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PowerPack im Eigenbau

Bastler

Bastler

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Danke Hannah

noch eine letzte Frage, wieviele Kringel von welcher Farbe hat ein 220 Ohm-Widerstand.

Gruss Barni
 
plusplus

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Irgendwo habe ich noch konkrete Bauvorschläge für solche Verzögerungsglieder für DC analog. Muss mal suchen :confused:

Nochmals: Elkos dürfen nicht an AC angeschlossen werden und müssen bei DC immer richtig polarisiert sein, sonst knallts je nach Kapazität mehr oder weniger laut - bis zu "Gefahr im Verzug" ... :D
 
hannah

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wieviele Kringel von welcher Farbe hat ein 220 Ohm-Widerstand
diese Art der Bestimmung gab ich auf, weil Widerstände verschiedene Grundfarben haben können, e.g. blau oder braun und die Zählerei mit Sehhilfe sehr mühselig ist.

Meine Methode der Wahl: Multimeter, Ohm, Meßbereich 2 kOhm.

Ansonsten:

Auswahl_005.jpg

Auswahl_006.jpg

Gruß, Hannah
 
teddych

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Hallo zusammen

Moment, moment, ich glaube ich muss ein paar Sachen klar stellen:
meine kleine Sonntagmorgen-Aufgabe war die Fertigung eines PowerPack mit knapp 1 Farad Kapazität.
ist ein Kondensator mit einer Kapazität von 4700 mF (4,7 F) !!
Da bist du um den Faktor 1000 daneben. Die Teile haben nicht mF (Milli-Fahrrad) sondern μF (Mikro-Fahrrad). Entsprechend sind die korrekten Werte 0.00094F für das Power-Pack von Hannah und 0.0047F für den Kondensator von Barni.

Zur Veranschaulichung mit Grössenvergleich eine H0 BR 193:
IMG_3615.JPG
Links: Ein 1000μF (oder 1mF) Kondensator bis 50V.
Mitte: Ein 22000μF (oder 22mF) Kondensator bis 35V.
Rechts: Ein 1F Gold-Cap. Wichtig: Nur 5V!

Der 1000μF ist nur minimal grösser als dein 470μF Kondensator, der 22mF in der Mitte ist schon deutlich zu gross für in eine H0 Lok, in eine grosse 0-Lok passt er vielleicht noch rein. Der Gold-Cap rechts hat zwar eine unglaubliche Kapazität, ist aber limitiert auf 5V. Die Gold-Caps sind wegen der eingeschränkten Spannung im Modellbahnumfeld nahezu unbrauchbar. Von der Grösse her wären sie ideal.

wenn ich nun aber für beide Fahrtrichtungen eine solche Schaltung einbaue, könnte das doch klappen
Wenn's für eine Fahrtrichtung hinhaut geht's auch für die andere.
Nein das klappt nicht und es geht nicht.
Die Diode ist dafür da, dass der Kondensator nur langsam geladen wird. Sie ist nicht für eine Verpolung da. Die von Hannah gezeigte Schaltung ist ausschliesslich für den Betrieb an DC gedacht. Plus muss immer Plus bleiben, Minus immer Minus. Ansonsten bitte Helm und Schutzbrille montieren. Bei einer Analogen DC Lok ist das nicht der Fall. Da wechselt die Polarität mit der Fahrtrichtung. Die simple Kondensatorschaltung taugt um einen Digitaldecoder mit Strom zu versorgen. Aber sie taugt NICHT für analoge Lokomotiven!

Zur Überbrückungszeit, so Handgelenk mal Pi gerechnet:

τ = RC

τ ist die Zeit in Sekunden, bis ein Kondensator 2/3 geladen (beim Laden), bzw. nur noch 1/3 geladen (beim Entladen) ist.
R ist der Widerstand des Motors (bei einem Modellbahnmotor ist hier ca. 30 bis 60Ω anzunehmen, je langsamer der Motor dreht desto kleiner wird der Widerstand).
C ist die Kapazität in F (die Toleranz der Teile liegt üblicherweise zwischen 10 und 20%).

Bei Hannah wären das dann 40Ω * 0.00094F ≈ 0.004s = 4ms
Bei Barni wären das dann 40Ω * 0.0047F ≈ 0.020s = 20ms

Insbesondere bei Lokomotiven mit Stirnradgetriebe kann auch nach der berechneten Zeit noch eine deutliche positive Wirkung erzielt werden, einfach weil die Spannung halt doch noch nicht ganz null ist (sondern einfach weniger als 1/3 vom Normalbetrieb) und der Motor damit wenigstens nicht aktiv bremst. Grundsätzlich reichen einige ms oft schon aus, um ein paar cm stromloser Abschnitt zu überbrücken (je nach Geschwindigkeit natürlich).

Auf der anderen Seite gibt es auch Probleme: Ich habe mir eine Roco-Kamera-Lok gekauft (würd ich nicht mehr machen, die Kamera ist untauglich). Diese Lok hat einen anständigen Stützkondensator drin von geschätzten mehreren Fahrrad. Die Lok fährt auch wenn man den Strom abstellt rund einen Meter weiter. Meistens stelle ich aber den Strom ab, wenn ich will, dass mir die Lok sofort anhält. Zum Glück kann man den Decoder so programmieren, dass dieser nach Sekundenbruchteilen schon anhällt.

Gruss
Teddy
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Bastler

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Hoi zäme

danke Teddy für die Antwort. Hab's begriffen; einfach geht nicht. Mann müsste also die Vor- und die Rückwärtsfahrkomponente noch mit Relais gegen Verpolung absichern und dann gleichzeitig mit Dioden den richtig gepolten Stroumfluss der beiden Sektionen bei Stroumunterbruch zum Motor wieder mit Dioden sicherstellen...so koennte es funktionieren, allerdings erscheint mir das doch relativ aufwändig für ein Resultat dann von 20 mS länger Strom....also spühlen -vergessen etc. die Idee

Danke und Gruss Barni
 
plusplus

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Aber sie taugt NICHT für analoge Lokomotiven!
konkrete Bauvorschläge für solche Verzögerungsglieder für DC analog
Vorab ganz pragmatisch: Ich habe vor Jahren zwei Fahrpulte mit Analog-Steuerungen mit Fahr- und Bremsverzögerung, Anfahrhilfe usw. gebaut - das hat alles bestens funktioniert.

Bei vorliegendem/der Projekt/Idee/Problem von Barni meinte ich zuerst, meine oben aufgeführte Anwendung direkt in die Lok (1:45 !) einbauen zu können. Erst Teddy hat mir die Augen geöffnet: Das von Hannah und Barni anvisierte Ziel ist, eine durch schlechte Radkontakte unterbrochene Stromaufnahme mittels Elko zu überbrücken. Das geht natürlich nicht, weil die zum Wechseln der Fahrrichtung verwendete Umpolschaltung sich nach den/dem Elko(s) befinden muss.
Fahrrichtungswechsel der Lok à la Märklin mit Überspannung, wohl eher nicht (?).

Also wie Barni sagt: "Spühlen, vergessen!" :kratz:
 
hannah

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Guten Abend in die Runde,

an erster Stelle vielen Dank an Teddy für schonungslose, versierte Aufklärung! :thumbsup:

Bei meinem H0-Projekt verweigerte ich mich des Digitalbetriebs, weil ich im zwangsweisen Ruhestand keine Bits und Bytes mehr zählen wollte. Zwanzig Jahre waren genug, fand ich.

Indes - den Vorteilen des Digitalbetriebes konnte ich mich bei meinem Spur-Null-Projekt nicht verschliessen, zumal ich LENZ-Zentrale nebst zwei Handregler geschenkt bekam. (Big Spender SNM-Forum)

Sicher war ich in meiner Entscheidung, das analoge H0-Projekt "in die Tonne zu treten" radikal; bereue aber Nichts. (Von den versenkten Euros und ziemlichem Herzschmerz abgesehen :cry:)

Für alle, die störungsfreien Spaß beim Betrieb haben wollen, ist Spur-Null die Lösung der Wahl.

Mit der Bitte, mir meine "Werbung" zu verzeihen, grüße ich freundlich aus Tornesch

Hannah
 
Bastler

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Hoi zaeme

Ja als ich die Idee von Hannah gelesen habe, habe ich gedacht, ich koennte mal mit dem grossen Kondensator was anfangen; hab diese Platine ohnehin nur gehamstert, weil darauf 5 (!) Printrelais waren, die ich gerade brauchen konnte...hab keine Ahnung wofuer die mal gut war, wahrscheinlich zur Steuerung von Kapitaen Nemos Nautilus oder so was aehnliches....Jules-Verne-Technik eben.

Allerdings muss ich schon sagen, dass gerade punkto Stromaufnahme die Spur 0 auch nicht immer so problemlos ist, wie Hannah euphorisiert behauptet. Habe vorher immer mit Maerklinsystem gebaut und musste mich in der neuen Baugroesse erst an die Probleme von 2-Schienen-GS gewoehnen. Keine Probleme haben eigentlich nur die Hag Re 4/4 I, das Metrop-Kroki (wobei mich dieses mit einem zerbroeselten Dreieckrahmen auf Trab haelt), beide wahrscheinlich wegen ihres Gewichts, die Umgebaute Capitol-Fantasie BB und lustigerweise die Rivarossi US Indiana-Harbour-Belt (aber die passt eigentli nid auf meine Anlage).

Gruss Barni

ps: aber so verzettle ich mich wenigstens nicht weiter und kann mich wieder dem Guetertriebwagen widmen.
 
plusplus

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zerbroeselten Dreieckrahmen
Hallo Barni

Zinkpest? Wie ist die Modelllok angetrieben - evt. könntest du einen neuen Dreieckrahmen aus Messing (oder qualitativ gutem Stahl) "zwägfiele".

Gruss, René
 
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Hoi René

sprengt zwar den Rahmen dieses Thema etwas. Ich denke nicht, dass es Zinkpest ist - keine Ausblühungen -, sondern einfach schlechtes Material; die Be 6/8 II von Metrop war natürlich eher als Vitrinenemodell konzipiert und irgendwo in Asien als Handarbeitsmodell zusammengeklüttert worden; angetrieben wird nur die Blindwelle die in den Dreiecksrahmen greift. Mein erster Versuch den Dreiecksrahmen zu rekonstruieren scheiterte an der Präzision meiner Werkzeuge...mein Artefakt hakelte so, dass es leider unbrauchbar war

Gruss Barni
 
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hannah

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dass gerade punkto Stromaufnahme die Spur 0 auch nicht immer so problemlos ist, wie Hannah euphorisiert behauptet
Hoi Barni,

meine Euphorie bezieht sich ausschliesslich auf Fahrzeuge der Firma LENZ und meine Eigenbauten, bei denen ich LENZ-Konzepte umsetze. Es gab von LENZ auch ein paar HO-Modelle (Modell plus) mit hervorragenden Laufeigenschaften und ferngesteuerten Kupplungen (auch bei DC-Analogbetrieb).

FineScale-MS-Modelle von Kleinserienherstellern werden/wurden für die Vitrine gebaut und dort gehören sie nach meiner Meinung auch hin. Antriebs- und Stromabnahmekonzepte für Fahrzeuge ab 3 kg Gewicht (Masse) stellen eine große Herausforderung jenseits detaillierten Modellbaus dar.

Dank gefederter Radsätze mit 1-mm-Seitenspiel und Stromabnahme über Radscheiben, Lager und Rahmen kommen mein Durchgangs- und Gepäckwagen eigentlich ohne Pufferung aus. Da ich gerne "auf Nummer sicher" gehe (Outdoor-Betrieb) versah ich sie trotzdem mit Pufferschaltung.

Detaillierung ist eine Sache, mechanische und elektrische, bzw. elektronische Funktionalität eine andere.

Aus Freude am Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah

P.S.: Leider bedient LENZ nicht den "Schweizer Markt", Modelle betreffend.
 
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hannah

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Wer sieht den Rechenfehler?
Gute Morgen Teddy,

40 x 0,00094 = 0,0376 - gerundet 0,04 statt 0,004.
Für mich ist die zusätzliche Nachkommastelle deiner Rechnung bedeutungslos, da mein BR-89-Fahrgestell ohne Last (Reibung + Anzahl gekuppelter Wagen) mindestens zwei Sekungen weiterdreht und damit jedes unpolarisierte Herzstück einer H0-Weiche überwinden wird, auch mit Last. :thumbsup:

Empirie statt Theorie ist meine Devise: Hauptsache es läuft.

Aus Freude am Modellbau, im Sinne von "Hannah forscht", freundliche Milchmädchengrüße aus Tornesch

Hannah
 
Bastler

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Hoi Hannah

Wenn es fuer dich stimmt, ist es ja wirklich egal...Nur nicht dogmatisch werden :D

Gruss Barni
 
hannah

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Nur nicht dogmatisch werden...
... aber ja doch Barni!

Anforderungen bedingen umsetzbare, stabil funktionierende Lösungen!

An diesem Grundsatz (Dogma) lässt sich leider nicht Rütteln!

Freundliche und dogmatische Modellbaugrüße aus Tornesch

Hannah
 
teddych

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Hoi Hannah

Hundert Punkte für dich. Probieren geht über studieren, da gebe ich dir recht. Trotzdem ärgere ich mich gerade über meinen Rechenfehler. Mein ältester Junior hat die Grössenordnung von Rechnungen gerade in der Schule und da dachte ich, ich kann das doch auch. Dachte ich...

Ein unbelasteter Motor zieht weniger Strom, dem ist so. Und auch mit einem drittel der Ursprungsspannung dreht der Motor noch weiter. Meine Forscher-Gene würden jetzt Wunder nehmen bei welcher Spannung der Motor am Ende stehen bleibt.

Gruss
Teddy
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hannah

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Trotzdem ärgere ich mich gerade über meinen Rechenfehler.
Hoi Teddy,

Rechenfehler sind eine Sache - Ignoranz (Meine) eine andere.

Gerne berichte ich Es nicht, aber um EINEN ESU LokPilot zum Laufen zu bringen, verbrat ich damals ZWEI.

"Lesen, Informieren und Denken" (LID) soll helfen, heisst es so schön. Aus falsch eingeschätzter, überbewerter Routine tötete ich den ERSTEN mit einem Standard-Motorschild. (Uuups)

Der ZWEITE starb dann aufgrund unüberlegter, chaotischer Laborverkabelung (Kurzschluß):
"Man kann nicht an Alles denken!" (Murphy's Law)

Seither bin ich aus Geiz extrem skeptisch geworden und Prüfe lieber dreimal, als einmal zu Töten.
(Gefahren liegen insbesondere in "Milchmädchenrechnungen". :rolleyes:)

Somit gibt es keine "Hundert Punkte", weder für Dich, noch für mich. (Schade)

"Irren ist menschlich und das Gefühl dabei göttlcih" sagte Wer nochmal ? :cool:

In diesem Sinne und Freude am empirischen Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah
 
hannah

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Guten Tag in die Runde,

mein PowerPack für Geizige absolvierte Heute erfolgreich den Praxistest. Mit Licht und Sound schafft die kleine Schmalspurlok (0e, Eigenbau) gute drei Zentimeter*** ohne DCC-Spannung, was für das Überwinden unpolarisierter H0-Weichen ausreicht.

Wird die Verbindung Decoder - Powerpack mit dem Mikroschalter getrennt, sind CV-Wert-Änderungen ohne Schwierigkeiten möglich.

Aus Freude am Modellbau freundliche Grüße aus Tornesch

Hannah


*** Test durch Auflegen eines Papierstücks auf das Gleis
 
teddych

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Viel Spass damit Hannah!

Gruss
Teddy
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