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Tipps BEMO, Fahrzeug Zurüstteile und Fahrzeug Instandsetzung

Modul 0.4

Heizer
Hallo zusammen,

ich kenne jemanden, der pflegt aktuell zu sagen, dass er zu den aktuellen Kleinserien-Fahrzeugpreisen lieber solche gebraucht kauft als BEMO-Fahrzeugmodelle, sei es neu oder gebraucht. Denn bei den Kleinserienfahrzeugen sind die Zurüstteile schon dran und fallen nicht einfach so ab.

Irgendwie hat er recht.

Derzeit arbeite ich einige BEMO-Fahrzeuge auf, letztendlich, weil ich etwas Ordnung in meine Sammlung bringen möchte. Ich habe auch einzelne Fahrzeuge neu oder gebraucht zugekauft, aber letzteres (gebraucht kaufen) würde ich besser unterlassen, denn die Zurüstteile sind da in zu vielen Fällen nicht dabei, unvollständig oder falsch montiert.

Wie wir BEMO-Fahrzeuge in Ordnung bringen, möchte ich in den folgenden Beiträgen in diesem Thread zeigen.

Irgendwie muss ich ja anfangen, und ich beginne so:


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Das ist ein Bildausschnitt eines wunderschönen Te 2/2 aus der Serie 71 bis 73 der Rhätischen Bahn (RhB) aus dem Jahre 1945. Die Furka-Oberalp-Bahn (FO) hatte ebenfalls einen solchen, der beim Verein MGBahn-Historic erhalten geblieben ist. Das Fahrzeugmodell habe ich gebraucht gekauft.

Leider sind die Haltestangen nicht so angebracht, wie sie angebracht werden sollten. Sie sind zwar am richtigen Ort, aber sie rosten, und im Umfeld der Fixierung befinden sich unschöne Klebereste.

Die Haltestange in der Mitte habe ich bereits in Ordnung gebracht; sie war in der Höhe nicht fixiert und drohte herauszufallen. Mit Sekundenkleber habe ich sie fixiert.


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So müssten die Bremsschläuche und das Heizkabel bei einer RhB Ge 4/4 I oder RhB Ge 6/6 II montiert werden. Oder genauer: So hätten diese montiert werden wollen.

Ich habe derzeit zwei RhB Ge 4/4 I und eine RhB Ge 6/6 II auf dem Tisch. Alle wurden gebraucht gekauft. Keine war gleich; bei einer waren gar die Bremschläuche verkehrtherum montiert (die halbmondförmigen Teile auf der Innenseite). Bei einer wurden die Zurüstteile gar nicht montiert, und bei einer weiteren waren diese erst gar nicht dabei.

Zum Glück hatte ich einen passenden Ersatzteilbeutel. Ich kann bezüglich des Ersatzteilbeutels nur sagen: Hütet euch vor Aussagen, wo und in welcher Zeit diese zu beschaffen sind, falls welche gebraucht werden.

Alle Fronten habe ich mühsam mit einem Japanmesser, einer Pinzette und Sekundenkleber in Ordnung gebracht. Ja, ich fixiere die Zurüstteile mit Sekundenkleber; alle anderen Lösungen, wie Klarlack oder dergleichen, sind nicht wirklich eine dauerhafte Lösung.


Ach übrigens: Bei den Module Junior wird es wohl bald in irgend einer Form weitergehen mit der Montage der Geleise und dem Bau einer passenden Landschaft. Beim Schienenbus SOUMA Typ AL wird wohl weiter Pausiert, es ist für mich im Moment schwierig zu verstehen, warum ich zur Motorisierung ich gerade ausgerechnet ein Antrieb eines Märklin Michelin brauchen sollte. Aber vielleicht bietet sich ja bald ein BEMO Antrieb an.


Bald folgt her ein nächster Beitrag.

Eugen
 

Modul 0.4

Heizer
Hallo zusammen,

beiliegend sind einige Fotos zum Thema, verbunden mit einer kleinen Ausschweifung, die sich so einfach ergeben hat, denn eine der beiden RhB Ge 4/4 I habe ich aufgemacht, um einen Lokomotiv-Decoder einzubauen.


Das erste Bild zeigt einen interessanten Blick auf das Lokomotivgehäuse von unten.

BEMO 2 1AED8E98 - Kopie (2).jpeg

Gut sichtbar ist die Ausrichtung der beiden Bremsschläuche der Vakuumbremse, auch bekannt als Saugluftbremse.


Ich suche noch ein passendes Vorbildfoto, denn es fehlen da zwei kleine Teile, die BEMO aus verständlichen Gründen nicht nachgebildet hat, denn die Schläuche hängen ja nicht einfach so in die Luft hinunter.


Nun eine kleine Ausschweifung, nämlich wie die meisten BEMO Modelleisenbahn-Lokomotivgehäuse geöffnet werden. Dazu gibt es eine Beschreibung von BEMO bezogen auf die Ge 4/4 I der RhB in modellexklusiv.de, aber die folgenden Bilder sagen fast mehr aus.


Es braucht dazu vier Zahnstocher, die gemäss den beiden folgenden Bildern sorgfältig von unten zwischen den zentralen Metallblock und das Fenster eingeschoben werden. Dadurch löst sich die Clip-Verbindung zwischen dem Metallblock und dem Fenster (die im Lokomotivgehäuse fixierten Fenster halten das Lokomotivgehäuse auf dem Metallblock fest, nicht das eigentliche Lokomotivgehäuse).

BEMO 2 EFF4C5A5 - Kopie (2).jpeg

BEMO 2 EFF4C5A5 - Kopie.jpeg

Wird alles richtig gemacht, kann das Lokomotivgehäuse vorsichtig und leichtgängig vom zentralen Metallblock abgehoben werden. Leichtgängig. Kraft braucht man dazu nicht.

BEMO 2 34A0A521.jpeg

Fertig.

Noch ein Bild der Clip-Verbindung mit den Schlitzen im Fenster und den Nocken am zentralen Metallblock:

BEMO 2 1AED8E98.jpeg

Das wäre es für heute.

Nächstes Mal wieder etwas zu den Zurüstteilen.

Eugen
 
Zuletzt bearbeitet:

Bastler

Teammitglied
Super-Moderator
Hoi zäme

Interessant ist der Blick auf die Drehgeatelle. Der viele Platz zwischen Getriebe und Rädern rührt daher, dass Bemo diese Lok auch für HOe angeboten hat - die Spur HOm war damals noch nicht so verbreitet

Gruss Barni
 

Modul 0.4

Heizer
die Spur HOm war damals noch nicht so verbreitet
Hallo und guten Morgen Barni,

was meinst du mit damals?

Ist noch interessant, ist doch BEMO Modelleisenbahnen dieses Jahr 50 Jahre auf dem Markt (1975 bis 2025).

Für in die Anfänge der Spur H0m zurückzublicken bin ich wohl noch zu jung. Bezüglich Nenngrösse H0 und Schmalspurbahn sind mir nur Egger-Bahn und Liliput aus der Vergangenheit ein Begriff.

Aber möglicherweise kann ja hier jemand anderes weiterhelfen. Ich jedenfalls höre mich schon einmal herum.

Einen schönen Tag wünscht euch

Eugen
 

plusplus

Teammitglied
Super-Moderator
Meine ersten H0m-Modelle erstand ich, wenn ich mich recht erinnere, ca. Anfang der 1980er Jahre: Einen Gb von BEMO und eine Hypsche Wendescheibe (Hersteller unbekannt, unmotorisiert) - anlässlich eines Besuches bei 'Singer' in Kreuzlingen... Auf jeden Fall war das vor 1983.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bastler

Teammitglied
Super-Moderator
Hoi zäme

Ja Bemo bot ja schon vor dem RhB Program eine ganze Reihe von deutschen Schmalspurmodellen an, die meisten sowohl als Meter- und als Engspurmodelle, wie das ja auch beim Vorbild so vorkam; die vierachsige Diesellok (10018xx) tat ja beim Vorbild auf unterschiedlichen Spurweiten Ihren Dienst. Wohl darum wurde die Ge 4/4 als erstes und damals einziges RhB Modell auch für HOe angeboten

Gruss Barni
 
Zuletzt bearbeitet:

Modul 0.4

Heizer
Beiliegend ein interessantes Bild zum Thema schon einmal vorweg:

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Es ist das wesentliche Werkzeug und Material für die Montage von Zurüstteilen.

Im Uhrkreis herum eine kleine Schere und ein kleines Taschenmesser mit kleiner Schere, aus dem Hause Victorinox, woher den sonst. Pinzette und ein kleiner Uhrmacherschraubenzieher Grösse 80, Beispielsweise aus dem Hause Conrad oder Selva. Es folgt ein handelsübliche 1 Gramm Sekundenkleber (flüssig, nicht Gel). Eine handelsübliche Stecknadel (die Frau weis wo es welche im Hause hat), Stanley Cuttermesser, auch aus Japanmesser oder Japancutter bekannt, Jumbo (Coop) hat welche, Hornbach und das Bauhaus auch. Eine Rasierklinge gehört auch dazu, wäre natürlich klug wenn diese von Wilkinson ist, muss aber nicht, diese gibt es Beispielsweise bei Coop (Vitality).

Nicht abgebildet ist die Notfall-Apotheke von wegen wenn man sich in die Finger schneidet oder sticht.

Ja, ihr habt es richtig erkannt, es ist kein BEMO Reisezugwagen sondern einer von STL-Models, einem Schweizer Fabrikat, die längere Zeit nicht mehr zu haben waren, jetzt aber wieder zu haben sind, wegen Sammlungsauflösungen oder was auch immer. Meist Postfrisch und in zu vielen Fällen ohne montierte Zurüstteile. Achtet euch beim Kauf eines solchen Wagens unbedingt darauf, dass diese Zurüstteile dabei sind, denn es gibt keine Ersatzteile mehr..Diese Reisezugwagen von STL-Models sind genau so "Bausätze" wie die von BEMO Modelleisenbahnen.

Eugen
 
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