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Waldenburgerbahn H0e


hgolon

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#21
Hallo zusammen

Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen!

René, das stimmt natürlich, der Hartbelag passt nicht zur frühen Epoche. Die Dioramen stellen jedoch verschiedene Zeiträume dar (wie das Rollmaterial auch). Da aber alle Loks (von den Wagen wollen wir gar nicht reden!) über alle Dioramen fahren, kommt es zu seltsamen raumzeitlichen Begegnungen zwischen Zügen und Boden! :) Ich nutze die Gelegenheit, die Epochen der Dioramen aufzulisten:
  • Diorama 1, Bahnhof Waldenburg: Erste Betriebsjahre, 1880 - 1900
    Dazu passen: Lok Rehag (1880 - 1913), Dubs (1882 - 1940), Gedeon Thommen (1902 - 2018)
  • Diorama 2, Uhrenfabrik Buser & Cie in Niederdorf: kurz nach deren Eröffnung, ca. 1920er Jahre
    Dazu passen: Dubs, Thommen, (Rehag*)
  • Diorama 3, Waldrand zwischen Niederdorf und Hölstein: 1930 - 1950
    Dazu passen: Dubs, Thommen, Lok Nr. 7 (1938 - 1953), Triebwagen (obwohl keine Oberleitung)
  • Diorama 4, Dorfpartie Hölstein: 1930 - 1950
    Dazu passen: Dubs, Thommen, Lok Nr. 7, Triebwagen (obwohl keine Oberleitung)
  • Diorama 5, Talhaus: 1930 - 1940
    Dazu passen: Dubs, Thommen, Lok Nr. 7
  • Diorama 6, Frenkenbrücke: um 1900
    Dazu passen: Lok Rehag, Dubs, Gedeon Thommen
  • Diorama 7, Burgeinschnitt Liestal: 1922 (beim Bau des separaten Trassees)
    Dazu passen: Dubs, Gedeon Thommen, (Rehag*)
*Rehag zwar nur bis 1913, die baugleiche Dr. Bider immerhin bis 1928

Beim Fotografieren haben wir das nicht so peinlich genau verfolgt. Der Triebwagen sieht vor der Uhrenfabrik einfach so gut aus, dass er auch 30 Jahre zu früh durchfahren darf. Die Rehag lassen wir dafür gerne ein wenig länger leben. ;)

Der Hartbelag besteht übrigens aus einem Farb-Chinchillasand-Leimgemisch. Danach wurden mit schwarzen Farbpigmenten die Abnutzungsspuren mit einem Schwamm trocken aufgetragen.

Herzliche Grüsse
Dominic
 
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plusplus

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#22
Hallo Dominic

Ist ja letztendlich egal. Tatsache ist, dass diese Strasse (mit Hartbelag) unglaublich natürlich wirkt!!! :thumbsup:

Ich gebe mir diesbezüglich Mühe, habe aber auch welche; zudem führte ich schon einige Diskussionen mit Patrick (aus dem schönen Linthgebiet) über das Wie und Was beim Bau von Asphaltstrassen - irgendwie bin ich mit den entsprechenden Resultaten meiner Asphaltstrassen und -plätze noch nicht zufrieden...

Vergleiche diverse Bilder in meinem thread Betrieb in Epoche IIIb

Gruss, René
++
 

hgolon

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#23
Hallo René

Lustig ist, dass mir gerade dein Thread, was die Strassen anbelangt (sonst natürlich auch), eine grosse Inspiration war. Ich dachte bevor ich meine Strassen baute, dass ich das gerne so hinbekommen würde :) Mir gefällt dein Belag nach wie vor sehr gut.

Meine Strassen sind - wie so vieles - ein Glücksprodukt. Hätte auch nichts werden können. Hier die genauere Anleitung:
Wie gesagt habe ich Chinchillasand aus dem Qualipet mit grauer und wenig gelber (und evtl. noch wenig weiss?) Acrylfarbe und gehörig Leim/Wasser/Spüli-Gemisch zu einer dickflüssigen Pampe vermengt. Dann wurde die (sehr nasse) Pampe verteilt und mit einem breiten Spachtel geglättet. Als das ganze trocken war habe ich von einem gewöhnlichen Farbstift schwarze Farbe "abgeschabt" und mit einem gelb/grünen Migros-Schwamm (gelbe Seite) zwei schwarze Spuren "draufgerieben". Das war schon alles :) Ich glaube, die Färbung macht viel aus.

LG
Dominic
 

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#24
Hallo Dominic

Dann haben sich unserer Ansichten zur Strassengestaltung irgendwann "unterwegs gekreuzt" :D. Vielen Dank für deine konstruktiven Hinweise - Chinichillasand scheint sich zu etablieren, habe ich schon mehrmals gehört bzw. gelesen.

Wie ich schon oft betonte: Besonders in der Landschaftsgestaltung (aber auch beim Patinieren von Fahrzeugen) ist der Finish letztendlich Ansichts- ode sogar "Geschmackssache". Vergleiche zum Beispiel mal die Werke von Joseph Brandl mit denjenigen von Emanuel Nouaillier. Da sind deutliche Unterschiede auszumachen; trotzdem gelten beide als Könner ihres Faches...

Nun, heute ist im Arc jurassien Modellbahnwetter (Nebel), also ruft der Estrich. Übrigens, vielleicht könntest du uns gelegentlich in ein, zwei Sätzen etwas über den Bau deiner wunderschönen Gebäude erzählen. Ich zum Beispiel verwende fast ausschliesslich Polystirolplatten und - profile (Jugendstilfabrik, Gebäude beim Zementwerk).

Gruss, René
++
 

hgolon

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#25
Lieber René... sehr gerne. Ich habe im Stummiforum einmal am Beispiel "Uhrenfabrik Buser & Cie., Niederdorf" dokumentiert, wie meine Häuser entstehen und erlaube mir daher, das dort geschriebene einfach (am Stück und mit Ergänzungen) hier einzufügen:

Also, es beginnt mit den Grundmauern aus Karton, nachdem ich im Powerpoint die Fassaden aufgrund von Grundrissplänen auf www.geoview.bl.ch und Fotos gezeichnet habe (natürlich sind die Teile nur aneinandergestellt, das Zusammenfügen kommt erst viel später):





Als nächstes wurden die Wände aus Karton, ausgeschnitten:


Kartonteile werden bemalt:


Natürlich verziehen sich die Kartonteile wegen der Farbe leicht. Mein Mittel dagegen: In einem Backpapier einige Stunden zwischen Bücher klemmen und nachträglich nachbessern wo nötig.

Der untere Teil (ebenfalls ausgeschnitten und bemalt) aufgeklebt, Stellprobe:


Der Dioramenkasten wurde zusammengebaut, im Vordergrund wird die Frenke fliessen:


Arbeiten mit einer Schablone:


Die nächsten vier Bildchen zeigen, wie ich meine Fenster zusammenbastle. Alle Bestandteile werden aus dickem Fotokarton und weissem, mit Leim gehärtetem Faden zusammengesetzt. Dann wird mit doppelseitigem Teppichklebeband eine dicke Plastikscheibe (hier wurde eine Ferrero Rocher-Packung auseinandergeschnitten/gebrochen) und schliesslich ein schwarzes Blatt aufgeklebt. Im Wohnhaus (linker Teil des Gebäudes) habe ich statt schwarzem Papier einen dezenten, dunkel gehaltenen Hintergrund am PC zusammengestellt und ausgedruckt. Dort wurde zudem mit Klarsichtfolie statt Plastikscheibe "verglast".





Da mir die Dachplatten noch fehlten, habe ich die Landschaft so weit vorbereitet, dass das Code 40-Gleis von Gerhard nachträglich mühelos eingebaut werden kann. Es fehlen neben dem Gleis und dem Dach der Fabrik nur Geländer, Türen, Fensterläden und Brücken, dann ist dieses Diorama etwa auf dem gleichen Stand wie die anderen und kann schliesslich mit Details (Figuren, Bepflanzung in den Gärten usw.) ausgestattet werden:



Das Wohngebäude hat nun noch Fensterläden bekommen, einige Bäumchen sind gewachsen und die Türen am Gebäude wurden installiert:





Die Dachplatten wurden aufgeklebt, hier natürlich noch unbemalt:



Das Dach bekommt Farbe:





Wie man sieht, besteht praktisch alles aus Papier und Karton, lediglich das Dach wird aus Dachplatten von Auhagen zusammengebaut. Mein letzter Beitrag waren die Kamine, hauptsächlich aus Knete geformt sowie Regenrinnen (Auhagen) und Fallrohre aus einfachen Drähten anbringen. Zudem wurden Dachkästen an der überstehenden Dachunterseite angebracht (auch hier Karton und Kitbashing). Am Schluss hat Gerhard noch die Geländer angelötet. Hier ein Exklusivbild fürs modellbahnforum.ch des fertigen Dioramas inkl. Kamine und Geländer:



Für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung :)

LG
Dominic
 
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arc jurassien
#27
Hallo Dominic

Vielen Dank für deine Ausführungen. Grundsätzlich baust du mit Karton, ich mit Polystirol - die Arbeitsabläufe sind aber letztendlich gleich. Für die Blechdächer der Fabriken habe ich ebenfalls Polystirolplatten mit feinen Trennstreifen beklebt und anschliessend entsprechend eingefärbt.

Auf die Verwendung von Karton habe ich wegen dem Verziehen (biegen nach dem Einfärben) bis anhin verzichtet; geht aber anscheinend doch ...

Mach's gut, René
++
 

freiburg

Bahnlehrling
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Beiträge
1
#28
Lieber Dominic

hab mich hier angemeldet einfach um Dir/Euch zu dieser tollen Arbeit zu gratulieren. Bin selber kein aktiver Modellbahner, verfolge aber die Geschichte/Entwicklung der WB als Einwohner von Waldenburg genau und bin wie viele andere sehr betrübt, dass unsere schöne Dampflok, die sich in bestem Betriebszustand befindet, nun nicht mehr fahren darf.

Werden diese absolut genialen Dioramen mal öffentlich zugänglich, zum Beispiel in der Remise im Talhaus? Das wäre doch eigentlich der perfekte Ort dazu.

Gruess
Christian
 

hgolon

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31
#29
Lieber Christian

Wow, vielen Dank!
Die Idee Talhaus ist uns auch schon gekommen...zumindest für die Eröffnungsfeier. Das wäre natürlich von den Zuständigen zu entscheiden. Noch haben wir uns nicht festgelegt, was mit den Dioramen geschieht. Zuerst möchten wir die Übergänge und Verblendungen bauen. Das hat Priorität.

LG nach Waldenburg!
Dominic