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Den Eisenbahn-Amateur-Klub Bethlehem gibt es nicht mehr.

Tinplate

Stellwerker
Auf Nachfrage bei einem Kollegen, der den Eisenbahn-Amateur-Klub Bethlehem damals auf der Grundlage des Aufrufes vom Mai 2021 hier im Forum besucht hatte, teilt dieser mir mit, dass es den Klub nicht mehr gibt.

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Ausschnitt der Klub-Anlage vor rund drei Jahren. Zug bestehend aus einer roten Spur H0 HAG Lokomotive für den Betrieb mit Wechselstrom der alten Generation vor einem Zug bestehend aus den Liliput Swiss Express Wagen.

Das es den Klub nicht mehr gibt, hat nichts mit der umfassenden Renovation der Hochhäuser im Holenacker im Westen der Stadt Bern zu tun, denn das Hochhaus in dem der Klub im Keller zuhause war, wurde nicht wie die vorangehenden Hochhäuser leerstehend renoviert.

Dem Verein ist es wohl gelungen einige neue Mitglieder zu gewinnen, aber die waren schon bald wieder weg, da sich die damaligen Mitglieder nicht wirklich Gedanken gemacht haben, wie denn die neuen Mitglieder sich mit ihren Fähigkeiten einbringen sollten.

Weitere Infos folgen.

Jakob
 

Karli

Zugbegleiter
Schade ist es dennoch. Das generelle Problem des Klub-Sterbens ist leider aktueller denn je.

Es liegt nicht nur am Generationenkonflikt „analog gegen digital“, sondern auch an den Auswirkungen der Corona Hysterie. Die Menschen haben es sich zuhause wohnlich eingerichtet - und bei manchen dürfte eine Modelleisenbahn Einzug gefunden haben. Da braucht es keinen Klub mehr.

Zudem die üblichen hausinternen Probleme, wie man mit neuen Mitgliedern umzugehen hat, dürfte die Situation noch weiter verschärfen. Ein respektvoller Umgang und das sympathische Einbringen der jüngeren Mitglieder mit all ihren Fähigkeiten ist nun mal überlebenswichtig.

Mein alter Verein ist bereits länger aufgelöst. Die meisten Ehemaligen haben eine kleine Anlage bei sich zu Hause eingerichtet. Dennoch sind wir nach wie vor aktiv dabei, dank modernen Kommunikationsmöglichkeiten, wie Video-Konferenzsysteme. Funktioniert über alles gesehen noch überraschend gut.

Vielleicht erfahren wir hier von einem ehemaligen Mitglied des Eisenbahn-Amateur-Klubs Bethlehem ob und wie sich die Member nun treffen (oder ob alles komplett aus dem Ruder gelaufen ist).
Würde mich wirklich interessieren.

Karli
 

Tinplate

Stellwerker
Karli

man könnte das bezüglich Deiner Antwort auch allgemein so schreiben:

Das Digitalisieren von Modelleisenbahn-Anlagen führt nicht zwangsläufig zu mehr Mitglieder. Das dürfte doch schon einige Vereine feststellen haben. Somit muss die Ursache des Mitgliedermangels wo anders liegen. Und dieses wo anders sind wir. Bevor man nach neuen Mitglieder sucht, sollte man vielleicht besser klären ob man diese neuen Mitglieder auch wirklich will und die durch die neuen Mitglieder bedingten Veränderungen akzeptiert.

Es ist auch eine Zeiterscheinung der Verein allgemein. Das hat schon lange vor Corona begonnen und trifft nicht nur Modelleisenbahn-Vereine. Die Zeiten sind einfach vorbei wo die Jungen und die Neuen, auch die neu Zugezogenen die womöglich am alten Wohnort schon Erfahrung in Vereinen und gar in der Vereinsführung gesammelt haben, sich von den langjährigen Mitglieder, und da sind wir wieder beim wir, vorschreiben lassen was sie zu tun und zu lassen haben.

An der Corona Hysterie lag es meines Erachtens nicht. Mein Stammverein hat in der Corona Zeit ausgezeichnet funktioniert. Viel besser als vorher und auch nachher.

Jakob
 
Zuletzt bearbeitet:

Karli

Zugbegleiter
Guten Morgen Jakob,

Nun, deinen jüngsten Beitrag kann ich voll und ganz unterschreiben. Da sind wir einer Meinung. Du hast die Situation treffend beschrieben.

Lediglich bei den letzten zwei Zeilen sind wir unterschiedlicher Auffassung: bei den fünf Dörfern, wo ich wohne, sind seit März 2020 gut die Hälfte aller Vereine aufgelöst worden. Die Mitglieder bezahlten keine Jahresbeiträge mehr und dadurch ging wohl das Geld aus. [Ich war noch einer der letzten drei (3!) bezahlenden Mitglieder in meinem Stammverein.] Eine Entwicklung, welche absehbar war und irgendwann auch ohne Corona passiert wäre. Sehr schade ist es trotzdem.

LG Karli
 
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