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Hgm 4/4 - step by step

maenni1

Zugbegleiter
Chassis und Lokkasten:
Das FAMA-Chassis ist in der Mitte relativ biegsam, die spaltlose Verbindung zum Wagenkasten wird durch die beiden "Rüssel", genannt Luftschläuche via Splinten an der Wagenfront gehalten. Da diese Luftschläuche einerseits zu dick sind und beim Vorbild gar nicht vorhanden sind, muss als Ersatz eine Versteifung des Chassis in der Wagenmitte angebracht werden. Damit sitzt der Wagenkasten bündig auf dem Chassis. Gleichzeitig wird die seriemässige "Schürze" durch die Kompressorbox ersetzt.

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Der serienmäßig nackte Führerstand wird einigermassen ergänzt und grün gespritzt

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Nun werden die Glühbirnen durch LED's erstetzt

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Die Vorbereitung der Verkabelung mit einer Platine ist von Vorteil. Die richtigen Positionen sind mit Farbe gekennzeichnet.

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Das Chassis sieht dann so aus. Die Messingstreifen dienen als Kabelhalterung und sind zugleich eine Sammelschiene für den Pluspol der LED's

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Nächstes Thema dazu der Wagenkasten

Vincenz
 

maenni1

Zugbegleiter
Wagenkasten und Kleinteile

Die Wagenkasten werden auf den aktuellen Zustand der beiden Hgm's abgeändert. Dazu einige Details:

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Die ursprünglich runden Frontlampen sind durch Rechtecklampen ersetzt. Dazu werden die Wulste der Lampenfassung weggefeilt und mit der Rechteckfeile eine passende Öffnung für den Einschub eines Rechteckrohrs aus PS geformt. Die Bohrungen oben dienen der Aufnahme der Steckdosen und die kleine Bohrungen unten für die Bremsschläuche.

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Der Wagenkasten erhält Öffnungen für die Lüftergitter. (ursprünglich flache Flanke)

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Der Auspuff hat eine völlig andere Form gegenüber dem ursprünglichen Modell. Dazu ein Messingteil mit einem Auspuffkrümmer.

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Dies sind die Standardteile, Auspuff und Lüftergitter

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Auspuff und Lüftergitter

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Ersatz für die groben Scheibenwischer aus Plastik

So, das war's in etwa. Wünsche allen eine frohen Samichlaus, auch wenn dieser heute wahrscheinlich nicht vorbei kommt.

Grüsse
Vicenz
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi Vincenz

Du machst immer so schöne Sachen die besser aussehen als gekauft, Respekt. Fehlt noch der Sound, die Lok ist ja ein Ölrenner.

Gruss Barni

Ps: brauche auch noch zwei Scheibenwischer für den OC Fe, wie hast du deine genau gemacht?
 
Zuletzt bearbeitet:

maenni1

Zugbegleiter
Guten Tag Barni,
Ja, der Sound fehlt bei allen meinen Modellen. Das liegt vermutlich daran, dass ich eher aufs Bauen denn aufs fahren fokussiert bin, habe eh keinen Rundkurs im Keller, geht alles via Aussenbereich, zurzeit zugedeckt und im Winterschlaf.

Scheibenwischer ganz einfach:

Messing U-Profil 1,5mm, Stahldraht 0,38mm, Messingdraht 0,8 mm

Dann: U-Profil 0,8 mm Loch bohren, 0,8 mm Messingdraht einlöten, U-Profil auf ca. 3mm ablängen, dann Stahldraht abwinkeln und in Nute/neben Nute einlöten. Dann Wischblatt anlöten.

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Vincenz
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi Vincenz

Hab's mal probiert, muss allerdings na ein wenig üben, aber für ein Bierdosenfahrzeug wird es genuegen

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Nochmals danke für deine Instruktionen

Grins und Gruss Barni
 

Stephan Maier

Bahnlehrling
Fortsetzung Hgm

Der Zusammenbau des Drehgestells geschieht individuell, entweder mit den standardmässigen Zahnrädern oder wie in meinen Modellen mit Keilriemen. Dazu der Beitrag "leiser Antrieb" früher in einem anderen Forum. Werde hier noch einmal kurz darauf eingehen.

Anhang anzeigen 18850

Zuerst die Einfügung der Kontaktklemme. Diese drückt gegen die Mitte der Radnabe, bildet einen zuverlässigen Kontakt mit einer vernachlässigbaren Reibung.

Anhang anzeigen 18851

Anhang anzeigen 18852

Der Ersatz der Zahnräder durch Riemenscheiben ergibt einen ruhigen und geräuschlosen Lauf. Die Gummisaite ist so dünn ausgewählt, dass ein Rückerinnerungsvermögen entfällt und der Antrieb auch nach längerem Stehen nicht ruckt. Der Antrieb läuft ohne Schlupf.

Anhang anzeigen 18853

Einige Modellbaukameraden haben diese Lösung ausprobiert, immer mit zufriedenstellendem Resulatat.
Gebe gerne weitere Informationen dazu.

Weitere Schritte im nächsten Beitrag
Hallo Maenni,
wie gelingt denn der Umbau von Zahnrad auf Messingrad? sb-modellbau in Deutschland bietet ja so etwas an, da steht in der Beschreibung nur lapidar: Zahnrad runterschieben und Messingrad aufschieben, so einfach ist das ja aber nicht. Vor allem darf ja die Schneckenwelle nicht verbogen werden sonst war ja alles umsonst. Wäre dankbar für einen Hinweis.
Stephan
 

maenni1

Zugbegleiter
Hallo Stephan, das Zahnrad auf der Motorenwelle ist ja ohnehin nicht mehr gebraucht, kann demnach zerstört werden. Habe dies jeweils in den Schraubstock gespannt und durch Andrücken über die Zähne das Gefüge gelockert. Das Zahnrad kannst du danach von Hand abziehen. Das Pulley wird mit Sek. Kleber auf der Welle fixiert (vorher Welle leicht aufrauen)
Das Kunststoff-Zahnrad auf der Schneckenwelle kannst du mit einem Rohr herausdrücken. Geht leicht.


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Gruss, Vincenz
 

Stephan Maier

Bahnlehrling
Hallo Vincenz, danke für die Info. Das bedeutet aber, dass das Pulley nicht zu knapp auf der Welle sitzen darf bzw. sind relativ leicht auf die Welle schieben lassen muss. Ich hatte mir mal bei sb-Modellbau den Umbausatz bestellt und da muss man das Pulley schon mit ziemlicher Kraft auf die Schneckenwelle bringen und nun ist bei mir die Welle leicht verbogen und es läuft sehr bescheiden. Oder hast Du das Pulley entsprechend erst innen aufgerieben? Hast Du Dir die Pulley selbst gedreht und gab es die so irgendwo zu kaufen?
 

maenni1

Zugbegleiter
Hallo Stephan,
Ja, die Pulleys drehte ich alle selbst. Die Randrierung auf der Schneckenwelle hatte ich leicht abgeschliffen mit feinem Schleifpapier. Dazu spannte ich die Welle am kurzen Ende in die Bohrmaschine und reduzierte die Riefen soweit, bis sich das Pulley mit wenig Kraft auf die gewünschte Position schieben liess. Dann von der Seite ein ganz kleines Tröpfchen Sek. Kleber angeben. Hält bestens. Zum wieder lösen mit der Flamme leicht erwärmen.
Grüsse
Vincenz
 

Bastler

Teammitglied
Moderator
Hoi Vincenz

habe da noch eine kleine Frage, erfolgt der Ersatz der Zahnräder durch Riemen nur aus Gründen der Geräuschreduktion oder hat das Konzept noch andere Vorteile?

Gruss Barni
 

maenni1

Zugbegleiter
Guten Tag Barni,
Ja, das ist aus diesem Grunde so entwickelt worden. Mit den Zahnrädern konnte ich die Geräusche nicht meistern, auch mit dem besten Fett nicht. Wären die Zahnräder schräg verzahnt, hätte sich die Massnahme wohl erübrigt, aber eben....Da ich mit den mir zur Verfügung stehenden Maschinen die Möglichkeit hatte, dies selbst zu ändern, baute ich die Modelle so um. Die Antriebe laufen perfekt seit Jahren, wartungsfrei. Die Herstellung schräg verzahnter Räder konnte ich nicht angehen, dazu fehlten Maschinen und Kenntnis.
Beste Grüsse
Vincenz
 

maenni1

Zugbegleiter
Hallo Barni,
Noch etwas: Durch den Gummizug entfällt ein zu hohes Drehmoment auf den Anker, resp. dessen Sitz auf der Motorenachse wenn die Lok unter Last blockier ist, also ein Schutz bei fahren gegen ein Hindernis, wie z.B. Prellbock. Dies ist vielleicht etwas theoretisch, beweisen kann ich es nicht. sh. Beitrag Verdrehen des Ankers (Polrad, Rotor)
Dies hat vor allem Bedeutung bei Loks mit entweder hohem Gewicht oder Haftmagneten an den Drehgestellen.
Gruss
Vincenz
 
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