Modelleisenbahn-Vereine geworben werden könnten?

Beiliegend ein interessanter Artikel zum Thema aus der Online Ausgabe der Handelszeitung von Elisabeth Rizzi datiert mit 17. Mai 2006: Märklin: Modellbahnen droht Abstellgleis - Handelszeitung

Das Wichtigste zum Artikel aus dem Jahre 2006 in einer Zusammenfassung:

- Jährlich werden in der Schweiz nach dem Spielwarenverband Schweiz für 30 Mio Fr., nach Märklin für 45 Mio Fr., Modelleisenbahnen verkauft.

- Mit einem Umsatz von 20 Mio Fr. ist Märklin in der Schweiz unbestrittener Marktleader. Dahinter folgen Roco mit 7 Mio Fr, und HAG (damals noch in Mörschwil) mit 3,5 Mio Fr., Hermann (2018 Liquidiert) gegen 1 Mio Fr., Fleischmann gab keine Umsatzzahlen bekannt.

- Die Zahl der aktiven Modelleisenbähnler in der Schweiz wird auf 30'000 bis 50'000 geschätzt.

Rund 13 Jahren später ist es nicht so schlimm gekommen wie im Artikel dargelegt. Vor allem Fachgeschäfte mit mehreren Angestellten und einem Internetshop haben in den vergangenen Jahren zu einer Kehrtwende geführt. Dies aber zulasten vieler durch Einzelpersonen geführten Fach- und Feierabendgeschäften. Märklin macht schon fast wieder so viel Umsatz wie damals. Trotz boomendem Gebrauchtwarenhandel mit Preisen auf meist nicht allzu hohem Niveau.

An der Trainsmania in Lille vor 10 Tagen wurde die Anzahl aktiver Modelleisenbahner in Frankreich mit 100'000 angegeben. O.K. die Besucher in Lille in Frankreich waren meist ältere Herren, aber das war an dergleichen Ausstellungen von 10 bis 20 Jahren auch nicht besser. Oder kommt mir dies nur so vor?

Noch einen schönen Abend wünscht

Christoph
 
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teddych

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#10
Hoi Christoph

Ich kenne zwei explizite Beispiele die mir gefallen:

Der Modelleisenbahnclub Langenthal bezieht die Jungen überall mit ein. Als ich am Fahrtag ein Mal da war, da hatten die 12 bis 16 Jährigen die Anlage bedient. Die "Alten" haben sich derweil auf die Diskussionen mit den Besuchern "spezialisiert". Ich fand das die ideale Aufgabenteilung.

Dann gibt es den Schülermodellbahn Club Münchenstein. Da werden explizit die Schüler angesprochen und es werden explizit kindergerechte Anlagen gebaut.

Insbesondere Letzteres ist mit viel Aufwand von Seiten der Erwachsenen verbunden. Aber offenbar fruchtet es.

Gruss
Teddy
_________________
Nachtzug Malmö-Berlin