Hallo zusammen
Ich gebe auch noch meinen Senf dazu. Die Basics sind allerdings bereits alle gepostet worden. Was hier folgt ist meine Lösung welche sich bei mir im Betrieb auf einer HO-Märklin-M-Gleisanlage bewährt hat, deren Geleise nicht immer ganz koscher und mit der Wasserwaage verlegt wurden und die rechte Steigungen und auch Gefällebrüche hatte. Trotzdem Konnte ich Zehnwagenschnellzüge und entsprechend lange Güterzüge problemlos fahren.
@Radsätze:
- Grundsätzlich empfiehlt es sich, wenn es irgendwie geht, einen Achstausch vorzunehmen. Und damit meine ich nicht irgendwie sogenannte Wechselstrom- oder Dreileitertauschradsätze (oder wie sie auch immer genannt werden) des Fahrzeugherstellers zu verwenden, sondern die simplen Märklin-Spitzlagerachsen einzusetzen.
- Sollten die gar nicht passen, kann man getrost bei den Originalradsätzen bleiben, diese soll man allerdings ausbauen, mit der Schiebelehre das Radsatzinnenmass einer Märklin-Achse abnehmen und die Originalachse genau auf dieses Mass einstellen. Das geht relativ einfach, weil die isolierten Radsätze zumindest auf einer Seite mit Kunststoff ausgebuchste Räder haben. Ist das Innenmass eingestellt, kann man das mit LOT (Schraubenfixierungsleim aus dem RC-Modellbau) oder mit Gel-Sekundenkleber fixieren. Ersteres hat den Vorteil das sie Sache wieder einfach lösbar ist, geht aber beides. In 90 % der Fälle klappt das so. Ausgeschlossen ist diese Vorgehen natürlich bei irgendwelchen modellmässig tiefen Spurkränzen wie z.B. Teichmann-Radsätzen etc.
Falls die Fahrzeuge immer noch entgleisen soll man sich den einzelnen Radsatz, also die Achse genau ansehen wenn sie über eine gerade Fläche rollt, wenn dann die Räder eiern, auf welche Seite auch immer, ist das Produkt unbrauchbar und muss ersetzt werden.
@Schienen:
- Bei Steckgleisen, v.a. bei Märklin-Metallgleisen sind häufig die Schienenstösse nicht ganz deckungsgleich. Diese kann man mit einer feinen Zange richten, notfalls mit einer Nadelfeile anpassen.
- Bei den Weichen liegt das Problem meist bei den Radlenkern die den Rädern zu viel Spiel lassen, so dass der Spurkranz des andern Rades der Achse am Herzstück aufläuft. Dies kann durch Einkleben eines Isolierbandes o.Ä. zu Verdickung des Radlenkers gelöst werden oder aber natürlich - je nach Weichentyp - durch Versetzen des ganzen Radlenkers.
@ Kupplungen:
das grösste Problem war der Kupplungssalat. Wo NEM-Schächte vorhanden waren habe ich konsequent Märklin-Kupplungen eingesetzt. Wo das nicht ging, habe ich die Kupplung auf irgend eine Weise in der höhe angepasst und die Kupplungsbügel eingestellt, alles immer mit der gleichen Kupplungslehre. Allenfalls mussten dann bei einigen Wagen die Puffer unten etwas abgefeilt werden, optisch war das aber kaum wahrnehmbar.
LG Bastler