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Untergegangenes US Projekt

DKEV

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Moin Kollegen,

zusammen mit ein paar Freunden, viele verstarben oder zogen weg, bauten wir an einem gemeinsamen H0 US Modellbahnprojekt.
Seit meinem Umzug vor vier Jahren aus gesundheitlichen Gründen, ging dann das Projekt zu Ende.

Hier ein paar Eindrücke davon, was wir bis dahin erbaut hatten.

US Bundesstaat Kansas im Jahr 1928...


Emporia, KS - Highstreet

LG Ingo
 
DKEV

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Moin Kollegen,


Emporia, KS - Bahnhof vor dem Tunnel


Bahnsteigreperatur

LG Ingo
 
Tinplate

Tinplate

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Ingo,

Wer meinst Du mit ein paar Freunde und mit wir?

Jakob
 
DKEV

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Moin Jakob,

aus meinem Bekanntenkreis und in der Stadt, wo ich vor meinem Umzug nach Lübeck wohnte,
gründeten ein paar Freunde und ich, speziell mit meinem besten Kumpel Manni fing das ganze an, eine Interessensgemeinschaft und wir trafen uns zum Kaffee und machten hochtrabende Pläne.

Durch die Bekanntheit von Mannis Vater und Mutter trafen wir dann auch andere Modellbahner aus unserem Ort.

Mannis Vater war früher Posttischler vor seiner Pensionierung, er war als Tischler, Beamter bei der Deutschen Bundespost, er baute uns die Segmente und Module.

Durch einen tragischen Unfall verstarb Mannis Vater und ein paar Jahre später auch ander Miterbauer an unserem gemeinsamen Projekt.
Zwei Kollegen zogen nach Süddeutschland bis nur noch Manni und ich übrig blieben.

Mit den verbliebenen Segmenten hatten wir gerade mal eine L-förmige Fahrstreckte von etwa 6 m Länge.

Unsere damaligen Fahrzeuge gaben uns einen Mindestradius von 750 mm vor, wir nutzten aber den Rocoline R9 und R10 als unsere favourisierte Gleisradien. Geplant war auch ein zweigleisiger Abschnitt, also hatten wir uns Bogenweichen abgegriffen die Roco Mal produzierte von R9 auf R10 von Rocoline ohne Bettung.

Wäre unser Projekt weiter vervollständigt worden, wäre es Hallenfüllend gewesen mit rund 60 qm Austellungsfläche.

Durch meinen Wegzug aus gesundheitlichen Gründen, nach über 33 Jahren am selben vorherigen Wohnort, ging das Projekt endgültig unter.

Die verbliebenen Segmente lagern bei Manni im Keller und werden für seine laufenden Projekte recycelt und ausgeschlachtet.

Das ist der Lauf der Zeit, ich wende mich neuen Projekten zu, aktuell einen Endbahnhof im Königreich Preußen in der Provinz Schleswig-Holstein im Jahr 1888 Nahe der Ostsee.

Bei dem Projekt handelt es sich um einen kleinen Endbahnhof, den ich in eine "Bastelgruppe" eines anderen Modellbahnforums mit einbringe.

LG Ingo
 
Tinplate

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Danke für die Information!

Jakob
 
Jomi

Jomi

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Moin Ingo,

jetzt treffen wir uns sogar schon in der Schweiz...

Gruß Jomi
 
DKEV

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Moin Jomi,

wie klein doch die Welt der Modellbahner manchmal sein kann?

1982 lernte ich im Glacier Expreß in einem dreichsigen Speisewagen der Mitropa einen etwas älteren Herrn kennen, der von seiner Modellbahnanlage und einem Bergwerk berichtete in dem er früher mal nach Kohle geschürft hat...er war Bergmann.
Er berichtete von einem Ort Namens Bargteide wo er wohnen würde und ich sollte ihn mal besuchen kommen...welch Zufall, meine Oma wohnte damals auch dort.
Zwei Jahre später war es dann soweit...ich machte den Traum der Menscheit war und erlernte das Fliegen...allerdings nur von der Schule als Klassenbester von hinten. 4 x Note 5 in den vier Hauptfächern qualifizierte mich dann für eine private Realschule (Mittel Schule) für Lernbehinderte in Hamburg und wohnen tat ich bei Oma in Bargteheide. Den älteren Herrn traf ich dann alle zwei Jahre mit seiner Bergwerksanlage, im Stadthaus auf der dortigen Modellbahnausstellung, seine Anlage blieb irgendwie immer halbfertig.
Auch verschlief der Herr die Einführung der Digitaltechnik und beklagte sich ständig was seine Loks nicht könnten aber können müßten.
Bei einem späteren Ausflug nach Kreuzlingen, ich war damals beim Militär und lief in Ausgangsuniform im Sommer 1990 am Bodensee bei sehr niedrigem Wasserstand direkt am Wasser entlang.
Ich bekam Durst und verlaibte mir ein Bier in einem Gartenlokal ein. Ich traf wieder den Herrn aus Bargteheide und wir unterhielten uns für einige Stunden, dann wollte ich gehen, doch beim Bezahlen der erste Schock:
18 Franken 30 Rappen, au Backe das gibt Ärger. Ich war in der Schweiz.
Naja bezahlen durfte ich noch zu einem recht unangehmen Wechselkurs in DM, die beiden Militärgendarmen begleiteten mich zum Grenzposten Kreuzlingen und übergaben mich dem deutschen Zoll und der deutschen Feldjägern der Bundeswehr.
Ich mußte mir so unangehme Fragen gefallen lassen, seitwann die Schweiz sich mit Deutschland im Krieg befände oder warum ich eigenmächtig Gebietsgewinne erobern wollte?
Der zweite Schock: Überstellung zur Heimatdienststelle in Handschellen, sechs Wochen Ausgangsverbot aus der Kaserne. Es gab einen "Rüffel" vom Divisionskommandeur mit der Androhung einer Beförderungssperre.
Von Amtswegen gabs für zehn Jahre ein Einreiseverbot in die Schweiz.

Bei uns werden ja Akten nach zehn Jahren gelöscht und geschreddert.

Ich hoffe ich bin in der Schweiz zum Urlaub machen wieder Willkommen?
 
Bastler

Bastler

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Hoi Ingo

Es gab einen "Rüffel" vom Divisionskommandeur mit der Androhung einer Beförderungssperre.
Von Amtswegen gabs für zehn Jahre ein Einreiseverbot in die Schweiz.

Bei uns werden ja Akten nach zehn Jahren gelöscht und geschreddert.

Ich hoffe ich bin in der Schweiz zum Urlaub machen wieder Willkommen?
Ist das eine echte Frage oder bloss ein flotter Spruch?

Gruss Barni
 
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Tinplate

Tinplate

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Ingo

1982 lernte ich im Glacier Expreß in einem dreichsigen Speisewagen der Mitropa ...

Dreiachsige Speisewagen in der Schweiz beim Glacier Express? Noch nie davon gehört.

Übrigens:

Schweizer Soldaten fallen auch heute noch regelmässig in Italien ein. Alle freuen sich daran, wenn diese, meist jungen Schweizer Grenadiere in Uniform und in Ausbildung, mit dem Zug von Brig über Domododossola nach Locarno oder umgekehrt fahren, was auch offiziell erlaubt ist. Verschiedentlich kommt auch versehentlich ein Sturmgewehr mit. Wenn möglich wird das dann des Papierkram wegens übersehen, ausser einer der anwesenden Carabinieris möchte Karriere machen.

Eine Menge Schweizer Soldaten ist sogar fest in Italien, genau genommen im Vatikan, stationiert und bewachen dort seit mehreren hundert Jahren erfolgreich den Papst in bunten auffälligen Uniformen. Niemand stört sich daran, dass wir Schweizer mit einer Tochtergesellschaft der Schweizer Armee, eine Grossmacht besetzen. Im Gegenteil, sogar dessen Regierungschef, der Papst, lässt sich lächelnd mit diesen Soldaten ablichten.

Auch in Frankreich fallen wir Schweizer regelmässig mit der Armee ein. Mal um ein F/A-18 abstürzen zu lassen, dann um mit einem Armeehelikopter Löschwasser zu klauen. Ist dann immer eine gute Gelegenheit auf den entsprechenden Französischen Ministerien an einem Apéro gemeinsam mit den Schweizerischen Kollegen sich
über den Weinbau zu unterhalten und der Form wegen zu Protestieren, damit die Zeitungen etwas zu schreiben haben.

Jakob
 
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DKEV

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Moin Barni,

während meines Militärdienstes war ws besonders Chick in Ausgangsuniform in besonderen Orten zu flanieren, um Mädchen "abzuschleppen" wie man so sagte. Das klappte in Konstanz wunderbar.
Beheimatet und stationiert war ich aber fast 1000 km weiter nördlich. Wo ich meine 4 Tage Urlaub verbrachte war unserer Einheit egal.
Grünes Barret mit goldenem Eichenlaub hat nicht jeder Soldat. Es ist das Zeichen des Jägersoldaten im Jagdbattalion.

Ich flanierte gern an der Uferpromenade in Richtung Kreuzlingen. Dort befindet sich ja eine Pforte im Grenzzaun die manchmal offenstand damit Zivilisten auch in der angrenzenden Schweiz weiterflanieren können.
Als Uniformträger wäre für michder Grenzzaun aber Ende meines Ausflugs.
Bei extremen Niedrigwassers des Bodensees fällt der Wasserpegel aber gewaltig ab und man kann am Strand unterhalb der Uferpromenade laufen. Den Grenzzaun der sonst nur etwas in Wasser hinenragt kann man dabei aber schon übersehen, wenn man nicht zufällig nach oben blickt.
Als ich damals unerlaubt in Kreuzlingen war, stellte ich schnell fest, daß die Strandpforte zu war. Damit fingen dann reihenweise Probleme an, deren Tragweite mir damals dann auch egal waren.
Getreu dessen was mir bei der Ausbildung eingetrichtert wurde, handelte ich auch: "Ein Soldat entschuldigt sich nicht, sondern sondern lebt mit den Konsequenzen seines Handelns."
Ich stellte mich also meinem Schicksal.
In Polen war ich auch schon mal in Uniform aufgegriffen worden, so schlimm konnte es dann auch nicht mehr kommen.
Die Grenzbeamten in Frankfurt/Oder "kehrten es aber unter den Teppich."

Nicht so an der Grenze zur Schweiz, da wurde der Grenzüberritt offiziell und zu meinem Nachteil ausgelegt, die Strafe wurde noch als "glimpflich" betitelt und hätte wesentlich höher ausfallen können.

...das alles war in meiner "wilden" Zeit als heranwachsender Jugendlicher, jetzt 30 Jahre später kann man darüber nur noch schmunzeln.

LG Ingo
 
Bastler

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Hoi zaeme

@Ingo, danke fuer die ausführliche Antwort. So genau wollte ich das eigentli gar nicht wissen. Meine Frage war nur, ob du ernsthafte Bedeneken wegen der Einreisesperre hast und ob ich da Tipps geben koennte. Aber das scheint kein Probl. zu sein.

Gruss Barni
 
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